Krankhafte Eifersucht

Sind Männer eifersüchtiger als Frauen? Ab wann ist Eifersucht krankhaft? Wie lässt sich Eifersucht bekämpfen? Questico hat Antworten.


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Eifersucht – die Krankheit der Liebenden

 

Wer eifersüchtig ist, ist süchtig nach Eifer? Nicht ganz, denn das Wort Eifersucht hat seinen Wortursprung in den altdeutschen Begriffen eiver (bitter) und suht (Seuche). Ist Eifersucht also eine Krankheit?

Eifersucht

Jein. Denn auf der einen Seite hat die Eifersucht evolutionsbiologisch gesehen einen Zweck, und ist sogar bei Tieren, zum Beispiel bei Hunden, nicht unüblich. Erhält ein anderes Individuum die Aufmerksamkeit und Zuwendung, die einem selbst zusteht, könnte das eigene Wohlergehen über kurz oder lang in Gefahr sein. Eifersucht ist also ein berechtigtes Warnsignal, das von der Natur so gewollt ist, da es unser Wohlbefinden sicherstellen soll. Auf der anderen Seite kann Eifersucht auch zum Wahn werden, der die Gesundheit der Betroffenen beeinträchtigen kann. Doch ab wann ist Eifersucht ungesund? Und äußert sie sich bei Frauen und Männern unterschiedlich?

 

Eifersucht: die Ursachen

 

Zur Eifersucht gehören drei Parteien:

  • die eifersüchtige Person (der Betroffene)
     
  • die Person, die im Zentrum der Eifersucht steht (zum Beispiel der Partner, die Mutter usw.)
     
  • die Person, auf die die Eifersucht gerichtet ist, weil diese Person die Aufmerksamkeit erhält, die eigentlich dem Betroffenen selbst zusteht

Eine dritte Person erhält also die Aufmerksamkeit, die man sich selbst wünschen würde. Laut Erkenntnissen der Evolutionsbiologie steckt hinter Eifersucht vor allem eine Art angeborener Urinstinkt. Dabei standen für die Frau der Nachwuchs und die materiellen Ressourcen des Mannes im Vordergrund. Der Mann wiederum vergrößerte so die Wahrscheinlichkeit, auch tatsächlich das eigene Erbgut weiterzugeben – und nicht ein Kind aufzuziehen, das eigentlich gar nicht seins ist.

Wenn man spürt, dass der eigene Partner auch von anderen begehrt wird, ist ein kleiner Anflug von Eifersucht also nicht nur nachvollziehbar, sondern von der Evolution sogar gewollt. Erst wenn das Misstrauen zur Qual wird und die Betroffenen darunter leiden, kann von krankhafter Eifersucht die Rede sein. Die Gründe können komplex sein:

  • Die Ursachen für eine starke oder krankhafte Eifersucht liegen meist im mangelnden Selbstwertgefühl des Betroffenen. Der Eifersüchtige glaubt unbewusst, dass er nicht genügt, und wartet regelrecht darauf, dass sein Partner sich für jemand anderen begeistern könnte.
     
  • Schlechte Erfahrungen in Bezug auf Untreue können ebenfalls zur Herausbildung von Eifersucht führen. Wer einmal betrogen wurde, ist oft sein Leben lang auf der Hut und reagiert bereits auf kleinste potenzielle Gefahren und vermeintliche Warnsignale.
     
  • Zum Nachbarskind war die Mutter netter als zu ihrem eigenen Sprössling, der Vater bevorzugte eines der Geschwister, die Großeltern lieben ihren Enkel mehr als ihre Enkelin – oft kann der Ursprung für eine krankhafte Eifersucht in der Kindheit gefunden werden.
     
