Die Bahai

Glauben, Geschichte, Feste und Riten

Das Bahaitum ist eine der jüngsten Religionen – und eine der aufgeschlossensten, fortschrittlichsten und tolerantesten.


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Die Bahai – Glaube an Dankbarkeit, Demut und Nächstenliebe

 

Das Bahaitum ist eine sehr junge Religion – die für Frieden, Harmonie und Gleichberechtigung steht. Über eine Glaubensgemeinschaft, die das Gute in die Welt tragen möchte.

Bahai


Das Bahaitum ist eine Universalreligion, die ursprünglich aus dem Islam hervorgegangen ist. Die Bahai, die Anhänger des Bahaitums, glauben, dass alle Religionen letztlich von einem einzigen Gott geschaffen wurden, dass alle Religionen und damit alle Menschen dieser Erde eine Einheit bilden. Sie handeln stets nach dem Grundsatz der Nächstenliebe, Vorurteile und Rassismus sind ihnen fremd, Ausgrenzung und Gewalt lehnen sie strikt ab. Lesen Sie mehr über die Bahai, ihre Geschichte, ihre Riten und Feste!

 

Was ist Bahai (Bahaitum)?

 

Das Bahaitum ist eine Religion, die auf der ganzen Welt verbreitet ist – vor allem aber in Indien, im Iran, in Afrika sowie in Nord- und Südamerika. Die Anhänger dieser Religion werden als Bahai bezeichnet, benannt nach dem Religionsstifter Bahāʾullāh. Weltweit bekennen sich ca. acht Millionen Menschen zum Bahaitum, in Deutschland leben – je nach Quelle – zwischen 6.000 und 12.000 Bahai.

 

 

Die Geschichte der Bahai – die beiden Wegbereiter des Bahaitums

 
 

Der „Bab“ – Seyyed ʿAlī Muḥammad Širāzī

 

Die Geschichte der Bahai beginnt im 19. Jahrhundert. Der im Iran geborene Seyyed ʿAlī Muḥammad Širāzī (1819–1850), genannt „der Bab“ (arabisch: „das Tor“), war einer der Wegbereiter des Bahaitums. Seine Offenbarung besagt, dass er Sprachrohr Gottes sein und eine göttliche Botschaft für die Menschen habe: Ein Prophet werde kommen, der unermesslich größer sein werde als der Bab selbst. Mit seiner Auslegung des Koran und seinen Reformbestrebungen gewann er rasch Anhänger – fand unter den islamischen Gelehrten doch auch viele Gegner. 1848 erfolgte die offizielle Trennung seiner Religion vom Islam. Nur zwei Jahre später wurde der Bab öffentlich hingerichtet.
 

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Bahāʾullāh – Mirza Husain-ʿAli Nuri

 

Bahāʾullāh war einer der Anhänger des Babs – und nahm eine der wichtigsten Positionen in dessen Gemeinde ein. Deswegen wurde auch er inhaftiert, später ins Exil geschickt. Aus dieser Zeit stammen die wichtigsten Werke des Bahāʾullāh, die wichtigsten Werke und Glaubensschriften des Bahaitums. Schließlich verkündete er einigen Anhängern, dass er der Verheißene sei – derjenige, den der Bab offenbart hat. Nach und nach bekannten sich immer mehr Anhänger des Babs zu Bahāʾullāh – und das Bahaitum war geboren.

 

 

Die Bahai und ihre Religion

 
 

Woran glauben Bahai?

 

Die Bahai glauben daran, dass alle Religionen eine gemeinsame Grundlage haben. Das bedeutet: Es gibt nur einen einzigen Gott, welcher sich in den verschiedenen Religionen eben nur immer anders offenbart. Daraus folgt einer der wichtigsten Grundsätze des Bahaitums: Da die ganze Menschheit und jede Religion von einem Gott erschaffen wurde, soll auch die ganze Menschheit als Einheit betrachtet werden.


Das Bahaitum ist eine friedliche Religion; die Bahai lehnen Zwietracht, Gewalt und Glaubenskriege strikt ab. Auch glauben die Bahai, dass Religion und Wissenschaft zusammengehören, Hand in Hand gehen müssen, sich gegenseitig ergänzen und ohne einander nutzlos sind.


