Weniger ist mehr – Warum Ausmisten glücklich macht

Alte Dinge, die in der Ecke verstauben, wirken nicht nur unordentlich, sondern belasten auch psychisch. Die Lösung: richtig Ausmisten. 

 

Steinzeitgene 

Auch wenn man es nicht vermutet: In uns steckt noch sehr viel von unseren steinzeitlichen Vorfahren. Dazu gehört auch das Sammeln. Während die Steinzeitmenschen aber nur Dinge sammelten, die sie auch wirklich zum Leben brauchten, spazieren wir heute einfach kurz in den Laden oder lassen uns alles Mögliche per Klick vor die Haustür liefern. Mit “brauchen” hat das nicht mehr viel zu tun und kann mitunter sogar zum echten Problem werden – nämlich dann, wenn wir nicht mehr wissen, wann es Zeit ist, sich von etwas zu trennen.  

 

Dann sind Unordnung und Chaos vorprogrammiert und machen es sich bei uns daheim oder im Büro gemütlich. Das Ergebnis: Man verliert den Überblick und findet am Ende gar nichts mehr. Auch das Setzen von Prioritäten fällt damit immer schwerer. 

 

Woher kommt die Sammelwut? 

“Das kann ich bestimmt nochmal gebrauchen” oder “Da passe ich irgendwann wieder rein” sind häufige Gründe – wenn auch keine guten – warum wir uns nur schwer von Sachen trennen können. Das hat nicht unbedingt mit Faulheit oder fehlender Entschlusskraft zu tun, sondern vor allem mit Verlustängsten. Denn wenn ich jetzt dieses Andenken entsorge, verliere ich auch die Erinnerungen, die damit zusammenhängen, oder? Nein. „Se souvenir“ bedeutet „sich erinnern“, nicht „sich mit unnützem Kram zuladen“. Die schönsten und wichtigsten Souvenirs hat man deshalb im Kopf.  

Wohnst du noch oder sammelst du schon? 

Hast du vielleicht auch die Angewohnheit, alles aufzuheben, und fällt es dir schwer, dich von Dingen zu trennen? Um das herauszufinden, kannst du dir folgende Fragen stellen: 

  • Hast du das Bedürfnis, Dinge zu sammeln, die du zufällig findest? 

  • Kaufst du Dinge, die du eigentlich gar nicht brauchst? 

  • Welche Gefühle löst das "Haben” bei dir aus? 

  • Wie schwer fällt es dir, etwas nicht mitzunehmen, das du bereits in ähnlicher Form besitzt? 

  • Wie fühlst du dich, wenn du etwas wegwerfen sollst? 

Wenn dir jetzt die Erkenntnis kommt, dass dein Kauf- und Sammelverhalten vielleicht doch etwas den Rahmen sprengt, mach dir keine Gedanken – lass einfach los! 

Loslassen macht happy 

Aufräumen, ausmisten und sich von überflüssigem Ballast trennen, wirkt befreiend. Endlich wieder entspannt durchatmen, dich wohl in deiner Umgebung fühlen und ganz im Hier und Jetzt leben. Gerade wenn es um Andenken geht, mit denen du vielleicht nicht so positive Erinnerungen verbindest – z. B. dem Ex – können dir solche Aufräumaktionen helfen, dich davon zu lösen. Du wirst sehen: Einmal im Flow, kann dich nichts mehr aufhalten. 

6 Tipps für richtiges Aufräumen und Ausmisten 

  1. Planung ist alles: Überlege dir genau, in welcher Reihenfolge du vorgehen möchtest. Ein Hin und Her bringt nur neues Chaos. Fang am besten klein an und arbeite dich Stück für Stück vor, statt alles auf einmal erledigen zu wollen. Wie wäre es zunächst mit deinem Schreibtisch? 

  1. Um das Ausmisten zu vereinfachen, sortiere deine Sachen beim Aufräumen in drei Gruppen auf: behalten, wegwerfen, verkaufen. Befasse dich dabei nicht zu lange mit einem Gegenstand, sondern entscheide aus dem Bauch heraus. 

  1. Lass dich nicht dazu verleiten, Krimskrams wieder in Schubladen verschwinden zu lassen, weil sich der “Vielleicht brauch ich das ja noch”-Gedanke in deinen Kopf einschleicht. Was weg soll, muss auch weg – und zwar gleich. 

  1. Sortiere die Dinge direkt beim Aufräumen und packe alles, was weg soll direkt in einen Müllsack. Dir sind einige Sachen zu schade zum Wegwerfen? Dann verschenke oder spende sie doch einfach. 

  1. Sei stolz auf dich! Nach getaner Arbeit am besten einmal kurz zurücklehnen und die Ordnung genießen, bevor es weiter geht. 

  1. Vergiss auch den digitalen Schrott nicht: Überflüssige Programme, Dateien, Bilder sowie gespeicherte E-Mails und sonstigen Kram auf deinem PC, Tablet oder Smartphone solltest du ebenfalls regelmäßig löschen.  

So bleibt es auch in Zukunft ordentlich 

Damit sich nicht schon nach zwei Wochen erneut Unordnung breit macht, kannst du  

  • bestimmten Sachen einen festen Platz einräumen – z. B. Schlüssel oder Briefen. Das erleichtert das Ordnen und spart dir nerviges Suchen. 

  • Post, Belege und sonstigen Papierkram am besten sofort anschauen und danach ablegen oder wegwerfen. 

  • klare Arbeits- und Alltagsstrukturen einführen, die dir helfen, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Eine einfache To-Do-Liste wirkt meist schon Wunder. 

  • statt alles stehen und liegen zu lassen, versuchen, benutzte Dinge gleich wieder an ihren Platz zu bringen. 

  • schon beim Kauf überlegen, ob du etwas wirklich brauchst. Manchmal hilft es auch schon, für jede neue Sache eine alte zu entsorgen. 

 

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