Trennung mit Kind

So verkraftet Ihr Nachwuchs das Beziehungsende

Wenn sich Eltern trennen, sind Kinder oft die Leidtragenden.Doch es gibt Wege, eine Trennung mit Kind zu meistern. Wir verraten Ihnen, worauf es dabei ankommt.


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Trennung mit Kind: So verkraftet Ihr Nachwuchs das Beziehungsende

 
Wenn sich Mama und Papa trennen oder scheiden lassen, ist das für den Nachwuchs oft schwer zu verstehen. Erfahren Sie, wie die Trennung mit Kind gelingen kann.
Trennung mit Kind

Statistiken belegen: Allein in Deutschland wird circa jede dritte Ehe geschieden. Das ist besonders tragisch, wenn Kinder mit im Spiel sind. Denn eine Trennung betrifft nicht nur das Paar an sich, sondern hat auch Auswirkungen auf das gesamte familiäre und soziale Umfeld des betroffenen Paares. Bei einer Scheidung oder Trennung mit Kind sind es eben nicht nur Mama und Papa, die mit den Folgen der Trennung klarkommen müssen, sondern auch der gemeinsame Nachwuchs.

Ob Trennung mit Kind als verheiratetes Paar oder Trennung mit Kind als nicht verheiratetes Paar: Bei einer Trennung trotz Kind sollten Wohlergehen und Gefühle des Kindes im Mittelpunkt stehen am Ende einer Beziehung. Nicht jedes Scheidungskind geht mit Blessuren aus der Trennung der Eltern hervor – und nicht jede Scheidung endet in einem Rosenkrieg. Denn es gibt Wege, eine Trennung mit Kind oder eine Scheidung mit Kindern sauber und harmonisch über die Bühne zu bringen. Wir verraten Ihnen, worauf es dabei ankommt.

 

Hilfe bei Trennung mit Kind

 
Manchmal sehen Paare keinen anderen Ausweg, als sich zu trennen bzw. scheiden zu lassen. Spielen Sie selbst gerade mit Gedanken, sich trotz Kind von Ihrem Partner zu trennen? Ganz gleich, ob es um eine Trennung mit Kind/verheiratet oder um eine Trennung mit Kind/nicht verheiratet geht, haben Sie bestimmt einige Fragen zum Thema „Trennung mit Kind“, und diese sollten Sie nicht unbeantwortet lassen.

In Deutschland gibt es zahlreiche soziale Träger, Einrichtungen und Behörden, die ihre Unterstützung speziell bei Scheidung oder Trennung mit Kind anbieten. Sämtliche Beratungen, die dort angeboten werden, können Ihnen Orientierung geben und helfen, eine saubere Lösung für Sie als Paar und Ihren Nachwuchs zu finden.

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich in Online-Foren mit Gleichgesinnten auszutauschen, oder Sie besprechen sich mit Freunden oder Bekannten, die eine Trennung trotz Kind oder eine Scheidung mit Kindern bereits erfolgreich gemeistert haben.
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Trennung mit Kind – was ist zu beachten?

 
Wenn die Eltern fortan getrennte Wege gehen, kann für betroffene Kinder eine Welt zusammenbrechen. Die bekannte Konstellation, nämlich Vater, Mutter, Kind, ist so nicht mehr möglich. Das kann große Verlustängste bei Ihrem Sprössling auslösen. Das sollten Sie bei allem, was Sie in puncto Trennung oder Scheidung unternehmen, im Hinterkopf behalten.

Denn: Auch wenn Sie nicht länger ein Liebespaar sind, bleiben Sie doch weiterhin Mama und Papa für Ihr Kind – und mit dieser Elternrolle geht vor allem eine Fürsorgepflicht einher. Bei einer Trennung mit Kind sollte ebendieses im Fokus stehen, und seine Grundbedürfnisse stets erfüllt werden, damit es die Möglichkeit hat, sich gesund zu entwickeln.
 

Die grundlegenden Bedürfnisse eines Kindes

 
Die sogenannte Maslowsche Bedürfnishierarchie zeigt an, welche grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sein müssen, damit sich ein Kind gesund entwickeln kann. Entwickler dieses Modells ist der amerikanische Psychologe Abraham Maslow, der als ein Gründervater der Humanistischen Psychologie bekannt wurde.
 
Maslow führt fünf Bedürfnisse an, die zu jeder Zeit erfüllt sein sollten:
  1. Körperliche Unversehrtheit, Schutz der Gesundheit: Trinken, Essen, Schlaf, Bewegung, frische Luft, Gesundheit sind Grundbedürfnisse Ihres Kindes. Sie als Eltern sollten trotz Trennung vom Partner stets dafür Sorge tragen, dass Ihr Sprössling in diesem Bereich gut versorgt ist.
     
