Alchemie – Magie oder Wissenschaft

 

Hinter der Alchemie steckt mehr der Glauben an die Verwandlung von Materie. Lesen Sie mehr über das Können und Wirken der Alchemisten.

 

 


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Alchemie – Das steckt wirklich dahinter

 

Geheime Apparaturen, der Stein der Weisen, und das große Werk. Was verbirgt sich hinter dem Geheimwissen der Alchemie? Vom Aufbau der Materie bis zur Transmutation.

Alchemie


Die Alchemie entstand im alten Ägypten, wo offensichtlich viele antike Geheimlehren in sie hineinflossen. Sie wurde später von den Arabern übernommen und nach Europa gebracht. Die ersten überlieferten Alchemisten im ägyptischen Alexandria waren Frauen. Wichtige Grundlage ihrer Arbeit war die Tabula Smaragdina. Dieser Text wird dem Hermes Trismegistos, einer mythischen Lehrerfigur aus dem alten Ägypten, zugeschrieben. In ihr werden schwer verständliche Sätze aufgezählt, in denen die Weisheit der Welt verschlüsselt sein soll. Mittelalterliche Fürsten erhofften sich von ihrem Hofalchimisten den ultimativen Reichtum. Denn "das große Werk“, die Erschaffung des Steins der Weisen, sollte unedle Metalle in reines Gold verwandeln. Kein Wunder, dass sich manche Betrüger hier Rum und Ehre mit geschickten Tricks ergaunern konnten. Ein riskantes Spiel! So wurde 1709 auf Befehl des preußischen Königs Friedrich I. der „Goldmacher“ Dominico Emanuele Caetano am Galgen – mit falschem Gold beklebt – aufgehängt.

 

Praktische Erfolge der Alchemie

 

Sie konnten vielleicht kein Gold herstellen, dafür aber mit Metallen umgehen. Alchemisten experimentierten mit wahrer Hingabe mit der Wandlungsfähigkeit der Elemente. Ihre praktische Laborarbeit schaffte einen Einstieg in die moderne Chemie. Im Mittelalter bewirkten sie unter anderem die (Wieder-)Erfindung des Prozellans sowie des Schwarzpulvers in Europa. 1604 in Bologna produzierte Vincentius Cascariolo zum ersten Mal einen Phosphoreszenz-Farbstoff. Diese Entdeckung führte kurz später zu ersten Untersuchungen über die Natur des Lichts.

 

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Alchemie als Geheimwissenschaft

 

Noch Sir Isaac Newton, berühmter Mathematiker der frühen Neuzeit, war davon überzeugt, dass die alte „Kunst des Feuers“ ihm Einblicke in das innere Wesen aller Dinge gewährte. Wie andere Alchemisten vor ihm versuchte Newton im Labor auch verborgene esoterische Welt-Geheimnisse aufzudecken und für sich nutzbar zu machen. Für Alchemisten wie ihm stand „Gold“ vor allem für die Reinigung und Läuterung seiner Seele. Dank experimenteller Arbeitsmethoden ging es ihnen darum, das in der Materie gefangene göttliche Element, den reinen Geist, in sich zu befreien. Dabei wollten Alchemisten alles persönlich erfahren, verschiedene Entwicklungsstufen selbst durchleben und in sich umwandeln.

 

Alchemie und Magie

 

Die Verwandlung der eigenen Psyche durch geistig erlebtes Leiden, „Sterben“ und gewandelte Auferstehung wurde in alchemistischen Werkstätten zuerst in der Materie erforscht und dabei sozusagen geistig ausprobiert. Dies war übrigens nicht ganz ungefährlich. Denn hinter den verschlossenen Türen im Labor drohten nicht nur normale Unfälle, es ging auch darum, dunkle, feinstoffliche Kräfte schöpferisch in Licht zu verwandeln. Dabei konnte der Alchemist von Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Arsen lernen, wenn sie im Feuer die gleichen Wandlungsschmerzen „durchlitten“ wie ein Mensch, der sich dem Stufenweg geistiger Veredlung aussetzte.

 

Zu diesen geistigen Wandlungen gehörten „Schwärzung und Fäulnis“ – gemeint ist hier die Reinigung und das Ausbrennen von Unreinheit – sowie die „Weißung“, also die Vergeistigung und Erleuchtung und „Rötung“, die Vereinigung mit dem Göttlichen. Dabei sollten die erworbenen Erkenntnisse durchaus auch auf äußere Substanzen, dem Arbeitsmaterial im Labor, veredelnd zurückwirken. So gesehen suchte der Alchemist durchaus auch nach konkreten Ergebnissen seiner Arbeit: der Umwandlung von Elementen in andere Elemente – und damit auch in "echtes" Gold.
 

Alchemie

 

Heute noch lebendig: Alchemie in Asien und Europa

 

In Burma, dem heutigen Myanmar, leben heute noch Alchemisten, die behaupten, alle Krankheiten heilen zu können und dabei – mindestens – einen Stein der Weisen zu besitzen. Das Gold-Asche-Pulver des auch im Westen berühmten Heilers U Shein Sayargyi ist ein Beispiel dafür. Die Herstellung dieses Pulvers wurde diesem Heiler durch hohe geistige Lehrer, den Devas, in Wachträumen beigebracht. Auch in China blieb die Alchemie lebendiger Teil des religiösen Daoismus. Früher verabreichte man noch quecksilberhaltiges Zinnober, heute wird vor allem mit Meditation und geistigen Übungen gearbeitet, um die für geistige „Unsterblichkeit“ notwendigen inneren Umwandlungsprozesse zu bewirken.

 

Spagyrik: Das Elixier der Alchemie

 

Der im Mittelalter erfolgreiche Arzt Paracelsus sah die Aufgabe der Alchemie vor allem in der Herstellung von Arzneimitteln. Diesen medizinischen Zweig der Alchemie nannte er „Spagyrik“. Heute noch werden Spagyrika hergestellt, also Arzneimittel, die durch den Einsatz alchemistischen Erkenntnisse entstehen. Dabei werden pflanzliche, mineralische und tierische Stoffe destilliert, und oft bis zu ihrer „Essenz“ gepresst.

 

Die Alchemie im 20. Jahrhundert

 

Nicht nur Goethe beschäftigte sich intensiv mit ihren Lehren. Als geistige Lehre erlebte die Alchemie immer wieder eine Renaissance. Im zwanzigsten Jahrhundert wurden immer wieder erfolgreiche Künstler – zum Beispiel der bekannte Surrealist Max Ernst – auf ihre tiefenpsychologischen Erkenntnisse aufmerksam. Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung erkannte in den Trauminhalten seiner Patienten Vorgänge, die mit den Darstellungen der Seelenprozesse wie sie von Alchemisten beschrieben wurden, übereinstimmen. Für Jung passen dabei die Stufen der alchemistischen Umwandlung im Labor mit dem Prozess der Selbstfindung des Menschen, den Jung „Individuation“ nannte, zusammen.

 

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