Spiritualität

Geistheilung Teil 2

Engel, Lichtkörper, Erleuchtung, Quantenheilung, Wünschen – Topthemen der Esoterik. Was steckt dahinter?


Wirklichkeit der Esoterik - Teil 2


 

Wendezeit ist immer. Und doch potenzieren sich derzeit viele Themen und Krisen, so dass sie sich mühelos auf das Symboljahr 2012 und alle damit verbundenen Transformationserwartungen projizieren lassen. Am 20./22. Dezember 2012, dem – nach einer bestimmten Rechnungsart – Ende einiger Zyklen des Maya-Kalenders, ging die Welt dann doch nicht unter. Auch Massenerleuchtungen wurden zumindest nicht öffentlich bestätigt. Also alles beim Alten? Oder doch ein subtiler Wandel im Bewusstsein vieler? Immer wieder wurden in der Geschichte Weltuntergänge prophezeit. Um die erste Jahrtausendwende gab es Massenpanik aufgrund von Voraussagen des Papstes Sylvester II. und des Johannesevangeliums. Martin Luther verschob im 16. Jahrhundert dreimal das Armageddon-Datum und auch 1666 geschah zum Glück nicht viel. Um 1980 herum verbanden sich mit dem Prädikat »Wassermannzeitalter « und »New Age« viele Erwartungen einer globalen Bewusstseinserweiterung.

 

Es war die Zeit der etwas romantisierten Neuentdeckung alter spiritueller Lehren, vor allem aus dem Osten. Auch das Millennium war ein willkommenes Symboljahr vieler Prophezeiungen. Nun also 2012. Schon 1987 deutete der mittlerweile verstorbene Künstler und Autor José Argüelles in seinem vielbeachteten »Maya-Code« an, dass am 21. Dezember 2012 ein großer Wandel bevorstehen könnte. Das Ende des Maya-Kalenders, astrologische Besonderheiten und ein »Synchronisationsstrahl« aus dem Zentrum des Universums wurden angeführt und später von vielen Autoren übernommen. In den letzten Jahren machte hierzulande Dieter Broers von sich reden. Der Biophysiker, ein Experte für die Erforschung elektromagnetischer Felder und ihrer Wirkung auf den Organismus, entdeckte die besondere Wirkung von 150 Mhz auf unser Bewusstsein: Es führte bei einigen Probanden zu spontanen Bewusstseinstransformationen.

 

 

Broers wies nach, dass diese Frequenz auch von der Sonne ausgestrahlt wird.

 

 Dazu muss man wissen, dass alle 11 Jahre die Sonnenfleckenzyklen ihren Höhepunkt erreichen – Vorboten und Erkennungszeichen großer koronaler Massenauswürfe mit unter anderem dieser Frequenz. Solche »Protuberanzen« wirken, falls sie auf die Erde treffen, stark auf das Erdmagnetfeld ein, was sich beispielsweise in strahlenden Polarlichtern zeigt. Um 2012/2013 herum sind nun besonders große Sonnenflecken vorausgesagt worden, von denen einige bereits zu beobachten waren. Nach Broers bleibt es weiterhin spannend. Diese Massenauswürfe können zu Stromausfällen führen und unseren Geist beeinflussen. Zum Guten? Nun, auf jeden würde dies anders wirken, je nachdem, wie offen der Mensch für Veränderungen ist. Wie stark aber können solch elektromagnetische Einflüsse tatsächlich sein? Das weiß niemand, öffnet aber auch Tür und Tor für Erwartungen und Ängste: Ausfall aller Stromsysteme, vielleicht sogar aller Computer, dadurch ein Zusammenbruch jeglicher Infrastruktur. Einen globalen Bewusstseinswandel wünschen sich viele Menschen.