Das Bahaitum ist aufgeschlossener und toleranter als viele andere Glaubensgemeinschaften. Die Bahai wertschätzen jede Religion, sie unterteilen nicht in ‘Gläubige’ und ‘Ungläubige’. Rassismus und Vorurteile werden strikt abgelehnt. Und natürlich sind auch Mann und Frau gleichberechtigt. Übrigens: Die Bahai kennen keinen Klerus, keinen explizit geistlichen Stand. Jeder Bahai kann jedes Amt einnehmen, sobald er oder sie das 21. Lebensjahr erreicht hat.

 

Riten der Bahai

 

Im Bahaitum gibt es nur wenigen Riten oder Vorschriften. Denn: Was für die Bahai zählt, sind der innere Glaube und die grundsätzliche Haltung eines Menschen, nicht der äußere Schein. Große Bedeutung hat jedoch das Gebet. In Gottesdiensten werden neben den heiligen Schriften der Bahai außerdem Schriften aus anderen Weltreligionen vorgetragen. Eingehalten wird auch die Fastenzeit. An 19 Tagen im Jahr verzichten die Bahai zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf feste und flüssige Nahrung. Heiraten dürfen im Bahaitum jedoch nur Mann und Frau, die Zeremonie beschränkt sich auf eine einfache Trauformel.
 

Bahai

 

Ethik und Moral der Bahai

 

Der wichtigste Grundsatz des Bahaitums ist der der Nächsteliebe. Die Bahai möchten der Gesellschaft dienen und soziale Verantwortung übernehmen. So ist beispielsweise das Engagement in Ehrenämtern, Friedens- oder Umweltschutzbewegungen ausdrücklich erwünscht, solange dabei keine politische Partei oder Richtung unterstützt wird. Im Alltag werden Werte und Tugenden, wie Dankbarkeit, Demut, Geduld und Vertrauenswürdigkeit geschätzt und gelebt. Selbstkasteiung und Askese werden abgelehnt, Betteln und das Ablegen der Beichte sind verboten. Ebenso wie übrigens alle Dinge, die den Verstand vernebeln – wie Glücksspiel, Alkohol oder Drogen.

 

Die Feste der Bahai

 

Die Bahai teilen das Jahr in 19 Monate mit 19 Tagen ein, den Beginn eines Monats markiert je das Neunzehntagefest. Zu diesen Feiern werden in einer Andacht heilige Schriften gelesen, dann spricht die Gemeinde über aktuelle Themen – bevor das Fest mit einem geselligen Festmahl endet.

 

Weitere wichtige Festtage des Bahaitums sind:

  • Naw-Ruz oder Nouruz:
    Am 21. März, am Tag des Eintritts der Sonne in den Widder, findet das Neujahrs- und Frühlingsfest statt.
     
  • Ridvan:
    Vom 21. April bis zum 2. Mai wird der Verkündigung Bahāʾullāh gedacht. Benannt ist das Fest nach dem Garten Ridvan, in dem Bahāʾullāh seinen Anhängern erstmals verkündete, dass er der Verheißene sei. Ridvan ist das wichtigste religiöse Fest im Bahaitum.
     
  • Die Verkündigung des Bab und Geburtstag ʿAbdul-Baha's:
    Abdul-Baha war Bahāʾullāhs ältester Sohn, der bis heute wegen seines enormen Engagements für das Bahaitum geehrt wird – und am 23. Mai dafür gefeiert.
     
  • Das Hinscheiden Bahāʾullāhs:
    Am 29. Mai gedenken die Bahai ihrem Religionsstifter, der am 20. Mai 1892 in osmanischer Gefangenschaft starb.
     
  • Der Märtyrertod des Bab:
    Die Feierlichkeiten des 9. Juli sind dem Bab gewidmet, der am 9. Juli 1850 in aller Öffentlichkeit aufgrund seines Glaubens erschossen wurde.
     
  • Der Geburtstag des Bab:
    Am 20. Oktober feiern die Bahai den Geburtstag des Bab (20. Oktober 1819 in Schiras, Iran).
     
  • Der Geburtstag Bahāʾullāh:
    Am 12. November wird die Geburt Bahāʾullāhs (12. November 1917 in Teheran, Iran) gefeiert.

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