Totensonntag

seine Bedeutung und Bräuche

Welche Totensonntag Bräuche gibt es? Welche Bedeutung hat der Ewigkeitssonntag? Hintergründe zu dem besonderen Gedenktag jetzt bei uns.


Totensonntag Bedeutung – Charakter des kollektiven Totengedenkens


 

Totensonntag hat im Bewusstsein der Menschen einen festen Platz, um einmal im Jahr den Verstorbenen zu gedenken. Sein kollektives Totengedenken ist verbunden mit dem Glauben an die Unsterblichkeit der Seele.

 

Zu den zentralen Aspekten in der Totensonntag Bedeutung gehört der tief verwurzelte Glaube an die Wiederauferstehung und das ewige Leben nach dem Tod. Der Ewigkeitssonntag als Äquivalent zum Feiertag Allerseelen ist nicht gesetzlich festgelegt, dennoch untersteht der Gedenktag dem besonderen Schutz der Bundesländer. Wie zelebrieren die Menschen den stillen Feiertag. Welche Bräuche, Traditionen und Rituale gibt es? Und woher stammt der Name Totensonntag?

 

 

Welche Bedeutung hat der Ewigkeitssonntag?

 

Der Totensonntag ist der Gedenktag für die Verstorbenen, an dem Menschen die Trauer um ihre Lieben besonders stark wahrnehmen und in ihren Gedanken nah bei ihnen sind. Doch der stille Feiertag ist auch ein Tag der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit verstorbenen Verwandten und Freunden, verbunden mit dem Glauben an Auferstehung, Unsterblichkeit und ewiges Leben. In der evangelischen Kirche wird der Totensonntag auch als Ewigkeitssonntag bezeichnet, der den Gegenpol zum katholischen Feiertag Allerseelen bildet.

 

Totensonntag ist zwar ein nichtgesetzlicher Feiertag, wird jedoch im gesamten Bundesgebiet und in der Schweiz zelebriert. Gleichzeitig unterliegt dieser Tag durch die in den Feiertagsgesetzen verankerten Einschränkungen, wie das Verbot für Musikaufführungen und Unterhaltungsveranstaltungen oder das Tanzverbot. Die Kirchen fordern außerdem vor dem Ewigkeitssonntag immer wieder dazu auf, aus Rücksicht auf den besonderen Gedenktag keine Weihnachtsbeleuchtung in den Geschäften einzuschalten. Der Totengedenktag findet immer am letzten Sonntag im Kirchenjahr und vor dem 1. Adventssonntag statt. Das Datum für den Totensonntag 2015 ist der 22. November. Die Totensonntag Bedeutung im Einzelnen:

 

• tiefes Gedenken an die Entschlafenen

• Trost in der Furcht zu sterben

• Letzter Sonntag im Kirchenjahr als Mahnung an das Jüngste Gericht

• Erinnerung an Gottes letztes Wort am letzten Tag des Menschenlebens

• Erinnerung an die äußeren Grenzen unseres Lebens

• Hoffnung auf Unsterblichkeit, Wiederauferstehung und ewiges Leben

• Zeit des Neubeginns

 

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Die Entstehung des Totensonntags

 

Die offizielle Einführung des Gedenktags am 17.11.1816 erfolgte durch Preußenkönig Friedrich Wilhelm III., was sicherlich auch in der tiefen Trauer um seine Ehegattin Luise begründet ist. Ein weiterer Grund, warum der König den Totensonntag einführte, waren die zahllosen Soldaten, die in den Befreiungskriegen gegen Kaiser Napoleon gefallen sind. Eine Vielzahl der Protestanten wünschte sich einen Gedenktag zu Ehren der Toten. Der Ewigkeitssonntag und die Totensonntag Bedeutung wurden von vielen evangelisch-christlichen Kirchen übernommen und markieren seit dem 19. Jahrhundert den letzten Sonntag im liturgischen Jahr. Zu Beginn wurde ein Totengedenken jedoch von der Reformation abgelehnt. Diese Ablehnung erfolgte mit dem Hinweis auf das Matthäus-Evangelium. Doch das Streben nach einem Gendenktag für die Verstorbenen war nach wie vor präsent und ließ sich nicht unterdrücken. Deshalb wurde der letzte Sonntag vor dem 1. Advent schließlich als Gedenktag auserkoren.

 

Unterschiede in der evangelischen und katholischen Kirche

 

Die evangelische Kirche will den Fokus des Ewigkeitssonntag auf Wiederauferstehung, Trost in der Trauer, christliche Werte und die Hoffnung auf Ewigkeit lenken, und damit weg von der Vorstellung der Vergänglichkeit und dem endgültigen Tod nach dem Sterben. In vielen Gemeinden Deutschlands laden die Kirchen zur inneren Sammlung auf dem Friedhof ein. Oft wird im Hauptgottesdienst auch das Abendmahl gefeiert. In der römisch-katholischen Kirche begehen Christen den Gedenktag als Christkönigsfest, was die Königsherrschaft von Jesus Christus in der Ewigkeit betont und somit Parallelen zum evangelischen Ewigkeitssonntag aufweist. Im alt-katholischen Kalender trägt der Totensonntag auch die Bezeichnung „Sonntag vom wiederkommenden Herrn“ oder „Tag des Jüngsten Gerichts“.

 

Totensonntag Bräuche und Traditionen

 

Totensonntag ist von schönen Bräuchen und Traditionen begleitet. In den Gottesdiensten der evangelischen Kirchen verliest der Pfarrer sämtliche Namen der im Kirchenjahr entschlafenen Gemeindemitglieder. Für jeden ins Gottesreich Gegangenen wird eine Kerze entzündet. In den meisten Kirchen läuten beim Verlesen der Namen die Glocken. Das Glockengeläut geleitet die Fürbitten für die Entschlafenen in den Himmel. Sowohl in den Gotteshäusern als auch auf den Friedhöfen kommen die Menschen zusammen, um denen, die verstorben sind, in ihren Erinnerungen nahe zu sein. Doch viele Trauernde beten auch zu Hause, lesen in der Bibel oder denken einfach an die Zeiten mit den Lieben zurück.

 

Die Hinterbliebenen schaffen am Ewigkeitssonntag ein feierliches Ambiente, indem sie die Gräber mit Grabkerzen, Grablaternen, Engelfiguren, Blumen, Schalen und Gestecken schmücken. Auch das Anzünden von Kerzen am Grab oder zu Hause gehört zu den festen Totensonntag Ritualen. So können die Trauernden sich ihren Gedanken hingeben oder in Ruhe beten. Nicht nur Kirchgänger finden sich am Totensonntag auf dem Friedhof ein, auch viele Menschen, die sonst nur selten einen Gottesdienst besuchen, versammeln sich zum stillen Gedenken am Grab ihrer Verstorbenen. Der Totensonntag hat für die Menschen vorwiegend eine ganz besondere persönliche Bedeutung, unabhängig vom Glauben.

 
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