Osterbräuche

Traditionelles & Kurioses weltweit

Ostereier, Osterkerze, Osterfeuer: Osterbräuche haben eine lange Tradition. Wir erklären die Osterbräuche hierzulande und weltweit.


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Osterbräuche – Traditionen in Deutschland und aller Welt


 

Zu Ostern feiern Gläubige weltweit Jesu Auferstehung, das Licht und das Leben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich etliche Osterbräuche verändert. Doch der Osterhase hoppelt nicht durch jedes Land.

Osterbräuche

Osterhase und Ostereier in Deutschland, Krepppapier in Mexiko, Osterküken in Schweden – jede Kultur hegt ihre eigenen Osterbräuche. Viele der Ostertraditionen werden bis heute gepflegt, wobei der christliche Ursprung oft eher eine untergeordnete Rolle spielt. Doch wie sind die Osterrituale entstanden und welche Bedeutung haben sie? Und wie unterscheiden sich die österlichen Traditionen in Deutschland und der Welt?

 

 

Osterbräuche – Welchen Ursprung haben sie?

 

Die Osterbräuche, die wir jedes Jahr feiern, haben die unterschiedlichsten Ursprünge. Einige sind wahrscheinlich aus praktischen Gründen entstanden und wurden bis heute weitergegeben, wie das Eierfärben, andere wurden aus anderen Religionen übernommen, wie das Osterlamm. Viele gründen aber auch im Christentum und haben einen enormen symbolischen Wert. Lesen Sie selbst:

 

 

Osterrituale – Welche Osterbräuche gibt es?

 
 

Osterhase

 

Der Osterhase als Eierbringer ist in Deutschland untrennbar mit Ostern verbunden. Schriftliche Erwähnung fand dieser Osterbrauch erstmals im 17. Jahrhundert. Die Ostereier werden nicht nur vom Hasen gebracht, sondern auch bunt bemalt und in den Gärten versteckt. Eigentlich kam der Osterhase erst spät ins Spiel, denn je nach Region waren ursprünglich Fuchs, Kuckuck, Storch oder Hahn für die Ostereiersuche zuständig. Die Osterhasentradition setzte sich im Volksglauben erst mit der Süßigkeiten- und Spielwarenindustrie durch. Der Hase symbolisierte allerdings schon in antiken Zeiten Fruchtbarkeit und war das Lieblingstier der Frühlingsgöttin Ostara sowie der Liebesgöttin Aphrodite.

 

 

Ostereier färben

 

Für diesen Brauch gibt es verschiedene Herkunftsansätze. Wahrscheinlich geht er auf praktische Gründe zurück. Da während der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern auf tierische Produkte verzichtet werden sollte, mussten die Eier, die ja dennoch von den Hennen gelegt wurden, irgendwie haltbar gemacht werden. Man kochte sie schließlich und um sie nicht mit den rohen Eiern zu verwechseln, färbte man ihre Schale bunt ein. Eine andere Legende besagt, dass Jesus Christus dem skeptischen römischen Kaiser Tiberius durch das Rotfärben von Eiern beweisen wollte, dass er (Jesus) tatsächlich auferstanden war. 

 

Ein weiterer Ansatz: Die Abgaben an ihre Lehnsherren erfolgten durch die Bauern oft in Form von gekochten und gefärbten Eiern. Es ist möglich, dass Eier aus ästhetischen Gründen vor dem Verschenken umgefärbt und hübsch dekoriert.

 

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Ostereier verstecken/suchen

 

Das Verschenken von Eiern geht vermutlich auf einen heidnischen Brauch zurück, das Verstecken von Eiern hingegen stammt aus christlicher Tradition. Vermutlich führte man den Brauch ein, um an Ostern den heidnischen Aspekt des Eierverschenkens zu entwerten und es für Christen vertretbar zu machen. Statt die also Eier einfach nur zu plump verschenken, versteckte man sie und schaffte somit ein spaßiges Ritual für die ganze Familie.

 

 

Eiertrudeln

 

Beim Ostereierschieben oder Eierrollen wie das Eiertrudeln auch genannt wird, werden hart gekochte und bunt gefärbte Eier einen Hang heruntergerollt. Derjenige, der das Ei am weitesten rollen lässt (das Ei soll dabei weitestgehend unversehrt bleiben), geht als Gewinner aus dem Spiel hervor. Es heißt, dass reichere Familien ursprünglich Eier für ärmere Familien rollen ließen, die die Eier am unteren Ende des Hanges auffangen sollten. Derjenige, der am Ende die meisten intakten Eier aufgefangen hatte, war der Gewinner.

 

 

Osterlamm essen

 

Lammbraten oder gebackenes Osterlamm als Festtagsgericht gehört in Deutschland zu den verbreitesten Bräuchen. Die Tradition des Osterlamm-Essens geht auf das jüdische Pessachfest zurück, da Jesu Kreuzigung und Wiederauferstehung auf den Zeitraum dieses Festes – den 14./15. Nisan – fiel. Es soll der Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten gedenken. In den christlichen Religionen ist das Lamm Sinnbild für Reinheit und Leben. Das Lamm als Opfergabe wird gern mit Jesus gleichgesetzt, der genauso wie ein Lamm reiner Seele und guter Natur war und sich für andere aufgeopfert hat.

 

Als der ägyptische Pharao die Israeliten nicht gehen lassen will, jagt Gott die berühmten zehn Plagen über Ägypten. Damit die Israeliten verschont bleiben würden, sollten sie ein Lamm opfern und verspeisen (das Lamm war ein beliebtes Opfertier). Mit dem Blut des Lamms sollten sie ihre Fenster- und Türrahmen bestreichen. Am Lammblut würde der Todesengel jene Familien erkennen, die unter der Schutzherrschaft Gottes stehen, und von der zehnten Plage – dem Tod des Erstgeborenen – verschonen.

