Die Vater-Tochter-Beziehung


Die Verbindung zwischen Vätern und ihren Töchtern ist etwas ganz Besonderes, sie birgt aber auch Konflikte. Erfahren Sie, die Sie die Vater-Tochter-Beziehung stärken.


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Vater-Tochter-Beziehung – was sie so besonders macht

 

Der Vater ist der erste und wichtigste Mann im Leben einer Tochter. Das macht diese Verbindung so besonders, birgt aber auch Konflikte. Mit unseren Tipps können Sie die Vater-Tochter-Beziehung stärken.

Vater Tochter Beziehung

Wer glaubt, dass sich Töchter ausschließlich mit ihren Müttern identifizieren, irrt. Ebenso wichtig wie die Beziehung zur Mutter ist nämlich auch die Vater-Tochter-Beziehung. Auch das Verhältnis zum Vater prägt die Tochter ihr ganzes Leben lang und hat Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche, den Charakter, die Verhaltensweisen und Entscheidungen, die sie in ihrem Leben trifft. Als männliche Bezugsperson prägt der Vater das Männerbild der Tochter im entscheidenden Maße – schließlich ist er der erste Mann überhaupt, zu dem die Tochter eine Beziehung aufbaut.

Man könnte sagen, der Vater zeigt seiner Tochter, wie Männer im Allgemeinen „funktionieren“. Im besten Fall kann er ihr den richtigen Umgang mit dem anderen Geschlecht vermitteln – was die Basis für spätere Beziehungen der Tochter schafft. Im Laufe des Lebens kann sich die Beziehung zwischen Vätern und ihren Töchtern stark verändern, Probleme treten meistens ab der Pubertät auf und können bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Was können Sie tun, wenn die Vater-Tochter-Beziehung gestört ist? Wie lässt sich das Verhältnis zum Vater stärken?

 

Die Höhen und Tiefen einer Vater-Tochter-Beziehung

 
 

Vater-Tochter-Beziehung im Kindesalter

 

Väter gehen oft ganz anders mit ihren Töchtern um, als die Mütter es tun. In der Regel traut ein Vater seiner Tochter deutlich mehr zu, was dem Kind zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Selbstvertrauen und Eigenständigkeit verhilft. Besonders in jungen Jahren kann sich eine Tochter also viel von ihrem Vater abschauen und dabei etwas darüber lernen, wie man Dinge anpackt und wie man mit möglichen Herausforderungen umgeht.

Die Schwierigkeit der Vater-Tochter-Beziehung im Kindesalter liegt darin, dass manche Väter ihre Töchter an mancher Stelle zwar ermutigen, in anderen Bereichen aber sehr verhätscheln. Fällt Papas kleine Prinzessin zum Beispiel beim Sprung von der Schaukel hin, wird die Tochter oft übermäßig getröstet oder die negative Erfahrung mit schönen Erlebnissen überkompensiert. Das kann zur Folge haben, dass die Tochter in späteren Jahren mit einem niedrigen Selbstbewusstsein zu kämpfen hat.

 

Vater-Tochter-Beziehung in der Pubertät

 

Wächst die kleine Tochter zu einer jungen Frau heran, kann das eine gute Vater-Tochter-Beziehung empfindlich stören. Zunächst einmal verändert sich die Tochter rein optisch, bekommt mehr Rundungen, was Unsicherheiten auf beiden Seiten auslösen kann. Die Tochter lehnt vielleicht fortan Küsse oder Umarmungen ab, auch auf die gemeinsame Nutzung des Badezimmers reagiert sie allergisch.

Zudem verändert sich aber auch die Einstellung der Tochter, die Interessen verlagern sich und der Blick auf das andere Geschlecht ändert sich. Fühlt sich die Tochter in dieser Zeit von ihrem Vater anerkannt und bedingungslos geliebt, kann sie all diese Veränderungen leichter wegstecken und hat die Möglichkeit, sich gesund zu entwickeln.

Verschlechtert sich die Vater-Tochter-Beziehung in der Pubertät hingegen sehr oder entfällt komplett, kann das die Tochter nachhaltig beeinträchtigen. Neben geringem Selbstwert kann sie auch Bindungsängste entwickeln oder sich – ganz im Gegenteil – zu sehr an andere Menschen klammern.

 

Vater-Tochter-Beziehung im Erwachsenenalter

 

Hat die Vater-Tochter-Beziehung schon in jungen Jahren Risse bekommen, wird sie wahrscheinlich auch im Erwachsenenalter nicht mehr heilen. Häufig bleiben Konflikte zwischen Vater und Tochter auch dann bestehen, wenn beide nicht mehr unter einem Dach wohnen und auch dann noch, wenn die Tochter bereits in einer festen Partnerschaft ist. Deshalb ist es wichtig, schon im Kindesalter die Basis für eine funktionierende Vater-Tochter-Beziehung zu schaffen. Dann können Vater und Tochter im Erwachsenenalter davon zehren.

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Väter und Töchter:

 

Der Vater-Tochter-Beziehung wird in der Psychologie ein hoher Stellenwert zugesprochen. Psychologischen Studien zufolge entwickeln Töchter, die einen liebevollen Vater haben, ein besseres Selbstwertgefühl, mehr Selbstbewusstsein und innere Stärke – und leiden in der Folge auch seltener an psychischen Erkrankungen.

Wohingegen Töchter, die ohne Vater aufwachsen oder eine schlechte Vater-Tochter-Beziehung haben, häufig ihr ganzes Leben lang darunter leiden. Sie neigen zu Grübeleien, leiden an einem geringen Selbstwert und haben häufiger als andere Frauen mit Problemen bei der Partnerwahl zu kämpfen. Die Anerkennung durch den Vater ist es, die das Selbstbild und das Selbstvertrauen der Tochter beeinflusst. Durch ebendiese Anerkennung empfindet sich die Tochter als bedeutsam für einen späteren Partner. Bleibt diese aus, wird die Tochter ihren Selbstwert in zukünftigen Partnerschaften immer zu gering einstufen.

