Tipps, um die Trennung zu akzeptieren

Kaum etwas ist schmerzhafter als ein Beziehungsaus. Erfahren Sie, wie Sie es schaffen, die Trennung zu akzeptieren und Ihren Ex loszulassen.


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Aus und vorbei – Trennung akzeptieren und überwinden

 

Jeder, der schon einmal eine Trennung durchleben musste, weiß aus Erfahrung, dass es sich dabei um eine der schmerzhaftesten Erfahrungen handelt, die uns im Leben begegnen können.

Die Trennung akzeptieren

In der Liebe gibt es keine Garantien und so wird jeder von uns in seinem Leben früher oder später mal mit dem Thema Trennung konfrontiert. Die einen versuchen, ihren Schmerz mit Humor zu verstecken, die anderen tragen ihr Leid offen nach außen.

Doch egal, wie man sich äußerlich gibt, das Scheiden von einem geliebten Menschen ist innerlich immer mit großem Schmerz verbunden. Eine Trennung zu akzeptieren und zu überwinden ist naturgemäß eine große Herausforderung, die vielen Betroffenen nicht auf Anhieb gelingt.

 

Trennung akzeptieren oder kämpfen?

 

Viele stellen sich nach einer Trennung die Frage, ob sie diese einfach akzeptieren sollen oder ob es nicht doch die Mühe wert wäre, um die Beziehung zu kämpfen. Ob die Partnerschaft noch eine zweite Chance hat, hängt von der Art und Qualität dieser und von den Gründen und Umständen der Trennung ab.

Gehören auch Sie zu denjenigen, die die Trennung nicht einfach so hinnehmen möchten, dann sollten Sie auf jeden Fall für klare Verhältnisse sorgen. Das kann folgendermaßen aussehen:

- Bitten Sie Ihren Ex-Partner um eine Aussprache. Nachteil: Ihn wiederzusehen, kann Ihre Wunde zusätzlich vertiefen.

- Schreiben Sie Ihrem Ex-Partner einen Brief, in dem Sie ihm Ihre Gefühle und Hoffnungen offen schildern. Seien Sie ganz ehrlich und offen bezüglich dessen, was in Ihnen vorgeht. Es bringt nichts, Ihren Partner unter Vortäuschung falscher Tatsachen in die Irre führen zu wollen. Ehrlichkeit kommt am besten an. Verzichten Sie auf Vorwürfe.

- Auch ein Telefonat kann den Rahmen für die gewünschte Aussprache geben. Wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen und dafür sorgen, dass die Verbindung klar ist, sodass Sie einander gut hören können. Schalten Sie alle Ablenkungen aus.

Ob es allerdings überhaupt sinnvoll ist, um Ihre Beziehung zu kämpfen, können Sie mit Schreibübungen (siehe nächster Punkt) verschiedener Art reflektieren, die Ihnen zugleich auch dabei helfen können, loszulassen.

 

Den Ex-Partner loslassen: Die zwiespältigen Emotionen niederschreiben

 

Keine Verarbeitungstechnik erzielt so nachhaltige Erfolge wie das Schreiben. Nach einer Trennung schwirrt einem der Kopf vor wirrer Gedanken. Das macht es schwer, die Trennung zu akzeptieren.

Das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich und hindert die Betroffenen daran, zur Ruhe zu kommen. Bereiten Sie dem ein Ende, indem Sie Ihren Gedanken auf Papier Ausdruck verleihen!

Mit der Hilfe von den erfahrenen Beratern von Questico lernen Sie, mit der Trennung von Ihrem Ex-Partner besser umgehen zu können. Wir empfehlen Ihnen fünf Schritte zur Trennungsverarbeitung, informieren Sie sich sußerdem über die Trennungsphasen und wie Sie am besten mit Liebeskummer umgehen können.

 

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Contra-Liste: die Liebe loslassen

 

Um die Trennung zu akzeptieren, sollten Sie sich diese schmackhaft machen, indem Sie eine Contra-Liste anfertigen, in der Sie alle schlechten Eigenschaften Ihres Partners und alle negativen Gefühle aufschreiben, die Sie während Ihrer Partnerschaft empfunden haben.

