Ostersymbole

Herkunft und Bedeutung

Im Frühling sieht man sie überall – Osterhasen und Ostereier. Aber was bedeuten diese und andere Symbole, wo haben sie ihren Ursprung?


Ostersymbole


 

Spätestens seit Fasching finden wir sie wieder überall: bunte Ostereier, süße Osterlämmer, schokoladige Osterhasen. Wissen Sie eigentlich, was hinter diesen typischen Ostersymbolen steckt?

 

Ostersymbole - Eier bemalen

Ostern ist das wichtigste aller christlichen Feste. Gläubige Christen gedenken dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi, der als menschgewordener Sohn Gottes die Schuld aller Menschen auf sich nahm – erst dadurch kann uns Menschen die Vergebung unserer Sünden, die Errettung aus dem Tod und ewiges Leben zuteilwerden. Kurz nach Fasching erinnern uns die Schokohasen und die bunt gefärbten Eier in den Läden an das nahende Osterfest. Was aber bedeuten diese Ostersymbole, wo haben sie ihren Ursprung?

 

 

Osterei

 
Ostersymbol Ostereier

Das Osterei ist wohl das Ostersymbol schlechthin. Zwar können wir in den Läden das ganze Jahr über bunt gefärbte und hartgekochte Brotzeiteier kaufen, doch rund um das Osterfest begegnet uns das Ei immer und überall. Kerzen, Pralinenschachteln und Dekoanhänger finden wir im Frühling fast ausschließlich in Ei-Form. In vielen Familien ist es Brauch, ausgeblasene oder hartgekochte Hühnereier zu färben, zu bemalen und zu verzieren – zum eigenen Genuss oder als Geschenk für andere. Im Christentum ist das Ei an sich das Symbol für die Auferstehung, außerdem findet man es – als Hinweis auf die jungfräuliche Geburt Jesu Christi – häufig auch auf Marienbildern. 

 

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Doch ist das Bemalen von Eierschalen weitaus älter als die christliche Tradition, worauf 60.000 Jahre alte archäologische Funde hindeuten. Gefärbte Eier spielen auch in anderen Religionen und Kulturen eine große Rolle – und sie stehen immer für einen Neuanfang im weitesten Sinne.


Übrigens: Das Küken ist ebenfalls ein verbreitetes Ostersymbol. Es steht für Jesus Christus – denn so wie es die Eierschale durchbricht und ans Licht tritt, so durchbrach Jesus die Wände seines Grabes, um aufzuerstehen.

 

 

Osterhase

 
Ostersymbol Osterhase

Neben dem Osterei ist der Osterhase das zweite bedeutende Ostersymbol – er gilt als derjenige, der die Ostereier bemalt und sie als Geschenk für die Kinder am Morgen des Ostersonntags versteckt. Natürlich übernehmen das Verstecken die Erwachsenen – dieser heute noch verbreitete Brauch ist übrigens schon mehrere hunderte Jahre alt. Allerdings galt nicht immer und überall der Hase als der Überbringer des Ostereis. Je nach Region handelte es sich dabei um einen Kuckuck, einen Fuchs, einen Storch oder auch einen Hahn. Letztlich setzte sich der Hase aber durch, nicht zuletzt durch die kommerzielle Verwendung dieses Motivs. Es ist jedoch nicht gänzlich geklärt, wieso ausgerechnet der Hase ein Symbol für Ostern und den Frühling geworden ist.

 

 

Osterlamm

 
Ostersymbol Osterlamm

Anders verhält es sich mit dem Osterlamm: Das Lamm gilt schon im Alten Testament als Opfertier, es steht für Unschuld und Wehrlosigkeit – und ist somit ein Symbol für Jesus Christus, der selbst unschuldig und wehrlos am Kreuz gestorben ist. Das Osterlamm hat seinen Ursprung in der jüdischen Tradition: Dem Neuen Testament zufolge fiel Jesu Tod und Auferstehung in die Woche des Pessach-Festes, eine der wichtigsten Feierlichkeiten im Judentum, zu dem traditionell ein Lamm geschlachtet wird. Die christliche Tradition ist etwas weniger blutig: Aus einem einfachen Rührteig wird ein süßes Osterlamm gebacken, das in der Osternacht geweiht und am Morgen des Ostersonntags als erste Speise gegessen wird. Das Osterlamm ist heutzutage als Symbol etwas in Vergessenheit geraten, aber nichtsdestotrotz eines der wichtigsten.

 

 

Osterfeuer

 
Ostersymbol Osterfeuer

Das Osterfeuer wird häufig in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag entzündet. Diese Tradition stammt ursprünglich aus vorchristlicher Zeit: Das Feuer sollte den Winter vertreiben und den Frühling begrüßen – die Zeit also, in der die Natur wieder erwacht und neues Leben beginnt. So ist es nicht verwunderlich, dass das Osterfeuer ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi darstellt. In manchen Gemeinden entfacht der Priester zum Beginn des Ostergottesdienstes das Osterfeuer mithilfe eines Feuersteins, der das Grab Jesu Christi symbolisiert. Die Funken und Flammen stehen für das Licht und die Wärme, die der Gottessohn auf die Welt gebracht hat.

 

 

Osterkerze

 
Ostersymbol Osterkerze

Bei einer Osterkerze handelt es sich um eine große Kerze aus gebleichtem Bienenwachs, die im feierlichen Gottesdienst der Osternacht geweiht und (am Osterfeuer) entzündet wird. Der Brauch, eine besondere Kerze an einem besonderen Feuer zu entzünden, ist sehr alt, hat einen heidnischen Ursprung (– der den meisten Menschen wenn überhaupt in Verbindung mit dem olympischen Feuer bekannt ist). In der christlichen Deutung ist die (reine, weiße) Kerze ein Sinnbild für den Leib Jesu Christi nach der Auferstehung, die Flamme symbolisiert die Verbindung zum Göttlichen – die Osterkerze steht demnach wie das Osterfeuer für die Auferstehung von Jesus Christus.

 

 

Osterbrunnen

 
Ostersymbol Osterbrunnen

Der Brauch, die öffentlichen Brunnen einer Ortschaft mit Zweigen, bemalten Ostereiern und anderen Verzierungen zu schmücken, stammt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz, ist mittlerweile aber in ganz Deutschland verbreitet. Woher diese Tradition stammt, ist nicht endgültig geklärt. Vermutlich steckt dahinter jedoch nicht mehr als ein Besuchsanreiz für Touristen, die dem sonst recht beliebten Urlaubsziel im Frühjahr meist noch fernblieben. Falls dem so war: Die Taktik ging auf – und das ist kein Wunder, sind die Osterbrunnen doch eine wahre Augenweide.
 

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