Aberglaube: Woher kommt er und was kann er bewirken?


Erfahren Sie mehr über den Aberglauben, seine Hintergründe und darüber, warum er so hilfreich sein kann.

 


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Aberglaube – was steckt dahinter?

 

Scherben bringen Glück, schwarze Katzen Pech und wer eine Münze findet, darf sich freuen – Aberglaube ist in den Köpfen vieler Menschen fest verankert. Aber können Glücksbringer und Co wirklich helfen?

Aberglaube

Fast niemand bezeichnet sich selbst als abergläubisch. Schließlich leben wir in einer aufgeklärten Gesellschaft, in der die meisten ihr Glück selbst in die Hand nehmen und weder dem Zufall, noch Kleeblättern oder Schornsteinfegern das Feld überlassen wollen. Dennoch: Ab und zu kommt der Aberglaube doch zum Vorschein. Nicht nur bei wichtigen Ereignissen, sondern auch einfach im Alltag – wenn man sich zum Beispiel über verschüttetes Salz ärgert. Warum ist das so? Und kann Aberglaube nützlich sein?

 

Was ist Aberglaube – Definition

 

Der negativ besetzte Begriff „Aberglaube“ bezeichnet etwas – einen Glaubenssatz oder eine Handlungsweise – die allgemein als falsch und unbegründet betrachtet wird. Was genau in diese Kategorie fällt, kann variieren. So wurden in der Antike andere Dinge als Aberglaube angesehen als im Mittelalter oder dann in der Moderne. Entscheidend ist die zu einem Zeitpunkt herrschende Weltsicht. Während früher die Kirche entschied, was als wahr und was als Aberglaube galt, sind es heute Vernunft und Wissenschaft. In welche Richtung eine Katze über die Straße läuft, ist zum Beispiel wissenschaftlich gesehen völlig unerheblich – und bringt somit weder Glück noch Pech. Oder?

 

Aberglaube im Mittelalter

 

Im Mittelalter wurde der Begriff verwendet, um den wahren Glauben abzusetzen vom heidnischen Glauben, der im Volk noch immer verbreitet war. Man setzte zum Beispiel auf die Kraft von Amuletten, was der Kirche ein Dorn im Auge war. Solche nicht-christlichen Glaubensweisen sollten eingedämmt werden und wurden daher als Aberglaube, also falscher Glaube bezeichnet. Auch Ketzer bzw. Andersdenkende wurden so diffamiert.

 

Warum ist man abergläubisch?

 

Zu allen Zeiten gab es den Glauben an übernatürliche Kräfte und bedeutungsvolle Zufälle. Symbolen und Gegenständen wurden glück- oder pechbringende Eigenschaften zugeschrieben, bestimmte Sprüche sollten Unglück abwenden. Bis heute sind viele Aberglauben in der Gesellschaft anerkannt. Selbst als echter Vernunftmensch hat man manchmal den Drang, auf Holz zu klopfen oder dem Gegenüber beim Anstoßen besonders fest in die Augen zu schauen. Warum ist das so?

Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum Menschen abergläubisch sind:

  • Man hat das Bedürfnis, drohendes Unheil zu vermeiden, vor allem wenn sich etwas der eigenen Kontrolle entzieht. So glaubt man gern, dass man Schlimmes durch bestimmte Aktionen – wie Klopfen auf Holz – abwenden oder Gutes heraufbeschwören kann.
     
  • Man verknüpft zwei Ereignisse, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben, aber durch Zufall gleichzeitig eintreten. Der Grund ist, dass Menschen in ihrem Denken darauf ausgerichtet sind, überall kausale Zusammenhänge zu finden, um sich das Leben zu erleichtern.
     