 

 

Osterfeuer

 

Die schöne Tradition des Osterfeuers dient vermutlich als Erinnerung an den brennenden Dornbusch, in dem Moses Gott erschien. Der Ursprung des Osterfeuers geht jedoch auf einen alten heidnischen Brauch zurück. Mit brennenden Baumscheiben, die einen Berg hinuntergerollt wurden, sollte das Feuer im Frühling die wärmende Sonne auf die Erde bringen, den Winter vertreiben und eine reiche Ernte bescheren.

 

 

Osterwasser

 

Im Volksglauben soll Wasser, das vor dem Aufgang der Sonne in der Osternacht aus einem Bach geschöpft wurde, besonders lange haltbar und gesundheitsfördernd sein. Kinder, die mit Osterwasser getauft werden, sollen sich auf ein glückliches, erfülltes Leben freuen können. Brautpaare, die sich am Hochzeitstag damit beträufeln, begünstigen eine lange, glückliche und stabile Ehe.

 

Osterkerzen

 

Osterkerze

 

Die Lichttradition der Osterkerze geht auf das 4. Jahrhundert zurück. Das Licht ist Sinnbild für das Leben – das an Ostern gefeiert werden soll, das Weiß des Kerzenwachses steht für Hoffnung und Reinheit. Nach ihrer Entzündung durch den Priester am Osterfeuer wird de Osterkerze in der Kirche aufgestellt, daraufhin zünden die Gläubiger daran ihre Kerzen an.

 

Weitere Ostersymbole

 

 

Osterspaziergang

 

Auch der traditionelle Osterspaziergang zählt in Deutschland zu den lieb gewonnenen Osterbräuchen. Mag sein, dass Goethes Faust den Osterspaziergang in Deutschland erst richtig populär gemacht hat, doch ursprünglich handelte es sich dabei um eine alte christliche Tradition: Am Tag der Wiederauferstehung wanderten zwei Jünger Jesu nach Emmaus. Jesus schloss sich ihnen an, wurde aber erst am Ende des Tages beim Abendbrot als Jesus erkannt. Fortan unternimmt man jeden Ostermontag den sogenannten Emmausgang – ursprünglich begleitet von Gesang und Gebet.

Erfahren Sie mehr, was Ostern wirklich bedeutet!

 

Die Osterbräuche und ihre Bedeutungen in anderen Ländern

 
 

Spanien

 

Im katholischen Spanien ist Ostern das wichtigste Fest des Jahres. Während der Semana Santa, der Heiligen Woche zwischen Palmsonntag und Ostermontag, führen Kirchengemeinden und die ihnen zugehörige Bruderschaften (Hermandades) Heiligenprozessionen durch, bei denen Marien- und Christusfiguren auf sogenannten Pasos mitgeführt werden.

 

 

Bulgarien

 

Im orthodoxen Bulgarien werden Ostereier nicht versteckt, stattdessen lässt man sie zerplatzen, indem man schwungvoll mit ihnen nach Familienmitgliedern wirft. Zerbricht das Ei nicht, hat die Person im kommenden Jahr mehr Erfolg als alle anderen in der Familie. Am Ostersonntag stoßen die Bulgaren rot gefärbte Ostereier gegeneinander. In diesem Fall beschert ein unversehrtes Ei das ganz Jahr Gesundheit.

 

 

Frankreich

 

In Frankreich ist der Karfreitag außer in Elsass-Lothringen ein normaler Arbeitstag. Die Kirchenglocken schweigen am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag, um das Leid und Sterben Jesu Christi zu betrauern. Am Ostersonntag läuten die Glocken wieder, um die Freude von Jesus Auferstehung zu bekunden. Es heißt, dass das Glockengeläut von Frankreich nach Rom fliegt, um dem Papst einen Besuch abzustatten und mit Ostereiern im Gepäck zurückkehrt. In Frankreich geht es also ohne Hase.

 

 

Schweden

 

In Schweden bringen die Osterküken die Ostereier. Die Schweden bevorzugen Osterdekoration aus Birkenzweigen und Federbüscheln, mit denen sie gern ihre Wohnungen schmücken. Die Osterfeiertage verlaufen in Stille und Besinnlichkeit.

 

 

Mexiko

 

Die Osterwoche fällt in Mexiko in die Hauptferienzeit, weshalb die Osterfestlichkeiten rund 14 Tage dauern. Im ganzen Land herrscht Festtagsstimmung. Neben den christlichen Osterbräuchen spielen vor allem indianische Traditionen eine Rolle. Die Mexikaner hängen bunte Girlanden aus Krepppapier auf und inszenieren am Karfreitagmorgen ein Schauspiel. Sie stellen nach, wie die römischen Soldaten Jesus mit dem Kreuz nach Golgatha führen. Die düstere Prozession der Kreuzigung folgt am Nachmittag.

 

Frohe Ostern!

 

Möchten Sie die Osterbräuche in anderen Ländern hautnah miterleben? Zu den Osterfeiertagen bieten zahlreiche Reiseveranstalter besondere Specials an. Auf Mallorca können Sie religiösen Prozessionen beiwohnen, in Griechenland wird in feierlich geschmückten Kirchen das heilige Licht an Gläubige weitergegeben. In der Türkei können Sie Hefezöpfe mit eingebackenen Münzen oder Linsen kosten. Und an der Ostsee erwarten Sie bunte Ostermärkte und warme Osterfeuer direkt am Strand. Doch auch daheim wird es Ihnen garantiert nicht langweilig. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Wir wünschen Ihnen frohe Ostern!

 

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