Perfektionismus


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Perfektionismus: Besser geht immer

 

Stets sein Bestes zu geben, ist an und für sich eine gute Sache. Doch wenn die eigenen Erwartungen unrealistisch hoch werden, wird Perfektionismus zur Qual. Wie erkennt man ihn?

Perfektionismus

Von klein auf werden wir darauf getrimmt, stets unser Bestes zu geben. Bewertet wird am Ende aber meist nicht unsere gute Absicht oder der hohe Grad des Bemühens, sondern vor allem das Ergebnis. Je besser die Leistung ist, die wir erbringen, desto größer fällt die Belohnung aus: das Lob der Eltern, ein hervorragendes Schulzeugnis, eine dicke Gehaltserhöhung.

 

Wer verinnerlicht hat, dass er Anerkennung nur verdient hat und nur dann von Kritik verschont bleibt, wenn er perfekt ist, der ist wahrscheinlich dem Phänomen des Perfektionismus zum Opfer gefallen. Wir verraten Ihnen, wie Perfektionismus entsteht und wie Sie ihn erkennen können.

 

 

Was ist Perfektionismus?

 

Perfektionismus ist ein psychologisches Phänomen, bei dem der Betroffene nach Vollkommenheit strebt und Fehler um jeden Preis vermeiden möchte. Perfektionistische Charakterzüge können in funktional und dysfunktional unterschieden werden. Ein funktionaler Perfektionist wird demnach nicht in seiner Lebensqualität gehemmt, im Gegenteil feuert sein Perfektionismus ihn zu Höchstleistungen und oftmals zu großen Erfolgen an. Er ist ehrgeizig und geht gewissenhaft vor.

 

Ist von Perfektionismus die Rede, ist jedoch meist seine dysfunktionale Ausprägung gemeint, die zwanghafte, pathologische Züge aufweist. Perfektionisten setzen hohe Maßstäbe, vor allem an sich selbst. Diesen Maßstäben nicht gerecht zu werden, kommt für sie einer kleinen Katastrophe gleich. Ein entscheidendes Kriterium für krankhaften Perfektionismus ist die Bestimmung des Selbstwertes über das Erreichen oder Nicht-Erreichen der selbst gesetzten Ziele.

 

Für Neurowissenschaftler Raphael M. Bonelli handelt es sich beim Perfektionismus um ein Vermeidungsverhalten, das durch Angst motiviert wird bzw. wurde. Der Betroffene hat eine so große Angst davor, kritisiert zu werden, dass er zwanghaft versucht, Angriffsfläche zu vermeiden. Je perfekter er ist, desto weniger kann man ihn kritisieren.

 

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Woran erkenne ich Perfektionismus?

 

Funktionale Perfektionisten – also jene Menschen, die von ihrem Streben nach Perfektion profitieren, statt darunter zu leiden – sind intrinsisch motiviert. Ihr Vollkommenheitsstreben kommt also von innen. Für sie ist es kein Zwang, denn sie handeln so, weil sie es wollen.

 

Dysfunktionale Perfektionisten haben keine andere Wahl, als so zu handeln, wie sie handeln. Dysfunktionaler Perfektionismus ist dann mitunter extrinsisch, also von außen motiviert; zumindest in seiner Entstehung und bevor er als Verhaltensmuster verinnerlicht wurde. Von außen – das bedeutet, dass der Betroffene seinen Selbstwert von der Anerkennung anderer abhängig macht. Sein Selbstbewusstsein steigt und fällt mit der Meinung, die seine Mitmenschen von ihm haben.

 

Dabei geht es dem Perfektionisten nicht unbedingt darum, gelobt zu werden, sondern vielmehr darum, nicht kritisiert zu werden. Sein Perfektionismus soll ihn unantastbar machen.

 

Perfektionismus Merkmale

 

Folgende Merkmale im alltäglichen Verhalten können auf eine perfektionistische Neigung hinweisen.