  • Da man Situationen, die ins eigene Weltbild passen, viel intensiver wahrnimmt als davon abweichende, scheint sich Aberglaube oft zu bestätigen. Passiert zum Beispiel an einem Freitag, dem 13., etwas Unerfreuliches, merkt man sich das. Passiert nichts, vergisst man den Tag und seine Ereignisse gleich wieder. Auch kann man selbst dazu beitragen: Wartet man an besagtem Freitag regelrecht auf ein Unglück, macht man aus Nervosität beispielsweise tatsächlich einen ärgerlichen Fehler.
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Abergläubisch: Wie Aberglaube das Verhalten beeinflusst

 

Obwohl Aberglaube gern als Unsinn abgetan wird, lässt er sich im Alltag häufig beobachten. Viele Menschen tragen Glücksbringer bei sich oder legen Wert auf kleine Verhaltensanpassungen – wie nicht unter einer Leiter hindurchzugehen oder beim Fußballschauen immer dasselbe Trikot zu tragen. Den meisten ist irgendwie bewusst, dass diese Handlungen eigentlich nicht wirklich ausschlaggebend sind – trotzdem: riskieren wollen sie nichts. Schließlich könnte ja doch etwas dran sein. Und ein schnelles „toi, toi, toi“ oder die Reihenfolge, in der man sich vor einem Wettkampf die Schuhe bindet, verursachen auch keinen großen Aufwand.

Kleine Rituale und Glücksbringer kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn eine schwierige und wichtige Situation bevorsteht, zum Beispiel eine Prüfung oder ein Vorstellungsgespräch. Dann wünscht man sich einfach die Unterstützung des Universums und möchte nichts unversucht lassen, um dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Und das kann tatsächlich positive Auswirkungen haben, denn dadurch fühlt man sich beruhigt und motiviert. So kann der Aberglaube die Zuversicht stärken und die eigene Leistung steigern. Also doch kein reiner Unfug!

Positive Wirkungen:

  • Die Nervosität sinkt.
     
  • Man kann konzentrierter arbeiten.
     
  • Man ist optimistischer und selbstbewusster.
     
  • Man bringt mehr Geduld auf.
     
  • Man ärgert sich weniger – zum Beispiel über Scherben, die ja bekanntlich Glück bringen.
     

Bei zu viel Vertrauen in den Aberglauben können aber auch negative Folgen eintreten: nämlich dann, wenn man Entscheidungen aufgrund falscher Annahmen trifft oder wichtige Dinge aus abergläubischer Furcht vor den Konsequenzen nicht tut.

 

Aberglaube

 

Aberglaube: schwarze Katze und mehr – welche gibt es heute?

 
 

Die schwarze Katze

 

Wie viele Aberglauben kommt auch dieser aus dem Mittelalter: Schwarz galt als Farbe des Bösen, zudem waren Katzen ohnehin nicht gern gesehen. Man brachte sie mit Pest, Ketzerei und Hexerei in Verbindung und glaubte sogar, sie würden sich in Hexen verwandeln und umgekehrt. Besonders kritisch: Eine Katze, die von links nach rechts über den Weg lief – schließlich galt die linke als die schlechte Seite. Heute haben Katzen einen besseren Stand als im Mittelalter. Der Aberglaube vom Unglücksbringer hält sich aber hartnäckig.

 

Anstoßen

 

Mit Freunden bei einem Gläschen Sekt oder Wein zusammenzusitzen, macht vielen Menschen Freude. Und bevor getrunken wird, stößt man an. Damit ist ein amüsanter Aberglaube verknüpft, denn die meisten wissen: Man muss seinem Gegenüber beim Anstoßen unbedingt in die Augen schauen. Ohne Blickkontakt erwartet einen als Strafe sieben Jahre lang schlechter Sex.

 

Zu früh gratulieren

 

Selbst wenn der Sieger eines Wettkampfs schon so gut wie feststeht: Erst wenn alles in trockenen Tüchern ist, darf der Glückwunsch ausgesprochen werden, sonst könnte man den erhofften Erfolg damit womöglich verhindern. Auch bei einem Geburtstagskind sollte man nicht zu früh dran sein, sonst könnten sich die guten Wünsche ins Gegenteil verkehren – jedenfalls dem Aberglauben zufolge. Der Bann ist um 0 Uhr gebrochen, sobald der tatsächliche Geburtstag beginnt. Die Freude kann dann nicht mehr durch unerwartete Ereignisse zerstört werden.

