Geben und Nehmen

ausgeglichen zum Glück

Wie findet man das perfekte Gleichgewicht aus Altruismus und Egoismus? Ist das Leben wirklich ein Geben und Nehmen? Erfahren Sie mehr! 


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Die Balance aus Geben und Nehmen

 
„Liebe ist nicht das, was man erwartet, zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.“

 – Katherine Hepburn (1907–2003)
 
Dualseele erkennen

Nach Katherine Hepburns Auffassung von Geben und Nehmen gibt es in der Liebe kein Recht auf Nehmen. Und auch Geben sollte auf Freiwilligkeit beruhen. Nehmen ist – führt man Katherine Hepburns Gedanken mal fort – also kein Menschenrecht, das eingefordert werden kann. Doch was ist, wenn man das Gefühl hat, ständig zu geben, aber nie etwas zurückbekommt? Sollte man gar nichts zurückhaben wollen und einfach glücklich damit sein, geben zu dürfen? Oder hat man durchaus das Recht, die Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse einzufordern? Aber wieso muss man dazu nehmen? Lassen sich die eigenen Bedürfnisse nicht auch erfüllen, ohne dass man von anderen nimmt? Hier finden Sie Antworten.
 

Mit Ausgeglichenheit zum Glück

 
Immer mehr Lebens- und Glückskonzepte propagieren ein bedingungsloses Geben, ohne im Gegenzug etwas zu erwarten. Sie meinen, dass gerade im Erwarten, etwas als Ausgleich nehmen zu dürfen, bei vielen die Quelle für Enttäuschung und Traurigkeit liegt. Sein Ego abzulegen und bedingungslos zu lieben, wird als Maß aller Dinge angesehen. Als die höchste Stufe spirituellen Seins. Indem man sich freimacht von Erwartungen an andere, findet man zu wahrer innerer Größe und somit letztendlich auch zum ultimativen Glück. Eine US-amerikanische Studie fand sogar heraus, dass Menschen, die gern geben, auch im Berufsleben erfolgreicher sind. Denn Geben schafft Dankbarkeit und vertieft Kontakte, die wiederum für mehr Chancen sorgen.
 
So zauberhaft und verlockend sich selbstloses Geben anhören mag, es in der Praxis umzusetzen, ohne sich früher oder später wie der Fußabtreter der Menschheit zu fühlen, ist eine Herausforderung. Eine Herausforderung, von der nicht bewiesen ist, dass sie überhaupt jemals jemand erfolgreich meistern konnte. Jesus vielleicht, eventuell Buddha, wahrscheinlich Mutter Theresa – doch bei allem Altruismus waren auch sie „nur“ Menschen aus Fleisch und Blut mit physiologischen, emotionalen und spirituellen Bedürfnissen. Und genau an dieser Stelle liegt vermutlich der Hund begraben, wenn es um Geben ohne Nehmen geht. Wer am laufenden Band gibt, aber nie nimmt, verhungert, vereinsamt, verwahrlost. „Das Leben ist ein Geben und Nehmen“, heißt es so schön und anscheinend ist tatsächlich etwas dran an diesem Spruch, den man meist so daher gemurmelt im Vorbeigehen hört.
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Wer im Supermarkt einen Joghurt nehmen möchte, der muss im Gegenzug Geld geben. Wer Geld nehmen möchte, um seinen Joghurt zu bezahlen, der muss Arbeit nehmen, um es zu verdienen. Wer Hilfe beim Umzug annehmen möchte, der sollte im Gegenzug auch Hilfe geben, wenn sein Freund mal umzieht. Und wer Liebe nehmen möchte, der sollte im Gegenzug auch bereit und fähig sein, Liebe zu geben. Oder?
 
Nur zu nehmen, ohne jemals etwas zu geben, ist natürlich schlecht, nicht nur in den Augen der spirituellen Esoteriker, sondern auch in den Augen der Politik und der Justiz, weshalb Menschen, die nehmen, ohne zu geben, nicht selten hinter Gittern landen. Doch nur zu geben, ohne sich jemals zu erlauben zu nehmen, kann einen in sein ganz eigenes Gefängnis befördern. Oder etwa nicht?
 

Geben und Nehmen aus praktischer Sicht

 
Immer zu geben, ohne jemals nehmen zu wollen, mag wie eine noble Einstellung wirken. Doch bei näherer Betrachtung ist damit niemandem geholfen. Warum?
 
Weil wir nur dann optimal für andere da sein können, wenn es uns selbst gut geht. Allein schon unsere physische Natur – wir sind aus Fleisch und Blut – macht es notwendig, dass wir nicht ständig nur geben können, sondern auch selbst nehmen müssen.
 
