Wer war Laotse?

 

Was wissen wir über den chinesischen Philosophen
und welche Weisheiten hat er uns hinterlassen?

 


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Laotse – Leben und Wirken

 

Mit seinen im „Tao Te King“ gesammelten Weisheiten legte Laotse den Grundstein für den Daoismus. Was führte der chinesische Philosoph für ein Leben und welchen Einfluss hat er heute?

Laotse

 

Chinas Geschichte reicht bis ins Jahr 7000 v. Chr. zurück. Damit gehört es zu den ältesten Kulturen der Welt. Anders als im europäischen Raum entwickelte sich in der Volksrepublik die gleiche Hochkultur über Jahrtausende hinweg immer weiter. Eine der Drei Lehren in China, der sogenannte Daoismus, gilt als das älteste spirituelle Glaubensbekenntnis der Welt. Begründer der daoistischen Lehre ist Laotse, ein chinesischer Gelehrter. Doch wer war dieser Laotse eigentlich? Welche Tugenden und Weisheiten hat er uns hinterlassen?

 

Wer war Laotse?

 
 

Laotse als Gelehrter

 

Überlieferungen nach war Laotse ein chinesischer Philosoph; er soll im 6. Jh. v. Chr. gelebt haben und über 160 Jahre alt geworden sein. In den ältesten Umschriften taucht der Name Lǎozǐ immer wieder auf. Je nach Umschrift des chinesischen Textes wird aus „Laotse“ aber auch Lao-Tse, Laudse oder Lao-tzu. Laotse wurde im heutigen Henan geboren, einer Provinz im zentralchinesischen Tal des Gelben Flusses.

 

Dort ging er einer wichtigen Tätigkeit nach: Als Bibliothekar und Archivar pflegte er den Bestand der Bibliothek der Zhou-Dynastie. Die Zhou herrschten vom 11. Jh. v. Chr. bis 256 v. Chr. – der Zerfall des Reiches zeichnete sich jedoch bereits ab dem 8. Jh. v. Chr. ab. Laotse war ein weiser Mann. Er sah den Untergang der Zhou schon früh kommen und reagierte darauf: Überlieferungen nach suchte er einen Tempel am Hangu-Pass auf, um den Unruhen aus dem Weg zu gehen und künftig dort zu leben.
 

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Laotse als Begründer des Daoismus

 

Allerdings kam es etwas anders als gedacht. Der Gelehrte Yin Xi, welcher sich zu dieser Zeit im Tempel aufhielt, erkannte das Potenzial des Laotse und forderte ihn dazu auf, sein Wissen und seine Weisheiten nicht für sich zu behalten – sondern unter den Menschen zu verbreiten. Diese Sammlung von Spruchkapiteln sollte später als Tao Te King (oder auch: Daodejing) in die Geschichte eingehen. Das Werk bildet die Grundlage des Daoismus.

 

Wie änderte sich das Leben des Laotse nach dieser Begegnung? Natürlich erlangte der chinesische Philosoph nach Veröffentlichen seiner daoistischen Lebensregeln große Bekanntheit. Laotse zog es jedoch vor – ganz im Sinne des Daoismus – in Ruhe und Einfachheit zu leben. Seine steigende Bekanntheit war ihm vermutlich eher ein Dorn im Auge.

 

Laotse als Gottheit

 

Während der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) änderte sich die Bedeutung des Laotse: Er wurde zum Hochgott erklärt. Als Verkörperung des Dao verehrt, soll er als kosmische Gestalt im Sternbild des großen Bären verweilen. Überlieferungen nach soll Laotse im Zentrum des Sternenhimmels und der vier Himmelsrichtungen sitzen und als Vermittler zwischen Himmel und Erde tätig sein.

 

Ikonische Darstellungen zeigen ihn häufig umringt von vier heraldischen Tieren; jedes Tier verkörpert eine der Himmelsrichtungen. Als kosmische Gestalt kann Laotse jedoch viele Formen annehmen, zum Beispiel tritt er als weiser Berater der Kaiser oder Lehrer der daoistischen Lehre auf – und kann so das Wissen und die Weisheiten des Laotse von Generation zu Generation weitergeben.
 

Laotse

 

Das Tao Te King: Geburtsstunde des Daoismus

 
 

Entstehung des Tao Te King

 

Wie bereits erwähnt, gilt der bekannte chinesische Philosoph Laotse als Verfasser des Tao Te King, einer Sammlung von Spruchkapiteln. Seinen Titel erhielt das Werk allerdings erst im 2. Jh. v. Chr. durch den Han-Kaiser Jing. Die heutige Unterteilung in 81 Abschnitte wurde vermutlich noch später vorgenommen. Nach der Bibel gilt das Tao Te King als meist übersetzter Text: Neben spanischen, italienischen und niederländischen existieren rund 300 englische und 100 deutsche Übersetzungen.

 

Inhalt des Tao Te King

 

„Am Ende deiner Reise wirst du nicht gefragt: Bist du ein Heiliger geworden? Oder: Hast du für das Heil der Menschen gekämpft? Die einzige Frage, die du zu beantworten hast, ist: Bist du du selbst geworden?“

Laotse ist ein Ehrentitel und bedeutet so viel wie „alter Meister“. Er bezeichnet nicht nur den Verfasser des Werks, sondern mitunter auch das Werk selbst. Und um ebendiesen „alten Meister“ Laotse, sein Leben nach den Prinzipien des Daoismus und sein Wirken geht es zum Gutteil im Tao Te King. Das Daodejing beschäftigt sich mit der Figur des Meisters bzw. des Weisen und den Weisheiten des Laotse, um aufzuzeigen, wohin die daoistische Lebensführung führt: zum Dao. Das ist das Wesen eines Menschen, das, was ihn im tiefsten Inneren ausmacht. Das Tao Te King spricht von einem Zustand des Nicht-Handelns – den jeder Daoist zu erreichen strebt.

„Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist großzügig, nur der Demütige ist fähig zu herrschen.“

Das Tao Te King verrät uns noch mehr über die daoistischen Grundsätze: Beinahe ebenso wichtig wie das Dao sind Werte wie Herzlichkeit, Güte, Nächstenliebe, Tugendhaftigkeit, Moral, Disziplin und Mäßigung – sowie andere Prinzipien, die ein friedvolles Miteinander sicherstellen. Laotse selbst soll über 160 Jahre alt (andere Umschriften sprechen sogar von 200 Jahren) geworden sein – weil er ein Leben in Liebe, Genügsamkeit und Demut führte.

„Belehren ohne Worte. Vollbringen, ohne zu handeln. So gehen die Meister hervor.“

Über das Leben des Laotse und sein Wirken erfahren wir im Daodejing: Der Weise belehrt, ohne zu sprechen, und er bewirkt etwas, ohne zu handeln. Dieses Verharren im Wirken ohne Handeln bezeichnet der Daoismus bzw. das Tao Te King als Wu Wei. Jenes Prinzip ist genauso wichtig wie das Dao – und ebenso wie das Dao ist dieser Zustand schwer zu erreichen. Dass es möglich ist, bewies Laotse und beweisen Daoisten auf der ganzen Welt noch heute.

 

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