Die Kolumne "Aus meinem Leben"

von Premiumberaterin Andrea Buchholz

Als Premium-Beraterin stellen wir Andrea Buchholz mit all ihren Facetten vor. Lesen Sie in ihrer spannenden Kolumne, wie die heutige
Chef-Astrologin des Zukunftsblicks zu ihrer Berufung fand.


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"Aus meinem Leben" von Andrea Buchholz -Teil 2

 


Wie die Astrologie in mein Leben trat


Ich glänzte in der Schule ohnehin nicht durch regelmäßige Anwesenheit, aber als ich eines Tages entdeckte, dass sich gleich neben dem Gymnasium eine astrologische Praxis befand, waren meine Lehrer noch häufi ger auf der Suche nach mir. Hätten sie einfach im Nachbarhaus nachgesehen, wären sie fündig geworden…

Dort wohnte Dr. Joachim Nordmeyer, der genialste Astrologe, den ich je kennengelernt habe. Und: Wer will noch in die Schule gehen, wenn er gerade die älteste Wissenschaft der Welt entdeckt? Ich war begeistert, fasziniert, hingerissen. Seit jeher gieren die Menschen danach, in die Zukunft zu schauen – und die Astrologie ist ein geniales Mittel dazu. Damals wurde ich infiziert mit meiner Droge, der Astrologie. Heute noch bin ich süchtig.
 

Dr. Nordmeyer war ein hervorragender Astrologe, der Deutungen auf den Tag genau machen konnte – und das zu einer Zeit, in der jedes Horoskop noch mit der Hand errechnet werden musste! Einmal rechnete er für sich selbst den schlimmsten Tag im Jahr aus. Als der gekommen war, beschloss er, vorsichtshalber nicht aus dem Haus zu gehen, da er befürchtete, ein Ziegelstein oder Schlimmeres könnte ihm auf den Kopf fallen.
Nun, an besagtem Unglückstag klingelte es an seiner Wohnungstür, und sein Vermieter bat ihn, durch seine Wohnung auf den Speicher gehen zu dürfen. Als der Vermieter das Wohnzimmer betrat, sah er einen staubbedeckten Sonnenschirm, dessen ursprüngliche Farbe seit Jahren kein Mensch mehr zu Gesicht bekommen hatte, ein paar wacklige Campingstühle und ansonsten überall Bücherstapel, über und um die herum man sich seinen Weg suchen musste. Vom Stil her schon wieder passend:
in Fetzen herabhängende Tapetenbahnen oder Wände, von denen leise der Putz rieselte. Diese Wohnung war über 30 Jahre nicht renoviert worden.
Das Ende vom Lied? Dr. Nordmeyer musste renovieren, und da er eher ökonomisch veranlagt – um nicht zu sagen geizig – war, war das tatsächlich die schlimmste Wendung, die der Tag für ihn hatte nehmen können. Es war nicht nur der schlimmste Tag dieses Jahres, sondern der schlimmste seines ganzen Lebens. Vielleicht wäre er doch besser aus dem Haus gegangen.

Als ich 17 Jahre alt war, schmiss ich ein Jahr vor dem Abitur die Schule und meldete mich auf der Schauspielschule an. Ich wollte Schauspielerin werden. Das erzählte ich natürlich auch meinem Haus- und Hofastrologen Dr. Nordmeyer, der aber nach einem Blick in mein Horoskop steif und fest behauptete, dass ich mir das auch schenken könne, da mein Durchbruch erst mit 50 Jahren anstehe und er mich ohnehin Bücher schreiben sehe. Für mich vollkommen absurd bei meiner Deutschnote! Aber er hatte recht, wie immer.

Genial – wenn bisweilen auch ernüchternd – waren daneben seine Prognosen mein Liebesleben betreffend. Kam ich himmelhochjauchzend und verliebt in seine Praxis getänzelt, sagte er mir den Tag der Trennung voraus. So manchem Heiratskandidaten, mit dem ich schon auf dem halben Weg zum Standesamt war, hat er mit einem Blick auf die Radix nicht den Eheschein, sondern den Laufpass ausgestellt. Da ich schon an Suggestion glaubte, schrieb er das Trennungsdatum immer auf einen Zettel, den er mir in einem verschlossenen Briefumschlag überreichte. Und was soll ich sagen? Er hatte immer Recht.
Ich war immer mehr und mehr von der Astrologie fasziniert und überzeugt von ihrer Richtigkeit. Doch als ich ihn bat, mir das Errechnen eines Horoskops und seine Deutung beizubringen, meinte er nur lakonisch: »Dazu sind Sie zu blöd.« Wenig schmeichelhaft, aber ich muss zugeben, dass Rechnen wirklich nicht zu meinen Stärken zählt. Damals gab es noch keine Computerprogramme, und es war eine mühselige Rechnerei, um ein Horoskop zu erstellen. So ließ ich mich 17 Jahre von ihm astrologisch begleiten, und er hat weiterhin mit allem Recht behalten. Es war unglaublich.
 

Was ich ihm allerdings bis heute nicht verziehen habe: Er starb, kurz bevor ich meinen Mann kennengelernt habe. Da hätte ich eine astrologische Warnung gebrauchen können. Und: Kurz vor Dr. Nordmeyers Tod, den er sich selbst errechnet hatte, verschickte er eigenhändig seine Todesannonce. Schon makaber, wenn man die bekannte Schrift auf dem Umschlag sieht und dann den selbst verfassten Nachruf liest. Sein Tod war ein großer Verlust in meinem Leben, jetzt stand ich ohne astrologische Hilfe da und musste mich allein durchs Leben lavieren.
 

Lesen Sie hier die Fortsetzung der spannenden Kolumne von Star-Astrologin Andrea Buchholz!

 
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23.08.2017, 04:18 MESZ
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