 

Schwierige Vater-Tochter-Beziehungen

 

Gerade, weil Bindung zwischen Vater und Tochter so eng ist, empfinden viele die Vater-Tochter-Beziehung als kompliziert und anstrengend. Und gerade, weil diese Beziehung so besonders ist, schmerzt es, wenn diese Vater-Tochter-Beziehung gestört ist. Selbstverständlich ist jede Vater-Tochter-Beziehung einzigartig, und ebenso individuell sind die Konflikte, die in einer gestörten Vater-Tochter-Beziehung auftreten können. Es gibt aber einige Probleme zwischen Vätern und ihren Töchtern, die sehr häufig vorkommen.

 

Typische Probleme in einer gestörten Vater-Tochter-Beziehung:

 
  • Wird die Tochter zu stark behütet, entwickelt sie sich zu einer abhängigen, unselbstständigen Frau. Aufgrund eines überfürsorglichen Vaters hat die Tochter nie gelernt, alleine Entscheidungen zu treffen, und wird sich Zeit ihres Lebens immer auf andere verlassen müssen. Wenn nicht zum Vater, wird sie eine starke Abhängigkeit zu ihrem Partner eingehen.
     
  • Erhält die Tochter nicht genug Beachtung, wird es ihr schwerfallen, ein glückliches Beziehungsleben zu führen. Entweder wird sich die Tochter von einer Beziehung in die nächste stürzen, immer auf der Suche nach Anerkennung. Oder sie wird sich aus Angst, erneut von einem Mann verlassen zu werden, nie ernsthaft auf einen anderen Menschen einlassen.
     
  • Ist der Vater der Tochter gegenüber zu nachgiebig, spricht man ebenfalls von einer negativen Vater-Tochter-Beziehung. Durch zu viel Toleranz lernt der Vater seiner Tochter nämlich, dass sie mit einem Augenaufschlag oder einer ordentlichen Portion Drama alles haben kann. Das ist nicht gerade die beste Basis für eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe.
     
  • Verhält sich der Vater seiner Tochter gegenüber zu dominant, besonders dann noch, wenn sie längst nicht mehr unter demselben Dach wohnt, kann das die Entwicklung der Tochter empfindlich stören. Erkennt die Tochter, dass sie zu sehr unter Druck gesetzt wird, wird sie den Kontakt zum Vater vielleicht komplett abreißen. Oder sie bleibt ihr ganzes Leben lang in diesem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis, weshalb sie niemals eine gesunde Partnerschaft führen kann. Sie könnten sich aber auch unbewusst einen Partner suchen, der ebenso dominant ist wie der Vater. Das macht eine Beziehung auf Augenhöhe allerdings unmöglich.
Vater Tochter Beziehung

 

Vater-Tochter-Beziehung stärken – so geht’s

 

Die Vater-Tochter-Beziehung beginnt ab dem Zeitpunkt der Geburt. Der Vater ist der erste Mann im Leben einer Tochter, das macht diese Bindung so besonders. Umso wichtiger ist es, eine gestörte Vater-Tochter-Beziehung zu heilen und zu stärken. Wir zeigen Ihnen, wie es geht – mit diesen Tipps:

 

Lassen Sie eigene Gefühle zu

 

Oft ist es die Mutter, die für das Emotionale zuständig ist, während der Vater eher für den rationalen Teil steht. Trotzdem sollte der Vater auch Gefühle zulassen und sich der Tochter gegenüber auch mal verletzlich zeigen. Es wird die Vater-Tochter-Beziehung stärken, wenn die Tochter sieht, dass Papa auch seine Gefühle zeigen kann.

 

Nehmen Sie sich Zeit füreinander

 

Nur wer viel Zeit miteinander verbringt, kann eine gute Beziehung aufbauen. Daher ist es ganz wichtig, als Vater möglichst schon im Kindesalter viel mit seiner Tochter zu unternehmen. Das legt den Grundstein für eine gute Vater-Tochter-Beziehung.

 

Bauen Sie Körperkontakt auf

 

Generell ist Körperkontakt sehr wichtig, um echte Nähe und das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit aufzubauen. Da macht die Vater-Tochter-Beziehung keine Ausnahme. Wichtig ist für die Tochter, dass der Papa nicht nur zum Toben und zum Spaßmachen da ist, sondern auch zum Anlehnen und Kuscheln.

 

Wecken Sie Interesse

 

Lösen Sie sich von festgefahrenen Denkmustern und nehmen Sie als Vater nicht an, dass Ihre Tochter keine Interesse an Ihnen und Ihren Hobbys hat. Auch als Mädchen kann sich Ihre Tochter für Modelleisenbahnen, Autos und „typische Männersachen“ interessieren – wenn Sie ihr Interesse daran wecken.

Machen Sie keinen Unterschied zwischen Tochter und Sohn, lassen Sie stattdessen Ihre Tochter selbst entscheiden, was Sie machen möchte und was nicht. Das Gefühl, dass Sie ihr etwas zutrauen, wird die Beziehung zu Ihrer Tochter stärken. Sie leiden unter der schlechten Beziehung zu Ihrem Vater und schaffen es alleine nicht, etwas daran zu verändern?

Nutzen Sie Ihre Chance und sprechen Sie mit unseren Beratern. Sie helfen Ihnen, die Wurzel Ihres Problems zu finden und anzugehen – und somit die Vater-Beziehung zu stärken. » Jetzt Berater wählen

 

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