 

Unter einer Leiter hindurchgehen

 

Leitern können für Unfälle sorgen, wenn sie umkippen oder man abstürzt. Aber auch darunter hindurchzugehen, gilt als gefährlich. Warum? Einerseits aus praktischen Gründen: Von oben könnte etwas herunterfallen oder man könnte aus Versehen die Leiter umreißen. Der Aberglaube lässt sich aber noch anders erklären: Boden, Leiter und Wand bilden zusammen ein Dreieck – im christlichen Glauben eine heilige Form, die die Dreieinigkeit verbildlicht. Diese einfach zu durchkreuzen, sollte man daher lieber nicht wagen.

 

Auf Holz klopfen

 

Mit diesem Brauch möchte man nicht nur das Glück einladen, sondern vor allem auch Unglück abwenden. Ursprünglich wurde dadurch die Qualität des Holzes geprüft, zum Beispiel im Bergbau oder auf See. Durch das Klopfen stellte man sicher, dass Masten und Balken hielten – und keine Katastrophe bevorstand.

 

Scherben

 

Das Scherben Glück bringen, ist weit bekannt. Damit tröstet man sich gern, wenn man zum Beispiel Geschirr zerbrochen hat. Vor Hochzeiten gibt es sogar die Tradition des Polterabends, an dem man absichtlich Porzellan zerstört, um dem Paar Glück zu wünschen. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Ein zerbrochener Spiegel bringt laut Aberglaube ganze sieben Jahre Pech mit sich – denn mit dem eigenen Spiegelbild, so heißt es, geht auch die Seele kaputt.

 

Schornsteinfeger

 

Wer einen Schornsteinfeger sieht, kann sich glücklich schätzen – wer einen berührt, umso mehr. Warum ist das so? Schornsteinfeger sorgten und sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass die Häuser sicher sind und die Feuergefahr eingedämmt wird. Also echte Glücksbringer!

 

Vierblättriges Kleeblatt

 

Klee gibt es überall, aber nur ganz selten findet man mal ein Pflänzchen mit vier Blättern. Hat man eines erspäht, muss man also ein Glückspilz sein. Und kann sich auf weitere glückliche Zufälle und kleine Erfolge freuen.

 

Salz verschütten

 

Um Salz ranken sich verschiedene Aberglauben: Es galt vor allem früher als sehr wertvoll – deswegen ist es eine beliebte Tradition, zum Einzug Salz und Brot zu verschenken und dem neuen Nachbarn damit Glück zu wünschen. Verschüttet man das kostbare Salz hingegen, droht Unheil.

 

Glücksschwein

 

Schweine sind seit Langem ein Zeichen für Wohlstand und Fruchtbarkeit und garantierten als wertvolle Nutztiere das Überleben. Wenn jemand „Schwein hat“, dann hat er Glück. Allerdings stammt dieser Ausdruck möglicherweise auch von einer Tradition, bei der früher dem Verlierer eines Wettbewerbs als Trostpreis ein Schwein geschenkt wurde. Er hatte also keinen Erfolg im Wettkampf – ging aber trotzdem nicht mit leeren Händen nach Hause. Schwein gehabt!

 

Sternschnuppe

 

Jeder weiß: Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen. Allerdings sollte man den Wunsch geheim halten, damit er auch wirklich in Erfüllung geht. Tatsächlich können Sternschnuppenwünsche wahr werden: denn die klare Formulierung und der Glaube an das Universum können Berge versetzen.

 

Zahlen

 

Zahlen werden seit jeher bestimmte Kräfte nachgesagt, manche gelten als heilig oder magisch wie die 3 und die 7. Eher negativ sehen viele Menschen die Zahl 13 – sie wird allgemein als Unglückszahl betrachtet, weswegen es zum Beispiel in Flugzeugen oft keine Reihe mit dieser Nummer gibt, damit sich die Flugangst in Grenzen hält. Auch ein Freitag der 13., sorgt bei vielen für Nervosität.

 

Glücksbringer

 

Glücksbringer haben großen Wert für ihre Träger. Sie verhelfen Ihnen zu mehr Selbstbewusstsein, Optimismus und somit Erfolg. Viele nehmen als Glücksbringer kleine Gegenstände, die eine persönliche Bedeutung für sie haben: zum Beispiel Armbänder, Fotos oder Plüschtiere.

Welche Rituale und Glücksbringer können wirklich helfen? Und wie finden Sie aus eigener Kraft Ihren Weg? Unsere Berater freuen sich auf Ihren Anruf. >> Zu den Beratern

 
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