Patchworkfamilie

So klappt es

Das Zusammenführen zweier Familien birgt zahlreiche Chancen, aber auch Herausforderungen. Erfahren Sie, wie das Leben als Patchworkfamilie stressfrei funktioniert.


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Tipps für die neu gemixte Mehreltern-Familie

 

Patchworkfamilie – das klingt fröhlich, bunt und spannend. Doch im Gegensatz zu einer gewachsenen Kernfamilie müssen die Strukturen bei dieser Lebensform völlig neu geordnet werden. Beim Zusammenleben entstehen fast automatisch Familienprobleme.

Patchworkfamilie

 

In den letzten Jahren hat sich die Patchworkfamilie immer mehr zu einem gängigen Familienmodell entwickelt. Wenn zwei Erwachsene eine neue Beziehung eingehen, heißt das jedoch nicht, dass auch die Kinder diese Entscheidung gutheißen. Ein neuer Partner (mit Kind) wird noch lange nicht akzeptiert. In einer Patchworkfamilie prallen unterschiedliche Erwartungen, Vorstellungen und Werte aufeinander. Tipps für das Gelingen einer Patchworkfamilie zeigen, wie es trotzdem funktioniert.

 

 

Was ist eine Patchworkfamilie?

 

Etwa jede siebte Lebensgemeinschaft mit Kindern ist heute bunt gemischt. Diese Lebensform existiert schon sehr lange, doch während bei einer Stieffamilie eher das Verwitwen eines leiblichen Elternteils den Ausgangspunkt bildet, steht bei der Patchworkfamilie zumeist eine Trennung am Anfang. Per Definition bringt bei dieser Familienkonstellation mindestens ein Partner mindestens ein Kind in eine neue Beziehung ein. Es gibt verschiedene Versionen von Patchworkfamilien:

  • Stiefvaterfamilie/Stiefmutterfamilie: Eine Frau / ein Mann bringt Kinder aus einer früheren Beziehung in eine neue Partnerschaft ein.
  • Stieffamilie: Beide Partner haben eigene Kinder, die sie mit in eine neue Beziehung bringen.
  • Pflege- und Adoptiveltern
  • Gleichgeschlechtliche Beziehungen

 

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Patchworkfamilien – welche Probleme sind typisch?

 

Das Zusammenwürfeln zweier Familien geht nicht immer auf Anhieb gut. Wie andere Familien auch, hat die Mischfamilie mit Problemen zu kämpfen. Diese sind ganz individuell. Doch vor allem das Alter der Kinder ist entscheidend, wie mit den Problemen umzugehen ist:

  • Säuglinge und Kleinkinder haben eine Hauptbezugsperson. Häufig ist die Bindung zur Mutter stärker als die zum Vater. Am besten überstehen Kinder in diesem Alter die Trennung ihrer Eltern, wenn ihnen ebendiese Hauptbezugsperson erhalten bleibt. Dann erkennen sie auch schneller eine weitere Bezugsperson – den Stiefvater oder die Stiefmutter – an.
     
  • Kinder im Vorschulalter nehmen die Trennung der Eltern meist besonders schlecht auf. Was daran liegen könnte, dass sie sich für die Trennung verantwortlich fühlen. Finden Mutter oder Vater schon nach kurzer Zeit einen neuen Partner, überträgt das Kind seine eigenen Schuldgefühle fast automatisch auf den Stiefelternteil. Das schafft natürlich Probleme. Noch schwerer ist es, wenn der neue Partner mit Kind in die Familie kommt. Daher ist es ganz wichtig, Kinder in diesem Alter langsam an die Trennung der Eltern heranzuführen – und langsam mit einem neuen Partner vertraut zu machen.
     
  • Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sind schwer zu handeln, wenn es um eine Trennung oder die Gewöhnung an eine neue Familiensituation geht. Bei Kindern in diesem Alter tritt häufig ein Loyalitätskonflikt auf. Ist die Hauptbezugsperson z. B. der Vater und das Kind versteht sich gut mit dem neuen Stiefvater, wird es Gewissensbisse haben – schließlich sollte seine Loyalität einzig seinem biologischen Vater gelten. In diesem Fall liegt es am leiblichen Vater, seinem Kind zu erklären, dass sich an der Bindung nichts ändert, wenn es den „neuen Papa“ auch toll findet.
     