 

In einigen Bereichen zeigt sich dies tatsächlich: Gedankenaustausch durchs Internet, Graswurzelbewegungen vieler junger Menschen, Occupy und NGOs. Die Esoterik setzt noch eins drauf: Ein Aufstieg in eine höhere Bewusstseinsstufe, in die fünfte Dimension, in den Omega-Zustand eines Theillard de Chardin wird erwartet. Hintergrund ist der Gedanke, dass Evolution auch im Bewusstsein stattfi ndet. Sowohl im Leben des Einzelnen – von Leben zu Leben – als auch in der Gesellschaft. Möglich ist dies. Sicher fühlen und denken wir heute fundamental anders als noch vor hundert Jahren, und möglicherweise würden wir heute gar nichts verstehen, wenn wir Einblick in die Welt 200 Jahre später hätten. Evolution im Geistigen, das war schon um 1900 herum Thema in der Theosophie einer Helena Blavatsky und in der heute noch beliebten Anthroposophie des Rudolf Steiner.

 

Für ihn war das »Mysterium von Golgatha« der entscheidende Wendepunkt in der Erdgeschichte, weil Jesus den Menschen half, ein neues Bewusstsein zu erschaffen. Auch der schon erwähnte Jesuit und Philosoph de Chardin, Sri Aurobindo oder der derzeit spannendste spirituelle Philosoph Ken Wilber sind von einer Weiterentwicklung in Zyklen und Bewusstseinsstufen überzeugt.

 

 

Wie realistisch aber ist ein globales Erwachen, zumindest in der nächsten Zeit?

 

Was in manchen spirituellen Theorien gerne übersehen wird: Wir Menschen sind einfach unglaublich vielfältig. Jeder hat seinen Weg. Mancher lernt in diesem Leben vor allem, erfolgreich zu sein, zu kämpfen, eine Familie zu gründen – ein anderer liebt die Meditation. Schon in kleinen Gruppen geschieht ein gemeinsamer Bewusstseinswandel äußerst selten oder nur so lange, bis einer die offizielle Wahrheit in der Gruppe anzuzweifeln beginnt. Seelische Weiterentwicklung, Bewusstseinssprünge, Erwachen sind zunächst und vor allem zutieftst persönliche Erfahrungen. Es gibt eben 7 Milliarden Wege zu Gott... Mir fällt auf, dass Menschen, die von Grund auf skeptisch und unzufrieden sind, die Zukunft sehr düster sehen – andere, eher frohe spirituelle Naturen dagegen einen Aufstieg in die fünfte Dimension erwarten.

 

Tatsächlich wissen wir ja noch nicht einmal, was in den nächsten fünf Minuten geschehen wird. Und manchmal sind Heilserwartungen eben auch nur Wünsche, vom banalen oder beschwerlichen Leben erlöst zu werden. Wenn mich Außerirdische auf ihre Schiffe holen, weil die Erde einem globalen Reinigungsprozess unterworfen wird, so ist das natürlich ungleich cooler und bedeutender, als dass ich weiterhin meinen Job machen und den Abwasch selbst erledigen muss. Also: Vielleicht leben wir in einer kleinen Wendezeit. Viele Ereignisse geschehen in immer kürzeren Abständen. Klimaanomalitäten – noch eindeutiger nachweisbar als die Klimaerwärmung – Staatenverschuldungen, Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum – alles ein Ruf nach Veränderung, die natürlich, das wissen Leser dieses Magazins längst, im Bewusstsein des Einzelnen beginnen muss.

 

Sind wir dazu bereit, weniger Ressourcen zu verbrauchen, mehr aneinander zu denken und etwas für die armen und benachteiligten Menschen, Tiere, Lebensformen zu tun? Dann werden wir diesen Wandel ganz bestimmt gut bewältigen. Denn wir sind nicht ohnmächtig. Jeder kann schon mit einem guten Gedanken etwas bewirken. So könnte unser Motto lauten: Sei Du der Wandel, den Du Dir in der Welt wünschst!

 

>> zum 1. Teil

 
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18.12.2017, 19:12 MEZ
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