Indem Sie sich die negativen Seiten Ihres Ex-Partners vor Augen halten, wird es leichter, die Trennung zu akzeptieren.

 

Pro-Liste für die Trennung und fürs Single-Sein

 

Auf diese Liste schreiben Sie alles, woran Sie Ihre Beziehung gehindert und ausgebremst hat. Sie werden sehen: In keiner Beziehung zu sein, kann seine Vorteile haben. Nicht umsonst gibt es allein in Deutschland um die 17 Millionen Singles.
Zum Beispiel:

  • Ihr Partner war oft ungerecht oder sogar gemein zu Ihnen?
     
  • Aufgrund Ihrer Beziehung haben Sie Ihre Freundschaften und Hobbys vernachlässigt?
     
  • Sie waren so mit Ihrer Partnerschaft beschäftigt, dass Ihre Karriere die letzten Jahre brachlag?
     
  • Sie lieben indisches Essen, doch Ihr Partner konnte den Geruch in der Wohnung nicht ertragen?
     
  • Sie tragen Ihr Haar gern schulterlang, doch Ihr Partner mochte langes Haar an Ihnen?

Schreiben Sie alles auf, was Ihnen während der Beziehung verwehrt war. Entdecken Sie die Welt der Möglichkeiten, die sich Ihnen durch Ihre neue Freiheit offenbart.

Eine Affäre beenden

 

Dankbarkeitsliste

 

Lassen Sie jeden Tag Revue passieren und schreiben Sie auf, was gut in Ihrem Leben ist und wofür Sie speziell an diesem Tag dankbar sind. Haben Sie eine Aufgabe im Job erfolgreich erfüllen können? Oder einer Freundin eine Freude machen können, indem Sie spontan Zeit für sie hatten? Haben Sie ein besonders spannendes Buch für sich entdeckt oder eine neue Serie, die Sie in ihren Bann gezogen hat?

Sind Sie gesund und munter? Fühlen Sie sich in Ihren eigenen vier Wänden geborgen und gut aufgehoben? Schreiben Sie all das auf! Sie werden sehen, dass es viel gibt, wofür Sie dankbar sein können, auch ohne Liebesbeziehung.

 

Wunschpartnerliste: Trennung akzeptieren lernen

 

Erstellen Sie ein Dokument mit drei Spalten. Schreiben Sie in die eine Spalte eine Liste mit Charaktereigenschaften, die Sie sich von einem Partner wünschen würden. Übertreiben Sie ruhig ein wenig. Dann schreiben Sie über die zweite Spalte Ihren Namen und über die dritte den Namen Ihres Ex-Partners. Tragen Sie nun überall dort ein „ja“ ein, wo Sie die Eigenschaft vorfinden, und ein „nein“, wo sie nicht vorhanden ist. Das könnte zum Beispiel so aussehen:
 

Eigenschaft
Ich selbst
Mein Ex-Partner
Einfühlungsvermögen
ja
nein
Intelligenz
ja
ja
Treue
ja
nein
Geduld
nein
nein
Hilfsbereitschaft
ja
nein


Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Die Übung könnte – wenn auch unwahrscheinlich – zwar nach hinten losgehen, nämlich dann, wenn Ihr Partner über alle die Eigenschaften verfügt, die Sie so schätzen. Doch höchstwahrscheinlich wird Ihre Tabelle wohl eher so aussehen, dass Sie viele der gewünschten Eigenschaften mitbringen, Ihr Partner hingegen weniger – weshalb Sie unter anderem vermutlich kein Paar mehr sind. Mit etwas Glück hilft Ihnen diese Erkenntnis, Ihre Trennung zu akzeptieren und Ihre Liebe loszulassen.

Diese Übung soll nicht nur dazu dienen, Ihren Ex-Partner in einem realistischeren, weniger rosigen Licht zu sehen, sondern auch dazu, zu erkennen, was Sie selbst für eine bemerkenswerte Person sind. Sie sollen schwarz auf weiß sehen können, welche schönen Eigenschaften Sie alles mitbringen und was für ein begehrenswerter Partner Sie selbst darstellen.
 

