Wirklichkeit der Esoterik - Teil 13

Schamanismus

Wie wird man eigentlich Schamane? Reicht dazu ein Wochenendkurs oder wird man dazu »berufen«?


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Wirklichkeit der Esoterik - Teil 13
 

Wie wird man eigentlich Schamane? Reicht dazu ein Wochenendkurs oder wird man dazu »berufen«?


Sicherlich eher letzteres, aber die Frage ist allein deswegen schwer zu beantworten, weil es zum Wort »Schamane« allein ungefähr hundert verschiedene Definitionen gibt. Eigentlich ist das heute so etwas wie ein Sammelbegriff für die weisen spirituellen Führer, Medizinmänner und Magier alter indigener Völker. Das Wort kommt aus der Sprache der Tungusen Sibiriens, es ähnelt auch dem buddhistischen »samana« (Asket, nach Weisheit Strebender). Laut dem promovierten Anthropologen Michael Harner, der in 40 Jahren Feldforschung fundamentale Prinzipien der schamanischen Praxis herausgearbeitet hat, ähneln sich die Methoden und Sichtweisen der weisen Männer und Frauen, egal, ob aus Asien, Australien, Afrika, Nord- oder Südamerika, auf fundamentale Weise. Sie wirken und wirkten als »Hüter des psychologischen und ökologischen Gleichgewichtes einer Gruppe und ihrer Mitglieder, als Mittler zwischen den sichtbaren und den unsichtbaren Welten« und als Heiler.
 

In vielen Traditionen erlebte der Kandidat eine »schamanische Krankheit «, geriet in körperliche oder seelische Krisen, durch die er eine Art Initiation erlebte und dadurch Zugang zur »Anderswelt« bekam – laut der Schamanen eine Ebene jenseits der unseren. In bewusst herbeigeführten Ekstasen, unterstützt durch Rituale, Trommeln oder Einnahme spezieller Substanzen, erhält er Zugang in diese Welt, aus der er Hilfe und Antworten erhält. Mircea Eliade stellt klar: »Man kann... nicht einen jeden Ekstatiker als Schamanen betrachten; der Schamane ist Spezialist einer Trance, in der seine Seele den Körper verlässt und gen Himmel fliegt oder in die Unterwelt hinabsteigt.« Er tut dies, um die Menschen oder eine ganze Gemeinschaft zu heilen.
Auch gibt es Geschichten, dass der Schamane gar nicht die Wahl hat, sich für diesen »Beruf« zu entscheiden. Stäubt er sich gegen sein Schicksal, wird er krank oder irre. So ergeht es heute noch manchem Geistheiler oder Medium.
 


Die Schamanen erinnern uns an unsere tiefe Verbundenheit mit Mutter Natur. So inspirierten sie westlich engagierte Ökologen zu einer spirituellen Arbeit und Philosophie, der Tiefenökologie, die davon ausgeht, dass es nicht reicht, die Natur zu schützen, um den Menschen zu schützen. Vielmehr geht es darum, sich wirklich mit dem Leben, den Bäumen und den Tieren zu verbinden, ihren Schmerz zu spüren, um ihnen helfen zu können.
Die schamanische Reise ist eine innere Reise in die Anderswelt, eine Art Trance, die durch Musik und Räucherwerk herbeigeführt werden kann – eine Methode, die auch dem Laien eine gute Hilfe auf dem inneren Weg sein kann. Es werden heute allerhand CDs mit geführten schamanischen Reisen angeboten, aber dies wird niemals ein gemeinsames Erleben ersetzen, geleitet von einem Wissenden. In dieser Trancereise können wir inneren Seelenlandschaften begegnen und erhalten oft erstaunliche Antworten in Form von Bildern, manchmal aber auch konkrete Botschaften. Wir können dort Tieren begegnen – vielleicht sogar unserem »Krafttier«. Dieses Krafttier kann uns helfen, bestimmte Fähigkeiten zu fördern. So kann der Suchende zu tiefen Antworten finden, jenseits des Verstandes, der durch den Trommelrhythmus und andere Hilfsmittel eine Weile ruhig gestellt ist...
 

Auch durch ein Schwitzhüttenritual wird man nicht sofort zum Schamanen, aber solch eine Erfahrung kann auf mehreren Ebenen tief wirken und ist deswegen heute im Westen recht beliebt. Auch hier: Suchen Sie sich einen wissenden Leiter, einen Menschen, dem viele vertrauen und der weiß, was er tut. Es ist ein gemeinsames Erleben in einem geschützten Raum, das wie eine zweite Geburt erfahren werden kann: In der Hütte ist es dunkel wie im Mutterbauch. Die Teilnehmer sind nackt, können sich nicht sehen. Heiße Steine werden hereingetragen, die zuvor einige Stunden auf brennendem Holz gelegen waren.
 


Es wird heiß, immer wieder werden die Steine mit Wasser besprenkelt. Eine Art Sauna also. Dazu kommen Trommelschläge – Mutters Herz. Dieser Rhythmus, so weiß man heute, kann uns in andere Bewusstseinszustände führen, weswegen beispielsweise der Schamanismus- Experte Michael Harner überzeugt ist, dass wir aufgrund dieser Wirkung keine zusätzlichen Substanzen einnehmen müssten. Es wird gemeinsam gesungen, gebetet, geschwitzt. Nicht selten geschieht es, dass währenddessen oder nach der Geburt – dem Heraustreten aus dem bewusst sehr kleinen Zugang – der Mensch sich eigenartig frei und neu, klar und bewusst fühlt.
Die Visionssuche ist ein weiteres Ritual mit initiatorischem Charakter. Gerade in unser westlichen Welt, in der es so gut wie keine tiefgehenden Initiationen mehr gibt, um beispielsweise den Übergang in die Erwachsenenwelt zu zelebrieren, hilft so ein längerer Aufenthalt in der Natur, sich seines eigenen Weges und seiner Ressourcen bewusst zu werden. Auch hier ist ein wissender guter Führer unerlässlich, der hilft, sich auf eine lange einsame Zeit in der Natur vorzubereiten.
Natürlich geht dies auch auf einem ganz normalen Spaziergang oder einer Wanderung: Stellen Sie eine wirklich wichtige Frage, beispielsweise, wie ihr beruflicher Weg weitergehen soll und bitten Sie um Antwort. Nicht selten kann es geschehen, dass Sie nach und nach, wenn Sie sich vertrauensvoll in die Eingebundenheit allen Seins eingelassen haben, Zeichen und Antworten aus der Natur bekommen, die Sie je nach ihrer Art, feine Informationen aufzunehmen, erhalten – also Geräusche, innere oder äußere Bilder, ein Windhauch oder ein Vogel, der sich im rechten Moment zeigt.
 

 
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