Spiritualität

Wirklichkeit der Esoterik - Teil 9

Lehrer, Meister, Gurus - gilt in spirituellen Fragen noch die Autorität eines Meisters, und was bedeutet diese eigentlich?


* Preisinformation
Alle angegebenen Preise sind Endpreise inklusive der jeweils gültigen Umsatzsteuer.
Zusatzgebühren pro Minute zu den angegeben Preisen können anfallen bei:
Anrufer aus Deutschland: Mobil: +0,40 €
Anrufer aus dem Ausland: Festnetz: +0,20 € | Mobil: +0,60 €
Wirklichkeit der Esoterik - Teil 9
 

Engel, Lichtkörper, Erleuchtung, Quantenheilung, Wünschen – Topthemen der Esoterik. Was steckt dahinter?
Wie funktioniert das Ganze und was hilft es im praktischen Leben? Wir beleuchten Hintergründe, Entstehung und wichtige Vertreter. Und die Frage: Haben wir alle
Zugang zu diesen Themen und Dimensionen?



Die Zeiten haben sich verändert. Ein autoritärer Führungsstil und nicht hinterfragbare Leitung ist heute nicht mehr in. Aber wie ist es in spirituellen Fragen? Gilt da noch die Autorität eines Meisters, und was bedeutet diese eigentlich?
Um in Indien einen spirituellen Weg zu gehen, gehört es zum guten Ton, eine gewisse Zeit lang einem Guru zu folgen, während bei uns die Unabhängigkeit auch im Geistigen eine große Rolle spielt. Gerade in Deutschland lässt man sich nicht so gerne führen, misstraut erst mal dem angepriesenen Meister. Und doch: Wer wirklich etwas lernen und verstehen will, braucht manchmal eine richtige Führung. So ist es in fast allen handwerklichen Berufen der Fall, und noch mehr im künstlerischen Bereich. Hier überträgt sich ein Stil, eine Energie des Schaffens, die den Lernenden ermutigt, sich ebenfalls damit zu verbinden.
Umso mehr im Spirituellen. Beim Yoga ist das noch selbstredend: Nur der Lehrer kann die Übungen in vollendeter (oder zumindest besserer) Form zeigen. In der stillen Mediation scheint immer mehr die reine Präsenz das Wesentliche zu sein. Einer der bekanntesten indischen Gurus des letzten Jahrhunderts, Ramana Maharshi, war bekannt dafür, dass er in den ersten Jahrzehnten seines Wirkens kein Wort sprach – und doch kamen Menschen aus aller Welt, um in seiner Gegenwart zu meditieren und teilweise sogar zu ganz tiefen Antworten auf eigene Lebensfragen zu kommen, ohne je ein Wort mit dem Meister gesprochen zu haben.

In buddhistischen Schulen ist es heute noch in vielen Traditionen der Fall – egal in welchem Land gelehrt wird –, dass die Übertragung nur durch den Meister geschehen kann. Im Zen beispielsweise zeigt sich dies auf mehreren Ebenen: Zunächst wird gemeinsam mit dem Meister meditiert und Mantren rezitiert. Auch in ethischen Fragen hält er kleine Vorträge oder erzählt praktische Beispiele. Der ernstzunehmende Schüler erhält darüber hinaus noch die Möglichkeit, hin und wieder mit dem Meister allein zu sprechen. Dieser kennt seinen Schüler und gibt ihm eine extra auf ihn zugeschnittene Aufgabe – gipfelnd in einem Koan, eine verstandesmäßig nicht zu lösende Frage, ein Paradoxon. Da der Lehrer weiß, welcher Bewusstseinsschritt beim Lernenden ansteht, weiß er: hat der dieses Rätsel gelöst, hat er auch eine wichtige Erkenntnis für sein Leben gewonnen.
 

Buddha selbst lehnte es zwar ab, als Guru verehrt zu werden, aber mit seinem Beispiel war er dennoch Vorbild für viele. Das ist es vielleicht auch, wie wir »Autorität« heute verstehen und akzeptieren können: Ein Mensch, der einen Weg schon viel weiter gegangen ist als wir, stellt sich zur Verfügung, mit ihm eine Weile zu gehen und sozusagen in seinen Fußstapfen das Gehen zu lernen. Auch in einigen esoterischen Denktraditionen neuerer Zeit wie der Theosophie ist ein echtes Fortschreiten nur mit Hilfe eines Wissenden möglich, einer Art geistiger Hierarchie, wo die »älteren« Seelen den jüngeren auf ihrem Weg weiterhelfen.
Meister, die noch nicht einmal mehr inkarniert sein müssen, da sie ihren »Zyklus des Menschseins« schon abgeschlossen haben, sind Gott (wieder) viel näher gekommen und zeigen den Schülern den Weg dort hin. Das Problem beginnt bei der in der Spiritualität weit verbreiteten Gewohnheit, den Meister zu verehren, alle wunderbaren Eigenschaften auf ihn zu projizieren. Das kann so weit gehen, dass die ungelösten Vater- und Mutterprobleme nun auf den Meister projiziert werden. Ein wahrer Meister erkennt dies und hilft dem Schüler, dies wieder aufzulösen, wenn dieser bereit ist.