Haben Sie schon einmal von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört? Mit seiner Bedürfnishierachie wollte der amerikanische Human-Psychologe Abraham Maslow (1908–1970) ein Inhaltsmodell schaffen, das Entstehung und Wachstum von menschlicher Motivation erklärt: 
Bedürfnispyramide nach Maslow

Maslow ging davon aus, dass ein Bedürfnis erst zu etwa 70 Prozent erfüllt sein muss, bevor man sich erfolgreich um die Stillung des nächsten Bedürfnisses kümmern kann. Die unterschiedlichen Bedürfnisse unterteilte er wie folgt:
  1. Grundbedürfnisse: Essen, Schlafen
  2. Sicherheit: Wohnung, Rückzugsort, Unversehrtheit, Abwesenheit von Gefahr
  3. Sozialbedürfnis: Austausch mit anderen Menschen
  4. Anerkennung und Wertschätzung: Freundschaften, Leistungen im Job, Liebe
  5. Selbstverwirklichung: Hobbys, Bildung, Aktivitäten, bei denen wir Flow-Erfahrungen haben
 
Die Pyramidenform der Hierarchie war zwar nicht Maslows Idee, doch verdeutlicht sie anschaulich, wie sehr menschliche Bedürfnisse voneinander abhängen. Auch die Einteilung in lebensnotwendige, essenzielle Bedürfnisse und „Bonusbedürfnisse“ war seiner Zeit revolutionär und hat auch heute an Aktualität nicht verloren.
 
Es führt uns zu dem Ergebnis, dass es nicht nur in Ordnung, sondern sogar überlebensnotwendig ist, hin und wieder zu nehmen, statt nur zu geben. Kümmern Sie sich also gut um sich selbst! Denn nur dann können Sie auch erfolgreich für andere da sein.
 

Geben und Nehmen aus emotionaler und spiritueller Sicht

 
Optimal für unsere eigene seelische Entwicklung wäre es aber, zufrieden leben zu können, ohne von anderen nehmen zu müssen. Damit ist selbstverständlich nicht gemeint, dass wir für umsonst arbeiten sollen – unseren Lebensunterhalt müssen wir natürlich weiterhin verdienen. Wir müssen essen, wohnen, schlafen. Es soll vielmehr heißen, dass wir versuchen können, auf emotionaler, geistiger und seelischer Ebene eine gewisse Autonomie für uns selbst zu erlangen, die uns unabhängig von der Gunst anderer macht. Hat unsere beste Freundin mal keine Zeit für uns, dann ist das halb so wild, denn wir haben immer noch uns selbst. Geht unser Partner vorübergehend sparsam mit seiner Liebe für uns um, dann verzweifeln wir nicht, denn wir haben immer noch uns selbst, um uns Liebe zu geben.
 
Doch wie schafft man es, sich selbst genug zu sein? Unsere Questico-Berater helfen Ihnen, zu emotionaler Autonomie zu finden.
Blume geben

 

Liebe: Geben und Nehmen in der Beziehung

 
In der Liebe ist Geben und Nehmen im Idealfall ausgeglichen. Lieben wir unseren Partner, so ist es für uns selbstverständlich, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Doch was ist mit Geben gemeint? Sind wir in einer Beziehung, so geben wir, wenn wir beispielsweise unserem Pendant zuliebe etwas tun, worauf wir keine große Lust haben, zum Beispiel gemeinsam eine Veranstaltung zu besuchen oder die Wäsche zu aufhängen. Doch nicht jeder hat das Glück, einen einfühlsamen und emotional intelligenten Partner zu haben, für den es normal und selbstverständlich ist, hin und wieder für seinen Schatz in den sauren Apfel zu beißen. Doch was tun, wenn unser Partner eher der egoistische Typ ist? Ist ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen in der Partnerschaft etwas, das uns allen zusteht? Das wir einfordern können? Gibt es in der Liebe ein Recht auf Geben und Nehmen?
 
 
Die Antwort sollte lauten: zu einem gewissen Grad schon. Selbstverständlich können und sollten wir niemanden dazu zwingen müssen, gut zu uns sein zu wollen, doch wenn wir uns permanent ausnutzen lassen, ist niemandem geholfen. Weder unserem Partner noch uns. So paradox es klingen mag, sollten wir auch in der Liebe also zuerst an uns denken und unser eigenes Wohlbefinden sicherstellen. Denn nur, wenn wir selbst gesund und glücklich sind, sind wir überhaupt in der Lage, unserem Schatz ein guter Partner zu sein. Nur, wenn es uns gut geht, haben wir überhaupt etwas zu geben.
 

Wie viel Egoismus in der Partnerschaft ist erlaubt?

 
Ein gesunder Egoismus darf und muss erlaubt sein. Egal, wie sehr Sie Ihren Partner lieben, sind es immer noch Sie, der der wichtigste Mensch in Ihrem Leben ist. Nicht ihr Partner. Damit Sie überhaupt ein guter Partner sein können, muss es Ihnen gut gehen. Das hat aber noch lange nichts mit Egoismus zu tun.
 
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie stets geben, aber nie etwas zurückbekommen, dann könnte das auf eine schädliche Art des Egoismus bei Ihrem Partner hinweisen. Ein wichtiger Indikator ist Ihr Wohlbefinden: Sobald Ihnen das Ungleichgewicht aus Geben und Nehmen etwas ausmacht, sobald es Ihnen also nicht guttut, sondern schadet, ist es an der Zeit, etwas daran zu ändern. Schließlich sind Ihre Bedürfnisse ebenso wichtig wie die Ihres Schatzes. Wenn Sie also merken, dass Ihnen das Ungleichgewicht aus Geben und Nehmen auf Dauer emotional und gesundheitlich zusetzt, dann sollten Sie Tacheles reden und aktiv werden. Lassen Sie sich nicht ausnutzen. Unsere erfahrenen Questico-Berater haben ein offenes Ohr für Sie und beraten Sie einfühlsam zu diesem Thema.


Haben Sie das Gefühl, dass Sie Ihren Mitmenschen mehr geben, als Sie zurückbekommen?

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