  • Auch Verlustängste, die in der Kindheit entstanden sind, äußern sich im Erwachsenenalter häufig in Eifersucht. Einige Betroffene haben beispielsweise die Trennung ihrer Eltern nie ganz überwunden.
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Krankhafte Eifersucht: Symptome

 

Wer an einer krankhaften Eifersucht (auch Eifersuchtswahn) leidet, ist davon überzeugt, dass sein Partner ihn betrügen wird. Das Phänomen wird auch als Othello-Syndrom bezeichnet, benannt nach dem Feldherren Othello, der im gleichnamigen Theaterstück von Shakespeare aus Eifersucht seine Ehefrau Desdemona umbringt. Überzeugt von Desdemonas Untreue sieht Othello nur, was er sehen will, und interpretiert alles so, dass er es als Untreue auslegen kann.

 

Bei einer krankhaften Eifersucht, glaubt der Betroffene ganz genau zu wissen, dass eine Untreue stattfand oder stattfinden wird, selbst dann, wenn es keinerlei rationale Anzeichen dafür gibt und wenn es nicht der Wahrheit entspricht.

 

Unter einer krankhaften Eifersucht bzw. einem Eifersuchtswahn zu leiden, ist meist nicht nur für den Betroffenen ein Alptraum, sondern auch für seinen Partner, der seine „Unschuld“ immer wieder aufs Neue beweisen muss. Ähnlich wie bei einem Wahn ist es dem Betroffenen fast unmöglich, von seinem Standpunkt abzurücken. Besonders wenn er allein mit seinen Gedanken ist, „steigert“ er sich mehr und mehr in seine Verschwörungstheorien hinein.

 

Die Eifersucht wird als eins der unangenehmsten Gefühle der menschlichen Emotionspalette empfunden. Vermutlich liegt das daran, dass die Eifersucht selbst sich aus mehreren Emotionen zusammensetzt. So sind Gefühle von Zorn, Angst, Minderwertigkeit, Missgunst und Verzweiflung stets mit im Spiel. Kein Wunder, dass Eifersucht auch körperliche Auswirkungen haben kann. Die Stresshormonproduktion (Cortisol und Testosteron) läuft auf Hochtouren und versetzt Betroffene in den Kampfmodus. So zählt Eifersucht zu einem der häufigsten Mordmotive.

Eifersucht

 

Krankhafte Eifersucht bei Männern

 

Entgegen der Annahme, dass Männer häufiger an einer krankhaften Ausprägung von Eifersucht leiden, konnte nie wirklich bewiesen werden, dass das starke Geschlecht mehr zum Othello-Syndrom neigt. Männer und Frauen können gleichermaßen krankhaft eifersüchtig sein. Der Unterschied besteht in den Auslösern der Eifersucht. So rasen Männer viel eher vor Eifersucht, wenn es um sexuelle Untreue geht als um emotionale. Aus evolutionsbiologischer Sicht nachvollziehbar, schließlich konnte die Untreue der Frau bedeuten, dass die Kinder nicht von ihm, sondern von einem anderen Mann gezeugt worden sind. Homosexuelle Männer hingegen stufen eine emotionale Untreue ihres Partners als schlimmer ein als eine sexuelle Untreue.

 

Krankhafte Eifersucht bei Frauen

 

Im Gegensatz zu Männern, deren Eifersucht vor allem durch körperliche Untreue getriggert wird, reagieren Frauen mehr auf die Möglichkeit emotionaler Untreue eifersüchtig. Dass ihr Partner seine intimsten Sorgen und Ängste mit einer anderen teilt, wäre für das schöne Geschlecht weitaus schlimmer als ein bedeutungsloser One-Night-Stand. Auch das hat evolutionsbiologische Gründe, denn die Gefühle für eine andere könnten den Mann dazu bewegen, seine Frau und Kinder zu verlassen. Die Frau wäre gezwungen, die Nachkommenschaft allein großzuziehen. Homosexuelle Frauen hingegen reagieren empfindlicher auf sexuelle Untreue.

 

Wie lässt sich Eifersucht bekämpfen

 

Was tun gegen Eifersucht? Da Eifersucht meist auf Verlustängsten und einem mangelnden Selbstwertgefühl basiert, ist es von großer Bedeutung, dieses zu stärken. Ob in einer Psychotherapie, in einer Selbsthilfegruppe oder in einer spirituellen Beratung – die Betroffenen müssen sich ihres Selbstwertes wieder bewusstwerden und diesen systematisch stärken.
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