Faszination Blutmond und seine Bedeutung

Es ist eine magische Faszination, die von einer Blutmond-Finsternis, wie sie uns am 26. Mai 2021 erwartet, ausgeht. So mancher Abergläubige meint, in ihr ein göttliches Omen zu erkennen. Die Astronomie hat simplere Erklärungen parat.

Die totale Mondfinsternis ist den Menschen vertraut, doch wie kann sich der Himmelskörper plötzlich blutrot färben? Blutmonde haben als spektakuläres Himmelsschauspiel eine magische Anziehung und sind mit etlichen Mythen verbunden. Viele christliche Vereinigungen glauben an ein Zeichen Gottes, andere genießen einfach den außergewöhnlichen Anblick. Was ist der Blutmond, wann findet er statt und warum strahlt er kupferrot?

Wie entsteht die blutrote Farbe des Mondes?

Mit Blutmond wird aus astronomischer Sicht die rote Optik des Trabanten bezeichnet, wenn eine totale Mondfinsternis entsteht und das Nachtgestirn in den Kernschatten der Erde tritt, ohne dass ihn ein Sonnenstrahl trifft. Der Mond ist allerdings nicht völlig dunkel, da das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre in Richtung Mondschatten abgelenkt wird, was insbesondere durch langwellige Rotanteile des Lichts geschieht. Der an sich verdunkelte Trabant ist deshalb in kupferrotes Licht getaucht . Auch Vulkanasche kann dieses Phänomen hervorrufen.

Welche Planetenkonstellation ermöglicht Blutmonde?

Nur zweimal im Jahr ergibt sich eine Planetenkonstellation, die Blutmonde erzeugen kann. Sonne, Erde und Mond stehen dann exakt in einer Linie. Dadurch kann die Erde das Sonnenlicht abschirmen, sodass es zu einer totalen Mondfinsternis kommt. Es handelt sich im Prinzip nicht um eine echte Finsternis, da der Himmelskörper immer noch zu sehen ist. Einzig die Farbe des Trabanten wechselt von einem strahlenden Weiß oder Goldgelb zu einem satten Rot. In Deutschland ist die nächste totale Mondfinsternis am 26. Mai 2021 zu sehen.

Woher stammt die Bezeichnung „Blutmond“?

Schon seit Jahrtausenden beflügelt der rot gefärbte Mond die Fantasie von Menschen aus allen Kulturen. Eine Passage in der Bibel bezieht sich auf das Blutmond-Ereignis: „Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.“ Darum sind viele Christen überzeugt, dass Blutmonde die Wiederkunft Christi ankündigen, um die Menschen für ihre Taten zu richten. Zahlreiche Legenden ranken sich um die Blutmonde.

Astrologen wählen

Die Germanen glaubten, dass ein riesiger Wolf des Hasses die totale Mondfinsternis auslöst, um den Mond zu verschlingen. Die Ägypter waren überzeugt, dass der böse Gott Seth das Auge des Horus, das als roter Mond am Himmel erscheint, stehlen wolle. In Griechenland galten Hexen als Ursache für die blutrote Farbe, und die Indianer des Amazonas glaubten, dass der Trabant bluten würde, weil er mit einem Pfeil getroffen und verwundet wurde.

Die Blutmond-Tage im Mondkalender

Für eine totale Mondfinsternis muss der Mond im Vollmond stehen. Am 26. Mai befindet sich der Erdtrabant im Vollmond, bereits um 8:47 Uhr wandert er nach und nach in den Halbschatten und dann ab 9:44 Uhr sieht man den Beginn der Mondfinsternis. Die totale Mondfinsternis 2021 setzt um 11:11 Uhr ein, um 11:18 Uhr hat sie ihre maximale Verfinsterung erreicht. Bereits um 13:49 Uhr ist das Schauspiel schon wieder zu Ende.

Mondfinsternisse in den kommenden Jahren

  • 26.05.2021: totale Mondfinsternis (Blutmond), zu sehen von Süd-/Ostasien, Australien und einem Großteil Nordamerikas aus

  • 19.11.2021: partielle Mondfinsternis, zu sehen von Südamerika, Europa, Afrika und Asien aus

  • 15.05.2022: totale Mondfinsternis (Blutmond), zu sehen von Süd-/Westeuropa und Süd-/Westasien aus

  • 08.11.2022: totale Mondfinsternis (Blutmond), zu sehen von Nord-/Osteuropa, Asien und Australien aus

  • 05.05.2023: Halbschattenmondfinsternis, zu sehen von Süd/Osteuropa, einem Großteil von Asien und Australien aus

  • 28.10.2023: partielle Mondfinsternis, zu sehen von Europa, Asien, Afrika und Australien aus

Was bedeutet der Blutmond für die Menschheit?

Forscher aus den Bereichen Astronomie und Physik glauben nicht an düstere Legenden, Blutmond-Mythologien und Geschichten, die sich um den Feuermond ranken, sondern erklären die seltene Himmelserscheinung auf wissenschaftlicher Basis. Was glaubst du? Sind die Blutmonde, insbesondere die jetzige Tetrade, Zeichen für die nahende Apokalypse?

Auffällig ist, dass sich die Blutmond-Phänomene im 21. Jahrhundert deutlich häufen. In seiner Vollmondphase befindet sich der Trabant im Gegensatz zu anderen Jahrhunderten öfter in Erdnähe. Deutsche Astronomen haben errechnet, dass mittlerweile zwei Blutmonde in einem Jahr erscheinen können. Keiner weiß, ob die Blutmonde tatsächlich ein göttliches Omen sind.

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