Achtsamkeit beim Atmen

Sie ist etwas Alltägliches, das sehr oft vernachlässigt wird:
Die richtige Atmung ist wichtig für Körper und Seele. Wir zeigen Ihnen,
wie Sie gesundes Atmen üben können. 


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Achtsamer Atmen für mehr Energie

 

Achtsames Atmen ist eine der wichtigsten Übungen, um mehr Achtsamkeit ins Leben zu bringen. Was einfach klingt, kann aber durchaus zur Herausforderung werden. Wie geht gesundes Atmen?

Achtsames Atmen

Wer atmet, lebt. So gelangt Luft in die Lungen und versorgt von hier aus den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff. Ein erwachsener Mensch macht etwa fünfzehn Atemzüge pro Minute – ganz unbewusst. Umso überraschender mag es daher für Sie sein, zu erfahren, dass man durchaus falsch atmen kann. Zwar ist dies nicht lebensgefährlich, doch kann eine falsche Atmung eine eingeschränkte Lebensqualität zur Folge haben. Gerade in Stresssituationen verändert sich der Atemrhythmus ganz automatisch – und das ist nicht immer gesund.

 

Eine gesunde Atmung – Was in Ihrem Körper passiert

 

Wer gesund atmet, holt tief und gleichmäßig Luft. So einfach das klingt, so schwierig kann es sein. Nur allzu oft haben wir uns eine flache, verkürzte Atmung angewöhnt, die dafür sorgt, dass unsere Lungenkapazität nicht so umfangreich ist, wie sie sein könnte und sollte. Vor allem Dauergestresste haben Probleme mit der schnellen, flachen Atmung, der sogenannten Brustatmung.

Um entspannt und achtsam zu atmen, muss die Luft bei jedem Atemzug die Lungen komplett füllen. Die Atembewegung ist dabei so groß, dass sie auch den Bauchraum einschließt. Achten Sie einmal darauf, ob sich beim Luftholen Ihr Bauch mitbewegt: Wenn ja, dann atmen Sie richtig und tief genug. Genau dies ist ein Zeichen von Entspannung. Wer Emotionen und Gedanken in Einklang mit seinem Körper bringen möchte, sollte mit der Atmung anfangen. Lassen Sie die Bauchatmung zu und nutzen Sie sie als bewusste Meditationsübung im Alltag.
 

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Pranayama: yogische Atemübungen

 

Wer viel sitzt, kann kaum eine gesunde Bauchatmung ausführen. Nehmen Sie sich daher bewusst Zeit, um das richtige Atmen zu üben. Hilfreich ist eine Praxis, die beim Yoga und der Meditation Anwendung findet: Pranayama. Sie hilft, den Atem bewusst wahrzunehmen und zu steuern – und so Entspannung und innere Ruhe zu finden.

  • Die Wechselatmung – Anuloma Viloma

Sie ist die häufigste Atemübung, die beim Yoga praktiziert wird. Ihre Wirkung ist harmonisierend und sorgt für eine Aktivierung der Energiekanäle in der linken und der rechten Körperhälfte. Durch die Atempause in der Mitte werden auch das Herz und der Kreislauf gestärkt.
Nehmen Sie für die Wechselatmung eine entspannte, aufrechte Haltung ein, kniend oder sitzend auf einem Stuhl oder Kissen. Atmen Sie vier Sekunden lang durch ein Nasenloch ein, während Sie das andere sanft mit dem Finger zudrücken. Halten Sie nun die Luft für 16 Sekunden an. Atmen Sie anschließend durch das andere Nasenloch acht Sekunden aus, während Sie das erste Nasenloch mit dem Finger verschließen. Dies ist eine Runde. Beginnen Sie zunächst mit zehn Runden und steigern Sie sich langsam.

  • Das Bienensummen – Bhramari

Diese Atemübung verdankt ihren Namen der Ausatemphase: Dabei summen Sie wie eine Biene und bringen die Resonanzräume in Ihrem Körper zum Schwingen. Vor allem im Kopf, Nacken und Brustbereich wird die sanfte Vibration spürbar. Das Bienensummen fördert die Durchblutung und damit die Wärmeverteilung in diesem Körperbereich.
Kommen Sie für das Bienensummen in den Schneidersitz und umfassen Sie mit den Händen den Kopf. Verschließen Sie mit den Daumen die Ohren, die anderen Finger liegen sanft am Kopf an. Nehmen Sie sich einige Atemzüge lang Zeit, um Ihre Atmung zu beobachten. Summen Sie anschließend beim Ausatmen laut und hörbar wie eine Biene. Lassen Sie Ihre Lippen vibrieren wie beim Spielen eines Blasinstruments. Wiederholen Sie diese Atmung neun Mal und fühlen Sie dann nach, wie es Ihrem Körper jetzt geht.

 

5 Tipps für gesundes Atmen im Alltag

 

• Nutzen Sie ruhige Minuten, um sich bewusst auf Ihre Atmung zu konzentrieren. Blenden Sie den Alltag aus, und bleiben Sie ganz bei sich selbst.


• Achten Sie auf ausreichend Ausdauertraining. Ob Joggen, Radfahren oder auch flottes Spazierengehen: Die richtige Atmung wird dabei ganz von allein gefördert.

• Üben Sie verschiedene Techniken, so oft Sie können, und hören Sie hin, wie Ihr Körper darauf reagiert.

• Wenn Sie wütend werden oder Hektik ausbricht, konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung, um sich selbst wieder zu beruhigen.

• Bei trockener Heizungsluft oder Pollenflug im Frühjahr kann Meerwassernasenspray helfen, die Schleimhäute zu befeuchten und so das Atmen zu erleichtern.
 

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