 

Phasen nach einer Trennung

 

Vermutlich haben Sie schon von den berühmten vier Phasen der Trauer gehört. Da die Trennung vom Lebenspartner in Intensität und Schwere einem Trauerfall emotional stark ähnelt, durchlaufen viele Betroffene die vier Phasen der Trauer nach einer Trennung:
 

1. Schock und Nicht-wahrhaben-wollen

2. Aufbrechende Gefühle

3. Neuorientierung

4. Neues Lebenskonzept
 

Die vier Phasen überlappen häufig; besonders zwischen den Phasen eins und zwei treten oft Schwankungen auf. Rückfälle sind ebenfalls möglich und keinesfalls ungewöhnlich. Jeder Rückfall verläuft aber erfahrungsgemäß kürzer und weniger schmerzhaft als der vorherige. Sie werden deutlich fühlen, wie Sie sich nach und nach von Ihrem Ex-Partner lösen.

 

Trennung akzeptieren und loslassen in fünf Schritten

 

 1. Alles rauslassen und verarbeiten

Zuweilen kann sich eine Trennung so schlimm anfühlen wie der Tod eines geliebten Menschen. Die Person, die fester Bestandteil Ihres Lebens und Ihrer Gedankenwelt war, ist plötzlich weg. Deswegen ist Trauern nach einer Trennung nicht nur erlaubt, sondern wird sogar wärmstens empfohlen. Denn nur indem Sie den Schmerz vollständig verarbeiten, können Sie ihn auch hinter sich lassen.

  • In dieser Phase der Trauer sollten Sie sich nichts Umfangreiches vornehmen und keine neuen Verantwortungen eingehen. Nehmen Sie Rücksicht auf sich selbst und Ihre verletzten Gefühle und respektieren Sie, dass Sie Zeit brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.
     
  • Fassen Sie Ihre Emotionen und Gedanken in Worte, indem Sie sie niederschreiben! Lassen Sie dabei alles raus. Das stoppt Ihr Gedankenkarussell und hilft Ihnen, zur Ruhe zu kommen.
     
  • Akzeptieren Sie, dass es vorbei ist und dass es nichts gibt, was Sie jetzt noch dagegen tun können. Verzeihen Sie sich die Fehler, die Sie während der Beziehung gemacht haben.
     
  • Gönnen Sie sich in den ersten ein oder zwei Monaten nach Ihrer Trennung so viel Gutes wie möglich. Tun Sie die Dinge, auf die Sie wirklich Lust haben! Ob das Lesen, Freunde, Family, Kino oder Sport ist, ist Ihnen überlassen.
     
  • Trinken Sie keinen Alkohol! Der würde Ihre Trauer nur verstärken. Außerdem sind Sie in Ihrem derzeitigen verletzlichen Zustand suchtanfälliger.
     
  • Sich abzulenken, ist übrigens ebenfalls völlig o. k., solange Sie es nicht ständig tun. Ihre wahren Gefühle zu überdecken und sich mit Ablenkungen darüber hinwegzutrösten, ist kontraproduktiv und bremst Ihren Heilungsprozess aus.

2. Gedanken loslassen

Viele von uns spielen nach einer Trennung alle möglichen Was-wäre-wenn-Szenarien im Kopf durch. Was wäre, wenn man so oder so gehandelt hätte statt wie in der Realität? Was wäre, wenn man dies gesagt hätte, statt das, was man wirklich gesagt hat? Wir beginnen, zu verhandeln; wollen die Hoffnung nicht aufgeben, die ja bekanntlich zuletzt stirbt.
Doch genau die sollten Sie sterben lassen: die Hoffnung. Denn solange Sie sich an einen unerfüllbaren Wunsch klammern – nichts anderes ist die Hoffnung jetzt noch – werden Sie nie loslassen können.
 

3. Kontakt vermeiden

Jeder Kontakt zu Ihrem Ex ist zu meiden. Freunde zu bleiben, hat noch nie funktioniert, denn einer von Ihnen möchte immer mehr und wird sich emotional somit nie ganz vom anderen lösen können. „Gar kein Kontakt? Das wird schwer, vor allem in der Praxis.“, mögen Sie jetzt denken. Es stimmt, es gibt viele Lebensbereiche zu beachten:

  • Weihen Sie Ihre Freunde ein, falls Sie einen gemeinsamen Freundeskreis haben. Ihre Freunde können abwechselnd etwas mit Ihnen und Ihrem Ex unternehmen.
  • Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie ebenfalls jeweils separat Unternehmungen durchführen.
     
