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Liebe und Hass in der Beziehung

Wenn die Gefühle zwischen Liebe und Hass wechseln, kann das sehr verwirrend und verletzend sein. Lesen Sie 7 Tipps für den richtigen Umgang mit Hass-Liebe.

Das Geheimnis der Hassliebe

Wenn aus tiefer Zuneigung zum Partner ganz plötzlich Hass wird, ist das nicht leicht zu ertragen. Lesen Sie 7 Tipps für den richtigen Umgang mit Hassliebe.

Während Hass als die intensivste Form der Abneigung gilt, ist Liebe die intensivste Form der Zuneigung. In einer gesunden Beziehung kommt Hass gar nicht vor. Doch manchmal, und dann unter ganz bestimmten Voraussetzungen, kann aus tiefer Zuneigung ganz plötzlich Hass werden. Wenn aus Liebe Hass wird, bezeichnet man als sogenannte Hassliebe. Wie entsteht Hassliebe und was können Sie aktiv dagegen tun? Wir verraten Ihnen alles über das Geheimnis der Hassliebe und geben Ihnen 7 Tipps für den richtigen Umgang an die Hand.

Was ist Hassliebe?

Die sogenannte Hassliebe wird definiert als eine starke emotionale Beziehung zu einer Person, die sich mal in Zu-, mal in Abneigung äußert. Die beiden intensiven Gefühle Hass und Liebe kommen also gleichermaßen in der Beziehung vor. Die Ursachen für Hassliebe sind ganz unterschiedlich, häufig ist es ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren: starke Abhängigkeit vom Partner, mangelndes Selbstbewusstsein oder auch Kontrollverlust über die eigenen Gefühle.

Liebe und Hass in der Partnerschaft

Kommt Hassliebe in einer Beziehung vor, wechseln sich abgöttische Liebe und abgrundtiefer Hass dem Partner gegenüber ab. Dann fallen schon mal Aussagen wie „Ich hasse dich.“ oder „Ich hasse dich, weil ich dich liebe.“ Diese Form der Hassliebe kennt nur Schwarz und Weiß, also: Hass oder Liebe. Ist die Partnerschaft von Harmonie geprägt, wird der Partner über die Maßen idealisiert. Läuft es hingegen schlecht in der Beziehung, schlägt die Liebe in Hass um – und das innerhalb kurzer Zeit. Das kann eine große Belastung für den Partner und die Beziehung im Allgemeinen darstellen.

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Warum aus Liebe manchmal Hass wird

Psychologen haben versucht, dem Geheimnis der Hassliebe auf die Spur zu kommen. Das Ergebnis: Häufig deutet dieses ständige Auf und Ab der Gefühle innerhalb der Partnerschaft auf eine starke innere Unsicherheit hin. Die eigene Persönlichkeit wird geprägt von Erfahrungen, Erziehung, aber auch dem sozialen Umfeld in der frühen und späteren Kindheit. Eine in sich gefestigte Persönlichkeit ist sich ihrer Gefühle bewusst und kann diese kontrollieren. Wohingegen Menschen mit einer unsicheren Persönlichkeit dazu neigen, zwischen verschiedenen Empfindungen zu schwanken.

Mögliche Ursachen für Hassliebe

  • fehlendes Selbstbewusstsein, starke innere Unsicherheit

  • starke emotionale Abhängigkeit vom Partner

  • mangelnde Kontrolle über die eigenen Gefühle

  • ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken

  • Unfähigkeit, den Partner in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren

Was tun, wenn aus Liebe Hass wird?

Auch wenn es schwerfällt: Wenn Sie unter Hassliebe leiden, sollten Sie dieses Gefühl nicht ignorieren. Leider gibt es keinen Aus-Knopf, den man drücken kann, um das Gefühlschaos abzustellen. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Hassliebe umzugehen. Unsere 7 Tipps verraten Ihnen, was zu tun ist, wenn aus Liebe Hass wird.

1. Übernehmen Sie Verantwortung Selbsterkenntnis ist der Schlüssel zum Weg raus aus der ungesunden Hassliebe. Haben Sie erkannt, dass die intensiven Gefühlsschwankungen innerhalb der Partnerschaft von Ihnen ausgehen, ist der erste Schritt getan. Stellen Sie sich nun Ihren Gefühlen und übernehmen Sie Verantwortung für diese. Denn: Nur Sie selbst sind verantwortlich für die eigenen Emotionen und Sie selbst haben es in der Hand, aktiv an Ihrem Gefühlsleben zu arbeiten.