  • Teenagern fällt es schwer, einen neuen Partner an der Seite des Vaters/der Mutter als gleichberechtigtes Familienmitglied zu akzeptieren. Was sie wollen, ist Freiraum – nicht noch eine weitere Autoritätsperson in ihrem Leben. Für den Stiefvater/die Stiefmutter gilt: Üben Sie sich in Zurückhaltung. Ein neuer Partner, der mit aller Macht versucht, Ersatzvater oder -mutter zu spielen, legt garantiert eine Bruchlandung hin.
Patchworkfamilie

 

Tipps für das Gelingen einer Patchworkfamilie

 

Ein Patentrezept für ein harmonisches Zusammenleben als Mischfamilie haben wir leider nicht. Unsere fünf Tipps für das Gelingen einer Patchworkfamilie können Ihnen aber den Alltag in der neuen Familienkonstellation erleichtern:

  1. Üben Sie sich in Geduld! Geben Sie sich und allen anderen die Zeit, die es braucht, um die neue Familiensituation zu akzeptieren. Wichtige Schritte wie eine gemeinsame Wohnung oder eine erneute Heirat sollten nicht übereilt und im neuen Familienverbund besprochen werden.
     
  2. Mischen Sie sich nicht ein! Erziehung ist innerhalb der Patchworkfamilie ein großes Thema. Gerade in der Gewöhnungsphase ist es wichtig, dass sich der neue Partner aus Erziehungsfragen vollständig heraushält – auch wenn es schwerfällt.
     
  3. Gehen Sie offen mit Konflikten um! Natürlich sollen Sie nicht wegen Kleinigkeiten einen Streit vom Zaun brechen. Grundsätzlich ist es aber richtig und wichtig, Konflikte nicht unter den Teppich zu kehren, sondern anzusprechen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Besonders wenn es sich um grundsätzliche Dinge handelt, die immer wieder zum Thema innerhalb der Mischfamilie werden.
     
  4. Denken Sie positiv! Natürlich gibt es in Ihrer Familie ein paar Dinge, die (noch) nicht so gut funktionieren. Das ist ganz natürlich. Halten Sie sich am besten gar nicht so lange mit diesen Themen auf. Konzentrieren Sie sich auf das Positive in Ihrer Patchworkfamilie, auf das, was Sie alle miteinander verbindet. Mit diesem guten Gefühl fällt es leichter, alltägliche Probleme zu überstehen.
     
  5. Klären Sie die Fronten! Als neuer Stiefvater oder -mutter sollten Sie klarstellen, welchen Platz Sie zukünftig in der neuen Familie einnehmen wollen. Unterstreichen Sie, dass Sie den leiblichen Vater/die leibliche Mutter nicht ersetzen, sondern dass Sie eine Art Bonus-Papa oder Bonus-Mama sind: ein weiterer Elternteil, der das Wohl der Familie im Auge hat.

 

 

Die Vorteile einer Patchworkfamilie

 

In Patchworkfamilien gibt es Probleme wie in jeder anderen Familie. Das Zusammenleben als Mischfamilie bringt aber auch etliche Vorteile mit sich:

  • Der Alltag innerhalb des Patchwork-Familienverbunds gestaltet sich bunter und abwechslungsreicher als im traditionellen Familienverbund.
     
  • Kinder aus Mischfamilien verfügen häufig über sehr gute soziale Kompetenzen, weil sie es gewohnt sind, mit verschiedenen Bezugspersonen zu kommunizieren und auszukommen.
     
  • Zudem gelten Kinder aus Patchworkfamilien – im Vergleich zu Gleichaltrigen – nicht nur als toleranter, sondern auch als konfliktfähiger und anpassungsfähiger. Sich in neue, ungewohnte Situationen zu begeben, fällt ihnen leichter als ihren Altersgenossen.
     

Patchworkfamilien sind Herausforderung und Bereicherung zugleich. Wichtig ist, wie Sie mit der neuen Lebenssituation umgehen. Spirituelle Lebensberater können Ihnen in schwierigen Situationen den richtigen Weg aus der Familienkrise zeigen. » Hier geht es zur Beraterliste

 
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