Konfuzianismus

 

Konfuzianismus strebt wie viele Lehren nach Frieden im Staat. Erfahren Sie, wie Konfuzius dieses Ziel erreichen wollte.


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Konfuzianismus – Religion oder Weltanschauung?


 

Seit vielen Jahrhunderten prägt der Konfuzianismus die Kultur und Gesellschaft Südostasiens. In manchen Ländern zur Religion erklärt, ist der Konfuzianismus jedoch vielmehr ein Weg zur idealen Gesellschaft als zur Erlösung.

Konfuzius

Der Konfuzianismus gehört neben dem Daoismus und dem Buddhismus zu den drei großen Lehren Chinas. Auch wenn er in Südkorea und Indonesien offiziell zur Religion erklärt wurde, waren die Lehren des Konfuzius in seinem Heimatland nie als Religion gedacht. Konfuzianismus hat keine heiligen Schriften, keine Priesterschaft, keine Doktrinen und keine Vorstellung vom Leben nach dem Tod.

 

Die Grundlage des Konfuzianismus sind die Fünf Klassiker und die Vier Bücher, jedoch sind von Konfuzius selbst keine Niederschriften überliefert worden. Die berühmteste Schrift, die seine Lehre zusammenfasst – das Lunyu – wurde von seinen Schülern in der Form von Fragen und Antworten niedergeschrieben.

 

 

Wie ist der Konfuzianismus enstanden?

 

Der Philosoph Konfuzius, dessen im Westen bekannter Name vom chinesischen „Kong Fuzi“, Lehrmeister Kong, abgeleitet ist, wurde im 6. Jahrhundert v. Chr als elfter Sohn in eine verarmte Adelsfamilie geboren. Er erhielt eine gute Ausbildung und trat früh in den Dienst des Staates ein. Mit 50 erlangte er einen Ministerposten, gab diesen jedoch nach einer kurzen Zeit enttäuscht wieder auf und wurde zum Wanderlehrer und Berater an verschiedenen Fürstenhöfen.

 

Konfuzius, der seit seiner Jugend als Lehrer tätig war, unterrichtete zunächst traditionelle Disziplinen wie Geschichte, Poesie, Politik, Ethik, Musik und Wahrsagung, bevor er seine eigenen Lehren verbreitete. Sich selbst betrachtete er dabei nur als den Übermittler, nicht den Schöpfer neuer sozialer Werte. Vielmehr sah er die Rückbesinnung auf klassische Tugenden als den richtigen Weg an, dem politischen und sozialen Chaos seiner Zeit zu entkommen.

 

Konfuzius war bereit, jeden zu unterrichten, der den Willen zum Lernen mitbrachte und selbst Fragen zu stellen vermochte. Sein Ziel war, Bildung jedem Suchenden und nicht nur der Oberschicht zugänglich zu machen, und so wurde er zu einem beliebten Lehrer des Konfuzianismus, dem jederzeit mehrere Schüler und Anhänger folgten.

 

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Was beinhalten die konfuzianischen Lehren?

 

So wie auch andere Philosophen, strebte Konfuzius nach Frieden im Staat. Die wichtigste Rolle spielte seiner Ansicht nach der Mensch und seine Stellung im Beziehungsnetzwerk. Jeder Einzelne war dabei für die Harmonie der Gesellschaft verantwortlich. Verhielt sich jeder Mensch den anderen gegenüber tugendhaft, so wurden alle seine Beziehungen und dadurch alle Gesellschaften harmonisch, von der Familie bis zum Reich und schließlich dem gesamten Kosmos.


Die folgenden fünf Kardinaltugenden stellen im Konfuzianismus den Kern der Lehre dar:

  1. Mitmenschlichkeit: Die aufrichtige Nächstenliebe ist die Kerntugend des Konfuzianismus, die nie langfristig erreicht werden kann, aber immer angestrebt werden sollte. Sie ist die Grundlage aller folgenden Tugenden.
  2. Sittlichkeit: Die Sittlichkeit reglementiert alle rituellen Handlungen, nicht nur im Bereich der Religion. Sie umfasst das richtige Verhalten im Alltag, sowie bei Hochzeiten, Geburten und Opferhandlungen.
  3. Rechtschaffenheit: Die Fähigkeit, sich moralisch korrekt zu verhalten, ohne egoistisch an den eigenen Vorteil zu denken oder sich durch persönliche Vorlieben und Abneigungen beeinflussen zu lassen.
  4. Weisheit: Damit ist die ständige Suche nach Wissen und Charakterbildung gemeint.
  5. Vertrauenswürdigkeit: Die Fähigkeit, das gegebene Wort zu halten und zu ihm zu stehen. Insbesondere gilt das für den Herrscher.

Abgleitet daraus werden die sozialen Pflichten Loyalität und Pietät (Pflichtgefühl und Respekt) im Konfuzianismus. Loyalität bedeutet, dem tugendhaften Herrscher treu zu bleiben und ihn zu belehren, sollte er vom rechten Weg abkommen. Pietät betrifft vor allem die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern und die Ahnenverehrung.

 

Die Sittlichkeit ist dabei das große Prinzip, das eine Gesellschaft im Konfuzianismus zusammenhält.

 

Als ideale Gesellschaftsform sah Konfuzius eine Form feudaler Herrschaft, basierend auf den folgenden fünf Beziehungen:

  • Güte im Vater und Pietät im Sohn
  • Vornehmheit im älteren Bruder und Demut im jüngeren
  • Rechtschaffenheit im Mann und Gehorsam in der Frau
  • Güte im älteren Freund und Ehrerbietung im jüngeren Freund
  • Wohlwollen im Herrscher und Loyalität im Untertan

Die Frau sollte dabei nicht nur ihrem Ehemann gehorsam sein, sondern in ihrer Jugend ihrem Vater gegenüber, und ihrem erwachsenen Sohn, sobald sie verwitwet war.

 

So wie die Sittlichkeit der äußere Ausdruck eines tugendhaften Menschen war, so war laut Konfuzius Nächstenliebe das innere Ideal. Sollten Sittlichkeit und Nächstenliebe in einer Person zusammentreffen, so wurde der Mensch zum konfuzianischen Ideal.

 

Konfuzianismus

 

Konfuzianismus im Lauf der Zeit

 

Über die Jahrhunderte wurde der Konfuzianismus zur Staatsdoktrin vieler chinesischer Dynastien. Seit der Han-Dynastie beinhaltete das Prüfungssystem für Beamte eine umfassende Kenntnis der Lehren von Konfuzius. Zwischendurch, z.B. im 3. Jahrhundert v. Chr. oder während der ersten Jahrzehnte der Volksrepublik China unter Mao Zedong, wurde der Konfuzianismus jedoch verfolgt und verboten.

 

Wenn er auch keine offizielle Staatsdoktrin mehr ist, lassen sich Elemente des Konfuzianismus im modernen China wiederfinden. Alle Abläufe auf Staatsebene sind strikt durchreglementiert und präzise festgelegt, und bei offiziellen Auftritten ist häufiger mal von „harmonischer Gesellschaft“ die Rede. Im Privatleben der Chinesen spielt vermehrt der konfuzianische Ahnenkult eine Rolle. In vielen Häusern lässt sich ein Ahnenschrein finden, auf dem sich Photos und Bilder der Familienahnen befinden.

 

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