Die Kolumne "Aus meinem Leben"

von Premiumberaterin Andrea Buchholz

Als Premium-Beraterin stellen wir Andrea Buchholz mit all ihren Facetten vor. Lesen Sie in ihrer spannenden Kolumne, wie die heutige
Chef-Astrologin des Zukunftsblicks zu ihrer Berufung fand.


"Aus meinem Leben" von Andrea Buchholz - Teil 3

 


Die wilden Sixties



Meine wilden Jahre begannen nach dem Abschluss an der Schauspielschule. Passend zu meiner wilden Zeit swingten in London gerade die Sixties – und ich mit ihnen auf Konzerten der Beatles und der Rolling Stones. Mit meiner Jugendliebe wohnte ich in einem kleinen lauschigen Häuschen in Chelsea, in dem es mir leider bald zu heimelig wurde. Mein Astrologe behielt wieder einmal recht und statt einer Hochzeit gab es die Trennung sowie die Abreise aus dem hippen London. Ich setzte mich nach Zürich ab, wo Freunde meines Vaters lebten, bei denen ich unterkam. Die Frau, Christine, redete mir ein, dass ich für meine Schauspielkarriere unbedingt eine klassische Nase brauche, und so ließ ich meine niedliche Stupsnase umoperieren. Es sollte nicht die letzte Nasen-OP sein, aber das ahnte ich damals noch nicht. Ich war 18 Jahre alt, gertenschlank, blond – und unglaublich naiv.
 

Ob es nun an der neuen Nase lag oder nicht, mein Weg zur »großen Filmkarriere « begann klassisch in Rom mit einer französisch-italienischen Filmproduktion. Sie quartierten mich im Hotel de Ville an der Piazza di Spagna ein, ich bekam ein Drehbuch in die Hand gedrückt, in das ich mich sofort vertiefte – und dann hörte ich nie wieder von der Produktion.
Natürlich war das Hotel nicht bezahlt, und ich besaß keinen Pfennig.
Was tun? Mir blieb nichts anderes übrig, als meinen Koffer mit meinen ganzen Habseligkeiten als Pfand im Hotel zu lassen. Ohne irgendetwas stand ich dann im wahrsten Sinn des Wortes auf der Straße. Ohne Job und ohne Geld. (Meinen Koffer habe ich übrigens wieder ausgelöst – acht Jahre später wartete er immer noch auf mich!)
 

Aber wenn man mir eines nicht vorwerfen konnte, dann dass ich schnell den Kopf hängen ließ. Statt Trübsal zu blasen und mich und mein Schicksal zu bedauern, ging ich abends schnurstracks zur nächsten großen Party in der Stadt. Ein Glücksfall, wie sich herausstellen sollte, denn dort lernte ich eine sehr nette Dame, Katharina, kennen, bei der ich Unterschlupf fand. Als ehemalige Schauspielerin hatte sie zudem noch Kontakte zum Filmbusiness, und so drehte ich bald darauf meinen ersten Film mit Mario Adorf und meinen zweiten mit dem unverschämt gut aussehenden Gabriele Tinti. Ganz rund lief es allerdings nicht, denn als ich ihm in einer Szene sein Hemd ausziehen sollte, zitterten meine Hände vor Nervosität derart, dass ich unfähig war, auch nur einen Knopf aufzumachen. Nachdem wir die Szene so oft gedreht hatten, dass Tinti vom langen Stehen fast schon Moos angesetzt hatte und der Kopf des Regisseurs immer mehr Ähnlichkeit mit einem roten Ballon bekam, warf der mir einen bösen Blick zu und fragte, ob ich noch nie einen Mann ausgezogen hätte.
Hatte ich damals tatsächlich noch nicht. Das Ende vom Lied? Für mich wurden extra Druckknöpfe an das Hemd genäht, damit ich es aufbekam…

 

Nach diesen beiden kleineren Auftritten wurde ich von einem bekannten Filmproduzenten abends in seine Villa an der Appia Antica eingeladen zur Drehbuchbesprechung. Er gab mir einen Drink, entschuldigte sich und ließ mich mit dem Drehbuch allein. Doch schon nach wenigen Schlucken war ich nicht mehr fähig, das Buch zu lesen. Die Buchstaben verschwammen vor meinen Augen, ich drehte und wendete das Manuskript, aber ich war unfähig, etwas zu erkennen. Ich bekam Panik, und ab da weiß ich nichts mehr. Filmriss! Ich erwachte, wohl viele Stunden später, in einem Bett liegend. Der nervöse Produzent saß neben mir auf der Bettkante und erzählte mir, dass ich mich fast in der kompletten Villa übergeben hätte. War mir das in dem Moment peinlich… Ich murmelte eine Entschuldigung und verließ gesenkten Hauptes die Villa. Erst später wurde mir klar, was da passiert war, und ich ärgerte mich fast mehr über meine unglaubliche Naivität, die selbst mit den blonden Haaren nicht mehr zu entschuldigen war, als über den skrupellosen Produzenten! Er hatte mir eine Droge in den Drink gegeben, um mich gefügig zu machen, die ich aber – Gott sei Dank – nicht vertragen hatte. Ich denke, wenn ich gestorben wäre, hätte er mich wohl einfach im Tiber versenkt, und das wäre es gewesen.
 

Jetzt hatte ich die Nase aber voll von Rom und Dolce Vita. Ich wollte nur noch weg. Also ging es zurück nach good old Germany…
 

Lesen Sie hier die Fortsetzung der spannenden Kolumne von Star-Astrologin Andrea Buchholz!

 
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20.10.2017, 16:27 MESZ
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