2. Arbeiten Sie an Ihrem Selbstbewusstsein Um aktiv etwas gegen die empfundene Hass-Liebe tun zu können, sollten Sie an Ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Je stabiler Ihre Persönlichkeit ist, desto weniger werden Sie der Hassliebe ausgeliefert sein.

3. Vertrauen Sie auf sich und andere Mangelndes Selbstvertrauen, aber auch mangelndes Vertrauen dem Partner gegenüber kann ebenfalls eine Ursache für Hassliebe sein. Deshalb gilt: Haben Sie mal wieder das Gefühl, Ihrem Partner nicht vertrauen zu können, stellen Sie sich diesen Gefühlen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner, statt sich abzukapseln. Entwickeln Sie mehr Vertrauen in sich selbst, aber auch in Ihre Partnerschaft und die gegenseitige Liebe. Das wird Ihnen helfen, die bestehende Hassliebe zu überwinden.

4. Akzeptieren Sie sich selbst Menschen, die Hassliebe empfinden, sind häufig sehr empfindsame Personen. Das ist kein Makel, sondern im Gegenteil eine sehr wertvolle Eigenschaft – und als solche sollten Sie sie auch sehen. Erkennen Sie an, dass Sie zu intensivem Erleben fähig sind, und verbuchen Sie das als persönliche Stärke. Diese Selbsterkenntnis ist ein wichtiger Schritt, mit starken Gefühlen wie Hass umzugehen.

5. Konzentrieren Sie sich auf die Liebe Wenn Sie mal wieder das Gefühl haben, Ihren Partner zu hassen, gerade weil Sie ihn lieben, sollten Sie diesen Hass nicht zulassen. Unterdrücken Sie ihn nicht, aber geben Sie diesem negativen Gefühl keine Chance, Ihre Gedanken zu bestimmen – indem Sie sich auf die Liebe und die tiefe Verbundenheit zu Ihrem Partner konzentrieren. Stellen Sie die Liebe in den Mittelpunkt und akzeptieren Sie, dass Ihr Partner nicht immer so ist oder reagiert, wie Sie sich das wünschen. Liebe überwindet Grenzen, Liebe schweißt zusammen – wenn Sie es zulassen.

6. Unterscheiden Sie zwischen Liebe und Hass Im Streit fallen schnell mal die Worte „Ich hasse dich.“ Das gilt es in Zukunft zu vermeiden, wenn Sie es eigentlich nicht so meinen. Sprechen Sie offen aus, wenn Sie eine Abneigung gegen eine Eigenart oder ein Verhalten Ihres Partners haben. Drücken Sie Ihre Unzufriedenheit aus, wenn Sie so empfinden. Das Wort „Hass“ kann Ihr Gegenüber tiefgreifend verletzen, daher sollten Sie es nie leichtfertig aussprechen – auch nicht im Streit.

7. Zeigen Sie Mut zur Veränderung Die Ursache für Ihre Hassliebe kann sein, dass Sie im Grunde Ihres Herzens wissen, dass Sie und Ihr Partner sich nicht guttun. Statt diese Tatsache zu akzeptieren und in der Konsequenz eine Trennung zu erwägen, projizieren Sie die Unzufriedenheit auf Ihren Partner – und aus Liebe wird Hass. Ist das der Fall, sollten Sie an Ihrer Beziehung arbeiten oder Mut zur Veränderung zeigen und einen sauberen Schlussstrich ziehen.

Trennung trotz Liebe als letzter Ausweg?

Häufiger als man denkt, kommt es in Partnerschaften zu einem ständigen Wechsel von intensiver Liebe und intensivem Hass. Dieses Gefühlschaos kann zu unkontrollierter Aggressivität, gegenseitigen Verletzungen, aber auch zu Tätlichkeiten führen. Das ständige Auf und Ab der Gefühle innerhalb der Beziehung ist nicht gesund. Wenn Sie sehr unter der bestehenden Situation leiden, sollten Sie sich jemandem anvertrauen. Das kann eine gute Freundin oder ein unabhängiger Berater sein. Ebenso könnten Sie eine Paartherapie in Erwägung ziehen. Sollten Sie weiterhin unter der Hass-Liebe zu einem Menschen leiden, ist eine Trennung trotz Liebe meist der einzige Weg raus aus dem Leid – rein in ein glücklicheres (Liebes-)Leben.

Sie leiden unter Liebeskummer und möchten etwas dagegen tun? Sprechen Sie mit einem unserer einfühlsamen Berater und erfahren Sie, wie Sie mehr Glück in der Liebe finden. >> Zur Beraterliste