  2. Sicherheit, Stabilität, Grenzen: Als Schutzbefohlene sollten Kinder stets eine Person um sich haben, der sie bedingungslos vertrauen, die sie vor drohender Gefahr beschützt und sie vor Fehlern bewahrt.
     
  3. Soziale Strukturen, Beständigkeit, Unterstützung: Ebenso wichtig wie die körperlichen Bedürfnisse Ihres Kindes sind aber auch die emotionalen Bedürfnisse. Auch wenn Sie gerade von Ihrem Partner getrennt leben und aufgrund dessen große Sorgen haben, sollten Sie Ihrem Kind stets das Gefühl geben, geliebt und willkommen zu sein.Daher: Sagen Sie Ihrem Nachwuchs regelmäßig, wie sehr sie ihn lieben, nehmen sie ihn in den Arm oder küssen sie ihn. Ihr Kind muss spüren: Ich bin nicht schuld an der Trennung meiner Eltern. Ich werde geliebt, auch wenn Mama und Papa jetzt nicht mehr unter demselben Dach wohnen.
     
  4. Wertschätzung, Zustimmung, Vertrauen: Um gesund heranzuwachsen, braucht Ihr Kind Zuspruch und Anerkennung. Es geht nicht darum, Ihren Sprössling für alles zu loben. Sondern vielmehr die Fortschritte zu erkennen und darauf einzugehen. Auf diese Weise fühlt sich Ihr Kind geliebt, was sein Selbstvertrauen stärkt – und letztlich auch die Eltern-Kind-Beziehung.
     
  5. Selbstverwirklichung, Ausdruck, Gestaltung: Kinder müssen sich frei entfalten, wollen Grenzen austesten, die Welt erforschen und dabei auch mal über die Stränge schlagen dürfen. Ihr Kind möchte ein neues Instrument erlernen oder eine Sportart ausprobieren? Versuchen Sie, ihm alles zu ermöglichen, was geht. Nach Möglichkeit teilen Sie als Eltern die Fahrdienste untereinander auf oder Sie begleiten Ihren Nachwuchs gemeinsam, zum Beispiel zu einem Fußballspiel.
Bedürfnisse des Kindes beachten

 

Das Kind auf die bevorstehende Trennung vorbereiten

 

Als Paar den Entschluss zu treffen, dass man fortan getrennte Wege geht, ist eine knifflige Angelegenheit. Die Trennung oder Scheidung dem gemeinsam Kind beizubringen, stellt aber eine besondere Herausforderung dar. Wie bringt man seinem Nachwuchs die Trennung bei, ohne ihm damit zu schaden? Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Schließlich ist jede Familiensituation und jedes Kind anders. Dabei spielt vor allem das Kindesalter eine wichtige Rolle. Denn: Eine Trennung mit Kleinkind kann sich natürlich anders entwickeln als eine Trennung mit einem Kind, das bereits zur Schule geht.

Fakt ist aber: Es gibt einige Punkte, die Sie als Eltern beherzigen sollten, wenn Sie Ihr Kind auf eine bevorstehende Trennung vorbereiten möchten:

  • Sprechen Sie miteinander! Für Sie als Paar steht vielleicht bereits fest, dass Sie die Trennung oder Scheidung möchten. Als nächstes sollten Sie mit Ihrem Kind über die Veränderung sprechen, die auf es zukommt. Dass Sie als Einheit auftreten, ist ganz wichtig. Daher: Besprechen Sie als Eltern vorher ganz genau, was Sie Ihrem Kind zu dem Thema sagen möchten. Allein das Wort „Trennung“ kann Verlustängste bei Ihrem Nachwuchs auslösen. Wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht und bedenken Sie, dass Ihr Kind ein sensibles, schützenswertes Wesen ist.
     
  • Bleiben Sie geduldig! Wenn Sie Ihrem Kind von der bevorstehenden Trennung erzählen, müssen Sie es nicht in Watte packen – Sie sollten es aber auch nicht mit zu vielen Informationen belasten. Ganz gleich, was Sie sagen möchten, bringen Sie es Ihrem Kind schonend bei. Denn an dieses besonders Gespräch wird sich Ihr Nachwuchs wohl sein ganzes Leben lang erinnern.
     