  • Wenn Sie denselben Arbeitsplatz haben – Sie sind wirklich nicht zu beneiden – dann können Sie vertraute Kolleginnen und Kollegen einweihen. Bitten Sie zum Beispiel darum, dass man separat mit Ihnen zum Mittagessen geht.
     
  • Vorsicht in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, die geradezu dazu einladen, den Ex zu stalken! Das Einzige, was Sie damit erreichen, ist einen Nervenzusammenbruch, also lassen Sie es lieber! Vielleicht können Sie beide sich darauf einigen, das eigene Profil jeweils für den anderen zu sperren.
     
  • Kein Kontakt, egal wie unverbindlich und freundschaftlich! Ihr Song kommt im Radio, Ihr gemeinsamer Lieblingsverein steigt nach Jahren Abstiegskampf endlich auf, in der Serie, die Sie immer zusammen geschaut haben, stirbt ein entscheidender Protagonist? Ihnen werden viele Situationen begegnen, in denen Sie an Ihren Ex-Partner denken müssen und sich am liebsten bei ihm melden würden. Schließlich war er eine Zeit lang Ihre wichtigste Bezugsperson. Doch damit ist Schluss! Es ist wichtig, dass Sie das verinnerlichen. Melden Sie sich nicht wegen Trivialitäten bei ihm! Auch Sie müssen ihm eine Chance geben, die Trennung zu verarbeiten und Sie loszulassen.

4. Geduld haben

Zwei Wochen nach der Trennung … drei Wochen nach der Trennung … vier Wochen nach der Trennung und Sie fühlen sich immer noch miserabel? Das ist nichts Ungewöhnliches. In Herzensangelegenheiten gibt es keine Frist und Sie sollten sich auf keinen Fall unter Druck setzen. „Gut Ding will Weile haben.“, „Zeit heilt alle Wunden.“, „Was lange währt, wird endlich gut.“ Nicht ohne Grund gibt es unendlich viele Redewendungen, die alle propagieren, dass es besser ist, sich Zeit zu lassen, statt etwas zu überstürzen.

  • Haben Sie Verständnis für sich selbst und verzeihen Sie sich auch jene Fehler, die mit zur Trennung beigetragen haben.
     
  • Stürzen Sie sich nicht gleich in etwas Neues, sondern bleiben Sie erst einmal allein. Eine neue Affäre oder eine Lückenbüßer-Beziehung gibt Ihnen nicht das, was Sie brauchen – momentan nämlich Ihren Ex – und könnte sogar zu einem Rückfall in eine der vorherigen Phasen führen.
     
  • Stattdessen ist es jetzt wichtig, dass Sie mehr über sich selbst herausfinden. Viele von uns neigen nämlich dazu, unsere eigenen Bedürfnisse und Gedanken zugunsten unseres Partners auszublenden. Wir stellen das Wir vor das Ich. Damit ist jetzt gezwungenermaßen Schluss, was Ihnen wiederum die Chance gibt, sich selbst besser kennenzulernen. Bald werden Sie verstehen, dass Sie keinen Partner brauchen, um sich vollkommen und glücklich zu fühlen.

5. Leben wieder in die Hand nehmen

Im letzten Schritt konzentrieren Sie sich auf den Neuanfang. Wenn etwas Zeit vergangen ist und Sie die vier vorherigen Schritte erfolgreich hinter sich gebracht haben, werden Sie bald an den Punkt kommen, an dem Sie wieder Freude empfinden und Ihr Leben genießen können. Und genau das sollten Sie tun! Das Leben genießen und neue Gelegenheiten beim Schopfe packen. Dafür ist die Zeit jetzt nämlich endlich wieder reif.
 

„Kettet euch nicht wie Sklaven an das Schöne. Doch kettet euch auch nicht an das Leiden. Alles ist im Wandel, beides vergeht.“ – Buddha

Haben Sie Schwierigkeiten, Ihre Trennung zu akzeptieren und Ihren Ex-Partner loszulassen? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere Beziehungs-Aus-Experten sind für Sie da. - > Berater anrufen

 

 
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