Ein Meister meistert im Übrigen nicht automatisch alle Lebensthemen. Während bei einem Zeichenlehrer klar ist, dass man ihn nur in Ausnahmefällen bei anderen Disziplinen wie Fußball oder Holzfällen zum Vorbild nimmt, geschieht dies bei spirituellen Meistern oft erstaunlich schnell. Hier gilt es zu unterscheiden: Soll ich meinem geistigen Lehrer tatsächlich von meinen Beziehungsproblemen erzählen, obwohl völlig unklar ist, ob er überhaupt über reichhaltige Beziehungserfahrungen verfügt – außer der Beziehung mit seinem Mediationskissen? Tja, und dann gibt es immer wieder diese Geschichten über spirituelle Lehrer, die es mit dem erotischen Verhältnis mit den Schülerinnen nicht so genau nehmen. Oder zu sehr...
 


Heute erleben viele Menschen auf ihrem Weg eine intensive spirituelle Entwicklung, ohne je länger mit einem Menschen als Lehrer gearbeitet zu haben. Für manche ist dies natürlich auch der leichtere, bequemere Weg, bei dem die Frage ist, ob er wirklich zur Transformation führen kann: Menschen, die überzeugt sind, aus der geistigen Welt geführt zu werden – von aufgestiegenen Meistern, Engeln oder dem Göttlichen selbst.
Vielleicht ist ja auch das Leben selbst der größte Meister – es führt uns genau zu jenen Lernthemen, die im Moment die richtigen für uns sind. So kann kann auch eine intensive, kurze Begegnung mit einem Unbekannten transformierend sein – er war für einige Minuten unser wahrer Meister.
Manchmal aber, und das lässt sich nur bedingt steuern, ähnlich, wie auch ein Verlieben nicht planbar ist, kommt dann doch einmal ein Mensch ins Leben, der zu einem echten Meister wird. Wenn unser Herz dann Zutrauen hat und wir erkennen, dass er vielleicht tatsächlich die Türe zum nächsten Erkenntnisschritt sein könnte, dann ist es manchmal sinnvoll, mutig zu sein und zu sehen, ob dies tatsächlich so ist.

Aber: Bleiben Sie wach, bewusst, sehen Sie sich die anderen Schüler an und die Lehren, überprüfen Sie, ob der Lehrer sich an das hält, was er lehrt. Dann ist die Herausforderung, nicht allzu abhängig zu werden und sich doch auf gewisse Weise dem Menschen zumindest in den zentralen Themen, für die er steht, anzuvertrauen. Ein wahrer Guru, so war es immer, führt uns schlussendlich zu dem einzigen Meister, dem wir IMMER vertrauen können: Unserem Herzen und unserer inneren Führung. Und natürlich zur Liebe, zu Gott. In Momenten, wo einem das klar ist, gibt es dann keinen Unterschied mehr zwischen Gott, dem Meister und dem eigenen Herzen – eine Aussage, die mental schwer greifbar, aber mit dem Herzen leicht verstanden werden kann.

 
Gratis Questico Kennenlerngespräch sichern
kostenlos registrieren

Ihre Abo-Vorteile

Zeitschrift Zukunftsblick abonnieren

12 Ausgaben pro Jahr. Sie sparen über 13% gegenüber den normalen Bezugspreis.

  • Günstiger als am Kiosk
  • Pünktlich am Erscheinungstag in Ihrem Briefkasten
  • Jederzeit kündbar
Print-Abo bestellen
Zur mobilen Webseite /
27.07.2017, 20:56 MESZ
/
Top Links: Tarot & Kartenlegen / Hellsehen & Wahrsagen / Horoskope / Traumdeutung
© 2000 - 2016 Questico  445 / ac22 / 9

© für alle Kartenabbildungen Königsfurt Urania. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt Urania.
Registrierung für Neukunden / Login für KundenHilfe