Samhain

Das Licht in der Dunkelheit

Samhain, das irische Fest der Dunkelheit und Magie. Unsere Experten erzählen, was wir von den alten Kelten lernen können.


Samhain – das Licht in der Dunkelheit
 

Samhain ist die magische Zeit, an der sich Menschen und Geister begegnen können. Was ist an diesem Tag alles möglich?

Samhain

Wenn die Nächte länger werden und Kinder auf der ganzen Welt in Halloween-Kostüme schlüpfen und auf Süßigkeitenjagd gehen, wissen nur die wenigsten, woher diese Traditionen stammen. Dabei wird der Ursprung dieser Bräuche, das keltische Fest Samhain, heutzutage immer noch gefeiert. Als Tag der Dunkelheit, an dem der Schleier zwischen unserer und der Anderen Welt am dünnsten ist, ist es das geheimnisvollste aller irischen Feste.

 

 

Woher kommt Samhain?

 

Samhain ist sehr altes Fest und wird in den frühesten keltischen Quellen, weit vor der Christianisierung Irlands erwähnt. Viele wichtige Ereignisse aus der irischen Mythologie, wie Begegnungen zwischen Göttern oder grandiose Schlachten finden an Samhain statt. Der Ursprung des Namens ist nicht genau bekannt, wird mittlerweile aber gern als “Ende des Sommers” interpretiert.

 

Im 9. Jahrhundert hat die katholische Kirche das Allerheiligenfest auf den 1. November verschoben und mit der Zeit sind Samhain und Allerheiligen miteinander zum modernen Halloween verschmolzen. Samhain markierte in Irland das Ende der Erntezeit und den Beginn des Winters. Traditionell war es die Zeit, um die Vorräte und Herden zu zählen. Die Rinder wurden von den Sommerweiden nach Hause gebracht und das Vieh, dessen Fleisch die Menschen den Winter über ernähren sollte, wurde gewählt und geschlachtet.

 

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Samhain-Bräuche und Rituale

 

Auf Hügeln und Anhöhen wurden Feuer angezündet, die die Sonne symbolisierten. Die Feuer sollten spezielle beschützende und reinigende Kräfte haben und die Dunkelheit und Kälte des Winters in Schach halten. In einigen Gegenden wurden zwei Feuer nebeneinander angezündet, und Menschen und Vieh zogen zur rituellen Reinigung dazwischen durch. Auch Felder wurden zum Schutz vor Geistern mit brennenden Kieferzweigen abgeschritten.

 

In manchen Regionen löschten die Menschen ihre Herdstellen zu Hause ganz und zündeten sie dann mit den Kohlen aus den Lagerfeuern erneut an. Damit wurden Gemeinschaft und Bindung unter den Menschen im Dorf gestärkt. Eine Überlieferung besagt auch, dass die Druiden auf dem Hügel Tlachtga ein heiliges Feuer entfacht haben, mit dem alle vorher gelöschten Herdfeuer der Insel wieder angezündet werden mussten.

 

Auch Wahrsagung war ein wichtiger Teil der Festlichkeiten beim Samhain. Es wurden Äpfel geschält und ihre Schalen dann über die Schulter geworfen. Die Form sollte dann den ersten Buchstaben des potenziellen Zukünftigen andeuten. Paare rösteten Nüssen auf dem Herdfeuer – blieben die Nüsse zusammen, so würde auch das Paar zusammenbleiben. Eiweiß wurde in Wasser gegossen, daraus wurde die Anzahl der zukünftigen Kinder vorhergesagt.

 

Fest der Toten

 

Das Fest als Fenster in die Andere Welt

 

Feste der Toten, an denen es als besonders einfach galt, mit den Verstorbenen und Geister in Kontakt zu treten, sind in vielen Kulturen bekannt und finden häufig zur ähnlichen Zeit statt:

  • Im alten Rom fiel einer dieser Tage auf den 8. November
  • in Mexiko wird der Día de los Muertos vom 31. Oktober bis zum 2. November gefeiert

Auch Samhain gilt als Tag der Toten. Die Zeit um das keltische Fest wurde als „Schwellenzeit“ angesehen, an der die Tore der Anderswelt offenstanden und Geister und Feen leichter in unsere Welt eindringen konnten. Auch die Seelen der Toten sollen ihr früheres Zuhause besucht haben, wo für sie Plätze am Festtisch bereitgestellt wurden. Durch ein gemeinsames Mahl konnten die Ahnen von den Lebenden gewürdigt werden und wurden gleichzeitig dazu ermutigt, Interesse am Leben ihrer Nachkommen zu zeigen.

 

Feen und Geister wurden ebenfalls mit Essen und Trinken besänftigt. Schalen und Teller wurden in den Häusern und auf den Straßen bereitgestellt, dazu wurde ein Teil der Ernte mit Absicht in der Erde gelassen.

 

Auch der uns so bekannte Brauch, sich zu verkleiden und von Tür zu Tür zu tingeln, war ein Teil des Festes an Samhain. Die herumziehenden Menschen sangen und sagten Gedichte im Austausch für Essen und Trinken auf. Die Kostüme waren dabei eine Möglichkeit, sich von den Erscheinungen zu verstecken, die in der Dunkelheit umherzogen. Als Lampen dienten ausgehöhlte Kürbisse, die mit grotesken Gesichtern verziert wurden wurden, um schadenfrohe Geister zu verscheuchen.
 

 

Samhain im Neuheidentum

 

Für die Neuheiden gilt Samhain als das wichtigste der acht Jahreskreisfeste und der Beginn des keltischen Jahres. Es ist die Zeit der Besinnung, in der man auf das Jahr zurückblickt und sein altes Ich darin loslässt. Gleichzeitig ist es die Zelebrierung des Neuanfangs, denn wo etwas endet, muss auch immer etwas beginnen. Die lange, dunkle Jahreshälfte steht nun bevor, eine Zeit, die zum Nachdenken und Entwicklung genutzt werden kann, um mit neuer Kraft wieder das Licht zu begrüßen.

 

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