 

  • Sie erledigen alles nach genauen Regeln.
  • Sie werden nervös, wenn etwas nicht läuft wie geplant.
  • Sie sind sehr kritisch mit sich selbst, Sie schimpfen (innerlich) mit sich.
  • Sie sehen die Welt in Schwarz und Weiß, und verallgemeinern schnell. Wenn Sie beispielsweise einen Fehler machen, sehen Sie sich gleich in allen Bereichen als Versager an, der immer nur Fehler macht.
  • Sie haben Angst, von anderen kritisiert zu werden, und nehmen sich Kritik sehr zu Herzen.
  • Sie überprüfen Ihre Arbeit mehrmals auf eventuelle Fehler und fühlen sich danach trotzdem nicht sicher.
  • Sie schaffen es kaum, eine Aufgabe zu Ende zu bringen, weil Sie Angst haben, selbst nach mehrfacher Prüfung, immer noch Fehler übersehen zu haben.
  • Sie sind nie gänzlich zufrieden mit Ihrer Leistung, denn Sie finden immer wieder etwas, was Sie noch optimieren können.
  • Sie scheuen neue Herausforderungen aus Angst, dass Sie sich dumm anstellen und scheitern könnten.

 

 

Wann ist Perfektionismus krankhaft?

 

Perfektionismus ist dann krankhaft, wenn er die Lebensqualität des Betroffenen in Mitleidenschaft zieht. Der Betroffene leidet unter seinem Zwang, alles immer perfekt machen zu wollen.

 

Perfektionismus

 

Perfektionismus: Ursachen

 

Nur selten tritt Perfektionismus isoliert auf. Vielmehr hängt das Phänomen mit spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen zusammen und geht zudem oft mit psychischen Problemen wie Depressionen, Ess- und Zwangsstörungen einher. Auch negative Erfahrungen in der Kindheit und Jugend können zur Ausbildung einer perfektionistischen Persönlichkeit beitragen.

 

 

Innere Faktoren

 

Es wird angenommen, dass die Veranlagung zum Perfektionismus bis zu 50 Prozent angeboren sein kann. Zur Erklärung seiner Entstehung wird gern das Fünf-Faktoren-Modell hinzugezogen (auch „OCEAN“ genannt nach den Anfangsbuchstaben der fünf Faktoren):

  • Offenheit (Openness) → Wie offen sind wir gegenüber neuen Erfahrungen?
  • Gewissenhaftigkeit (Conscientiousness) → Wie sorgfältig und verantwortungsbewusst gehen wir unseren Pflichten nach?
  • Extraversion (Extraversion) → Wie aufgeschlossen und gesellig sind wir?
  • Verträglichkeit (Agreeableness) → Wie gut kommen wir mit anderen aus? Wie einfühlsam sind wir?
  • Neurotizismus (Neuroticism) → Wie verletzlich sind wir? Wie gehen wir mit schlechten Erfahrungen um?

Laut Fünf-Faktoren-Modell kann jede Persönlichkeit auf diese fünf Faktoren untersucht werden. Sind mehrere der Faktoren bei einer Person besonders stark oder besonders schwach ausgebildet, so kann dies Probleme für ihre Psyche zur Folge haben.
Doch was hat das Modell mit Perfektionismus zu tun? Im Falle von Perfektionismus geht man davon aus, dass bei Betroffenen die Persönlichkeitszüge Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus besonders stark ausgeprägt sind.

 

 

Äußere Faktoren

 

Selbstverständlich spielt auch die Sozialisation bei der Ausbildung von Perfektionismus eine entscheidende Rolle. Oft liegt die größte Ursache in der Erziehung oder in Erfahrungen, die der Betroffene in Schule und Freundeskreis gemacht hat. Ein strenges, anspruchsvolles Elternhaus, in dem viel kritisiert wird, begünstigt die Entwicklung von perfektionistischen Verhaltenszügen.

 

Die Betroffenen sehen sich dazu gezwungen, keine Fehler zu machen, um ihre eigene geistige, emotionale oder gar physische Unversehrtheit sicherstellen zu können. Und sogar Lob kann zur Bildung von Perfektionismus führen, nämlich dann, wenn nur außerordentliche Leistungen wie Einser oder Pokale gelobt werden, das Kind ansonsten aber kaum Anerkennung erfährt.

 

Wie kann ich Perfektionismus ablegen: Methoden

 

Je nachdem, wie stark der Perfektionismus ausgeprägt ist und wie stark er das Leben des Betroffenen beeinträchtigt, sollte eine kognitive Verhaltenstherapie in Erwägung gezogen werden, im Laufe derer schädliche Denkmuster aufgelöst werden können. Wichtig ist auch, das Selbstwertgefühl des Betroffenen so zu stärken, dass er unabhängiger von der Wertschätzung anderer wird. Er soll lernen, dass alle Anerkennung, die er braucht, aus ihm selbst kommt.

 

 

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20.11.2018, 15:32 MEZ
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