Maibaum

Der traditionelle Liebesbrauch

Der Maibaum gilt als Symbol der Liebe. Doch woher kommt die Tradition?


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Maibaum aufstellen – was steckt hinter der Maibaum Tradition?


 

In der Nacht zum 1. Mai überraschen Männer ihre Angebetete traditionell mit einem Maibaum, da Maibirken oder Maitannen als Liebessymbole gelten. Der Maibaum Brauch wird in vielen Regionen Deutschlands zelebriert.

Maibaum Tradition

Der Maibaum Brauch existiert bereits seit Jahrhunderten, denn schon die Kelten verschönerten an Beltane Bäume mit frischem Grün. Im Rheinland setzen Männer ihren Liebsten frische Birken mit bunten Bändern vor die Tür. In Süddeutschland gehört das Maibaum aufstellen auf dem Dorfplatz zur festen Maibaum Tradition. Doch welche genaue Bedeutung steckt eigentlich hinter dem traditionellen Liebesbrauch? Und wo liegt der Maibaum Ursprung?

 

 

Der Maibaum und seine Bedeutung

 

Ein Maibaum ist ein hochgewachsener Baumstamm, der von Zweigen befreit und bunt geschmückt wird. Nach alter Maibaum Tradition gelten Maibirken oder Maitannen als Symbole der Liebe, Zuneigung, Lebensfreude und Fruchtbarkeit. Je nach Region werden Maibäume ganz unterschiedlich gestaltet. In den ländlichen Gegenden Bayerns präsentieren sich auf dem Dorfplatz von kräftigen Männern aufgerichtete Fichten oder Tannen in den landestypischen Farben Blau und Weiß, während grüne Kränze aus Zweigen oder bunte Maibaum Bänder die Baumspitze zieren. In Franken ist der Maibaum im rot-weißen Streifenlook gehalten. Das Maibaum aufstellen erfolgt in der Regel am Vorabend des Maifeiertages oder am 1. Mai. Normalerweise bleibt ein Baum einen Monat lang bis zum 1. Juni stehen. Mehrjährig aufgestellte Maibäume können bis zu 40 Meter erreichen, während ganzjährig installierte Maibäume in Bayern stolze 55 Meter und höher sein können. In der Maibaum Tradition ist übrigens ein neuer Trend entstanden, denn in einem Schaltjahr, wie jetzt 2016, überraschen nicht die Männer, sondern die Frauen ihr Herzblatt mit einem Frühlingsbaum.

 

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Wo liegt der Maibaum Ursprung?

 

Überlieferungen aus der Antike verweisen auf eine Verbindung zu den alten Fruchtbarkeitsritualen indischer und ägyptischer Kulturen. Die Römer haben den Monat Mai der Maia, Göttin des Wachstums, gewidmet. Am 1. Mai feierten sie ein großes Fest, brachten Opfer dar und stellten einen Baum auf, der ihre Würde symbolisierte und um den sie herumtanzten. Im keltischen Kalender markierte der 1. Mai den Sommerbeginn. Zum Feuerfest Beltane verzierten auch die Kelten Ställe, Bäume und Häuser mit frischem Grün. Im Zuge der Christianisierung wurden die alten heidnischen Riten verboten, da ausschließlich Gott als heilig galt – so auch der Weihe- und Richtbaum. Belegen lässt sich der Maibaum Brauch erst wieder ab dem 13. Jahrhundert, als sich der Frühlingsbaum zum Hoffnung und Freude bringenden Sinnbild entwickelte. Die Tradition vom Maibaum aufstellen etablierte sich dann im 15. Jahrhundert. Die Burschen schmückten naturbelassene Baumstämme mit bunten Bändern und setzten den Baum vor das Haus ihrer Auserwählten. Auch größere Baumstangen kamen zu dieser Zeit als hoch aufgerichtet Maibäume zum Einsatz.

 

Maibaum Bänder

Maibaum Bänder
 

Liebesbeweis – eine alte Maibaum Tradition

 

Im Rheinland und in vielen anderen deutschen Regionen ist der Maibaum ein Liebesbeweis. Bei dieser alten Maibaum Tradition setzen Junggesellen eine Birke oder Fichte vor das Fenster der Liebsten. Damit die Holde weiß, von wem das Bäumchen kommt, ritzt der Junggeselle vor dem Maibaum aufstellen seinen Namen in den Baumstamm oder verewigt ihn auf einem am Baum befestigten Herz. Holt der Junggeselle den Baum nach vier Wochen ab, kann er sich auf einen Kasten Bier, eine Einladung oder gar einen Kuss freuen. Ein weitere Maibaum Tradition ist das Maibaumstehlen. Die Bewohner verschiedener Nachbargemeinden legen alles daran, sich den Frühlingsbaum gegenseitig abzuluchsen. Gelingt der Coup trotz strenger Bewachung, muss das bestohlene Dorf den Baum freikaufen. Bier und Schnaps dienen gerne als feuchtfröhliches Lösegeld.

 

Weitere Maibaum Traditionen, vorwiegend in bayrischen Gegenden sind:

  • Maibaum aufstellen auf dem Dorfplatz: Nach alter Maibaum Tradition wird der Maibaum ohne technische Hilfsmittel von kräftigen Männern mit Schwaibeln (Stangen) aufgerichtet.
  • Maibaumfeste: Die Dorfbewohner treffen sich bei Blasmusik und Bändertänzen, um die Baumaufsteller anzufeuern.
  • Maibaumkraxeln: Die Dorfburschen spucken in die Hände, bestreichen ihre Füße mit Pech und kraxeln nur mit der nötigsten Ausrüstung einen 30 Meter hohen Maibaum hinauf.
     
 

Was bedeuten die Maibaum Bestandteile?

 

Der Maibaumstamm symbolisiert männliche Stärke und Gesundheit. Die Baumrinde muss jedoch entfernt werden, denn der Sage nach könnten sich böse Geister, getarnt als Käfer, unter ihr verstecken. Als Sinnbild für das Weibliche und die Fruchtbarkeit steht der Maibaumkranz. Das im Baumwipfel belassene Grün verleiht dem Maibaum seine Kraft, denn in der Baumkrone wohnen gute Geisterwesen und Götter. Die zumeist aus Krepppapier bestehenden bunten Maibaum Bänder sind Symbole für das Wachstum. Die verschiedenen Farben haben mancherorts noch eine Bedeutung.

 

 

Wo gibt es Maibäume?

 

Da 2016 Jahr ein Schaltjahr ist, können auch die Mädels einen Maibaum aufstellen. Wenn Ihnen ein mickriges Stämmchen als Liebeserklärung allerdings nicht ausreicht, gibt es mehrere Möglichkeiten, an einen stattlichen Maibaum zu kommen. Sie sollten sich jedoch nicht in den Wald schleichen und einen Baum schlagen, denn das ist Diebstahl und Sachbeschädigung. In vielen Städten wie in Köln werden spezielle Maibaum-Verkaufsstellen eingerichtet, auch beim Förster können Sie legal einen Maibaum erwerben. Und wenn Sie gar nicht wissen, wie Sie an ein Bäumchen kommen, gibt es noch das Maibaum-Taxi im Internet. Für etwa 60 bis 80 Euro bringt der Lieferservice eine tagesfrische, geschmückte Birke, stellt sie in der Mainacht heimlich auf und holt den Maibaum auf Wunsch am Monatsende wieder ab.

 
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