Die Kolumne "Aus meinem Leben"

von Premiumberaterin Andrea Buchholz

Als Premium-Beraterin stellen wir Andrea Buchholz mit all ihren Facetten vor. Lesen Sie in ihrer spannenden Kolumne, wie die heutige
Chef-Astrologin des Zukunftsblicks zu ihrer Berufung fand.


* Preisinformation
Alle angegebenen Preise sind Endpreise inklusive der jeweils gültigen Umsatzsteuer.
Zusatzgebühren pro Minute zu den angegeben Preisen können anfallen bei:
Anrufer aus Deutschland: Mobil: +0,40 €
Anrufer aus dem Ausland: Festnetz: +0,20 € | Mobil: +0,60 €

"Aus meinem Leben" von Andrea Buchholz - Teil 1

 


Der geheimnisvolle Geldsegen, der aus Büchern kam



Vielleicht hatte ich kurz vor meiner Geburt noch einmal kalte Füße bekommen, weil ich schließlich wusste, dass ich mir eine ganze Wagenladung voller Lernaufgaben und Prüfungen für dieses Leben eingepackt hatte. Doch die Ärzte kämpften erfolgreich um mein Überleben. Ich denke, dass mich mein kraftvolles Mars-Jupiter-Trigon mit genügend Energie und Zuversicht versorgt hat, um den Sprung auf die Welt zu wagen. Genau genommen nach Eppstein, ein kleines Dorf im Taunus, wo die Klinik stand, in der meine Mutter entband. Und dort ließ man mich volle acht Wochen mutterseelenallein. Obwohl doch die ersten 60 Tage entscheidend sind für das künftige Leben, wie uns die Astrologie lehrt. 60 Tage allein als Neugeborenes entsprechen 60 Jahren Einsamkeit. Und so sollte es später auch kommen.

Nach meiner Geburt sah ich Eppstein allerdings nie wieder und deklarierte Frankfurt zu meiner Geburtsstadt. Immerhin hatte hier auch mein Lieblingsdichter Johann Wolfgang von Goethe 200 Jahre vor mir das Licht der Welt erblickt. Mit der Schule besuchte ich häufi ger sein Geburtshaus,und mit den Jahren wuchs meine Affinität zu Goethe. Wir haben auch viel gemeinsam: Er reiste leidenschaftlich gerne. Ich sitze praktisch immer auf gepackten Koffern. Er schrieb glühende Liebesbriefe. Ich verdiente in meiner Schulzeit gar nicht mal schlecht mit meinem Nebenjob als weiblicher Cyrano. Nur ob ich in einer Kutsche bis nach Italien geholpert wäre, das wage ich doch zu bezweifeln. Goethe war sogar ein Fan der Astrologie, was ich damals allerdings noch nicht wusste. In seinem Gedicht zur Astrologie schreibt er:
 

»… nur der Mond, der soeben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins umso mehr, als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde vorübergegangen.«

Ich wuchs in einer gutbürgerlichen Familie auf. Meine Eltern waren selbstständig in der Modebranche, was meinen mehr als gut gefüllten Kleiderschrank erklärte. Problematisch war allerdings die Tatsache, eine hellsichtige Mutter zu haben. Sie musste mir nur einmal scharf in die Augen sehen und schon deckte sie selbst jede meiner kindlichen Notlügen auf. Es war frustrierend. Dass auch mein Vater unter der medialen Gabe meiner Mutter litt, nützte mir wenig und es gab damals wohl kein einziges Mädchen in ganz Frankfurt, das weniger Geheimnisse vor seiner Mutter hatte als ich – schwierig in einem Alter, in dem es lebenswichtig ist, schlechte Mathematikarbeiten oder nicht ganz gesellschaftsfähige Freunde unter den Teppich kehren zu können.
 

Als ich 15 Jahre alt war, bekam ich als Hausaufgabe auf, ein Kapitel der Bibel zu lesen. Sicher nicht meine Vorstellung von einem gelungenen Nachmittag, aber ich fügte mich ausnahmsweise einmal und trollte mich pflichtschuldigst in die große Bibliothek meiner Eltern. Als ich die Hausbibel an einer zufälligen Stelle öffnete, fielen mir auf einmal 100 Mark entgegen. Wow! Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie schnell das mit den himmlischen Belohnungen für gutes Verhalten funktionierte. Neugierig schaute ich auch in anderen Büchern nach – und mir fielen etliche weitere Scheine entgegen. Zwanziger, Fünfziger und Hunderter. Ich entschied sofort, mit niemandem über diesen unverhofften Geldsegen zu sprechen, aber von da an änderte sich mein Leben. Ich fuhr morgens mit dem Taxi in die Schule, war mehr im Café als im Gymnasium und ließ meine Mitschüler meine Hausaufgaben machen, natürlich gegen ein Entgelt. Dieses unbeschwerte Leben hielt an, da meine Taschen, dank des unermüdlichen Nachschubs aus der »Bibliothek mit den besonderen Büchern« stets gefüllt waren. Seltsamerweise habe ich mich nie gefragt, wo das viele Geld herkam, denn instinktiv war mir klar, dass der Geldsegen dann wohl ein rasches Ende finden würde. Wahrscheinlich war dieses »Im-Geld-Schwimmen« in frühester Jugend auch der Auslöser, dass ich bis heute noch nicht gelernt habe, damit umzugehen.
 

Viele Jahre später, ich war längst erwachsen, erzählte ich meinem Vater diese unglaubliche Story. Er wurde blass und stotterte entsetzt: »Du warst es!« Mein Vater hatte in den Büchern sein Geheimgeld vor meiner Mutter versteckt gehabt und jede Nacht verzweifelt die Bücher geöffnet und gesucht. Er war der Überzeugung gewesen, meine Mutter sei ihm auf die Schliche gekommen, und aus Angst vor Ärger hatte er jedes Gespräch darüber gemieden. Doch es war ganz anders: Die Einzige, die unerklärlicherweise von all dem nichts bemerkt hatte, war meine Mutter gewesen – und so genoss ich eine unbeschwerte Zeit.
 

Lesen Sie hier die Fortsetzung der spannenden Kolumne von Star-Astrologin Andrea Buchholz!

 
Magazin Home
weiter »
Zur mobilen Webseite /
18.08.2017, 23:56 MESZ
/
Top Links: Tarot & Kartenlegen / Hellsehen & Wahrsagen / Horoskope / Traumdeutung
© 2000 - 2016 Questico  588 / ac32 / 9

© für alle Kartenabbildungen Königsfurt Urania. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt Urania.
Registrierung für Neukunden / Login für KundenHilfe