  • Stellen Sie sich auf Kontra ein! Mama, Papa, Kind – das ist die Konstellation, in der sich Ihr Kind bisher befunden hat, und darin fühlte es sich wohl. Durch eine Trennung oder Scheidung der Eltern könnte das harmonische Gleichgewicht gestört werden und das Kind neben Trauer und Enttäuschung auch mit Wut reagieren. Stellen Sie sich vor dem Gespräch darauf ein, dass Ihr Nachwuchs zunächst mit Abwehr reagieren könnte, dann sind Sie für den Ernstfall gewappnet und haben gute Argumente parat. Akzeptieren Sie aber, wenn Ihr Kind trotz aller Bemühungen eine Zeitlang wütend auf Sie bleibt. Das ist schließlich sein gutes Recht.
     
  • Beantworten Sie dringliche Fragen! Bestimmt hat Ihr Kind zahlreiche Fragen, wenn Sie ihm von der Trennung erzählt haben. Lassen Sie Ihren Sprössling mit diesen Fragen nicht allein. Nehmen Sie ihn bei der Hand und versuchen Sie, seine Fragen so gut es geht zu beantworten. Das kann ihm vielleicht schon seine Ängste nehmen.
     
  • Bleiben Sie in der Elternrolle! Auch wenn Sie sich von Ihrem Partner trennen oder scheiden lassen, bleiben Sie nach wie vor Eltern – und als solche sollten Sie an einem Strang ziehen. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Sie sich auch weiterhin beide gemeinsam um es kümmern werden – und lassen Sie natürlich auch Taten für sich sprechen.Verabreden Sie gemeinsame Unternehmungen, begleiten Sie Ihr Kind gemeinsam zum Fußballspiel oder organisieren Sie gemeinsame Spieleabende.
 

Trennung mit Kind meistern – mit diesen 5 Tipps

 
Den ersten Schritt auf einem langen Weg zu einer harmonischen Trennung haben Sie bereits gemacht: Sie haben Ihrem Kind von der bevorstehenden Trennung erzählt. Darüber hinaus sollten Sie auch in anderen Lebenslagen für Ihren Sprössling innerhalb der Familie da sein und ihm durch die schwere Trennungsphase helfen – mit diesen Tipps:
  1. Richten Sie den Fokus auf Ihr Kind! Achten Sie stets genau darauf, was Sie zu oder vor Ihrem Kind zu anderen sagen. Ihr Kind ist ein sensibles, verletzliches Wesen, das durch bloße Worte verunsichert werden kann. Besprechen Sie sich am besten auch mit Ihrem (Ex-)Partner, was Sie Ihrem Kind in Bezug auf die Details Ihrer Trennung oder Scheidung erzählen möchten. Schadet das Ihrem Kind eher, sollten Sie ihm vielleicht nicht alles mitteilen, was vorgefallen ist.
     
  2. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, zu wählen! Besprechen Sie sich mit der Mutter/dem Vater Ihres Kindes, reden Sie aber nicht schlecht über den anderen Elternteil – schon gar nicht in Gegenwart Ihres Kindes. Bei Ihrem Nachwuchs sollte nicht der Eindruck entstehen, dass er zwischen Mama und Papa wählen muss.
     
  3. Sprechen Sie miteinander! Setzen Sie als Eltern gemeinsam Grenzen und stellen Sie Regeln auf, die immer gültig sind – ganz gleich, ob das Kind gerade Zeit mit Mama oder Papa verbringt. Das kann zum Beispiel die Schlafzeiten Ihres Sprösslings betreffen, aber auch das Taschengeld oder Freizeitaktivitäten. Wichtig ist, dass Sie als Eltern an einem Strang ziehen, auch wenn Sie kein Paar mehr sind. Ihr Kind braucht Regeln und Grenzen, das schafft Sicherheit und Stabilität.
     
  4. Versuchen Sie, Haltung zu wahren! Verlieren Sie Ihrem Kind gegenüber nicht die Beherrschung, auch wenn Sie selbst sehr unter der Trennung oder Scheidung mit Kind leiden. Mit einem Gefühlsausbruch aus heiterem Himmel kann Ihr Kind vermutlich überhaupt nicht umgehen. Im Gegenteil könnte das Ängste und Verunsicherung auslösen, vor dem Sie Ihr Kind bewahren sollten.
     
  5. Sorgen Sie für Ihr Kind! Hat Mama bisher den Geigenunterricht übernommen und Papa seinen Sprössling bisher immer zum Vereinstraining gebracht, sollten das beide auch weiterhin tun. Ebenso sollten Termine und Events, die Sie als Eltern bisher gemeinsam wahrgenommen haben, weiterhin von Ihnen beiden wahrgenommen werden. Ihr Kind muss sich sicher sein können, dass Sie beide für es da sind – Trennung hin oder her. Das wird Ihrem Kind ein Stückchen Sicherheit wiedergeben.

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