Lughnasadh – Die fröhliche Erntezeit

Was ist Lughnasadh?

Der Grundgedanke von Lughnasadh ist die Freude am Leben – wohl im Wissen, dass dunklere und kältere Zeiten auf uns zukommen.


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Lughnasadh – Die fröhliche Erntezeit


 

 Das sonnige Lughnasadh ist das dritte der vier keltischen Jahresfeste. An diesem Tag wird sich für die reiche Ernte bedankt und auf den Herbstbeginn vorbereitet.

 


Das Fest Lughnasadh, in England auch Lammas genannt, wird üblicherweise am 1. August gefeiert und verkündet den Beginn der Erntezeit. Der Grundgedanke von Lughnasadh ist die Freude am Leben – wohl im Wissen, dass dunklere und kältere Zeiten auf uns zukommen. So wie die Bauern die Feldfrüchte in der Kornkammer lagern, so speichern auch die Menschen die warmen Strahlen und die Kraft der Sonne, um gut durch den grauen Winter zu kommen.

 

Lughnasadh – das Lichtfest des Gottes Lugh

 

Überall dort, wo der Ackerbau eine wichtige Rolle spielt, werden Erntedankfeste gefeiert, wie z.B. das jüdische Sukkot oder das slawische Dozhinki. In der Südhalbkugel fallen sie meist auf den Frühling, bei uns in der Nordhalbkugel auf den späten Sommer und Herbst. Der Gott Lugh selbst, der strahlende Krieger und eine der Hauptgottheiten des keltischen Pantheons, soll Lughnasadh zu Ehren seiner verstorbenen Ziehmutter Tailtiu begründet haben.
 

Tailtiu erlag ihrer Erschöpfung, nachdem sie weite Teile von Irland gerodet und für den Ackerbau nutzbar gemacht hatte. Auch Lugh, der den Beinamen „der Kunstfertige“ trug und in Irland für seine Scharfsinnigkeit verehrt wurde, trug wesentlich zum Wohl der keltischen Völker bei. Das schaffte er, indem er den Sieg über mehrere feindliche Gottheiten und Geister errang, die den Menschen das Recht auf ihre Ernte entziehen wollten.
 

So bedankten sich die Menschen in Irland und Schottland bei den beiden mit üppigen Feierlichkeiten. Ähnlich den Olympischen Spielen in Griechenland, wurden im irischen Tailtin bis ins 12. Jahrhundert sportliche Wettbewerbe, Pferderennen und rituelle Aufführungen, die von den Taten des Gottes berichteten, veranstaltet.

 

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Die Geschichte des Lughnasadh

 

Überall in Irland wurde zu Lughnasadh das erste Getreide geschnitten und den Göttern als Opfer dargebracht. Auch wurde in manchen Dörfern ein heiliger Stier geopfert und sein Fleisch und Fell verarbeitet. Ein junges Tier hat daraufhin seinen Platz in der Herde eingenommen, so wie es der Kreislauf des Lebens verlangte.
 

Traditionell wurden Hügel und Berge mit Lughnasadh in Verbindung gebracht. In der Antike wurden auf Anhöhen Rechtsstreitigkeiten geklärt, Ehen arrangiert und Arbeiter für die kommende Ernte angeheuert. Daher stammt auch der Brauch, auf Berge und Hügel zu steigen, die mit der Christianisierung von Irland zunehmend zu Pilgerwanderungen wurden. So klettern bis zum heutigen Tag am ersten Sonntag im August bis zu 30.000 Pilgerer auf den Croagh Patrick, dem heiligsten Berg in Irland.

 

 

Rituale des Lughnasadh Festes

 

Ein altes Ritual ist auch das Sammeln von Heidelbeeren. Wurden Heidelbeeren in Fülle gefunden, so würden auch die Erträge reichlich sein. Eine reiche Ernte garantierte, dass das ganze Dorf sicher die Wintermonate überstand. Aus den gesammelten Beeren wurden Kuchen gebacken und Wein hergestellt, von denen alle probierten.


In England war es üblich, einen Brotlaib aus neu geerntetem Getreide in die Kirche zu bringen und weihen zu lassen. Später wurde dieser Laib in vier Teile gebrochen, die in den vier Ecken der eigenen Scheune platziert wurden, um das geerntete Getreide zu beschützen.


Oft mussten die Pächter am 1. August das frisch geerntete Getreide ihren Grundherren vorzeigen. Auch Musiker und Handwerker präsentierten ihre neuesten Kreationen, in der Hoffnung, die Gunst eines reichen Gutsherren zu gewinnen. Neben dem Maifest Beltane galt Lughnasadh als günstige Zeit, junge Menschen zu verkuppeln und Probeehen zu schließen. So eine Ehe dauerte ein Jahr und einen Tag – danach wurde ganz friedlich entschieden, ob sie weitergeführt werden sollte, oder die beiden ihre eigenen Wege weitergingen.

 

 

So wird Lughnasadh heute gefeiert

 

Heutzutage wird Lughnasadh in Irland vor allem mit üppigen Jahrmärkten zelebriert, die zahlreiche Touristen anziehen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Fest jedoch durch die Neuheiden wiederbelebt und in ganz Europa verbreitet.


Im Neuheidentum ist Lughnasadh das erste der zwei Erntedankfeste – das zweite findet zur Tagundnachtgleiche statt – und eins der insgesamt acht Feste im heidnischen Jahreskreis. Es wird von einigen am astronomischen Mittelpunkt zwischen Sommersonnenwende und der herbstlichen Tagundnachtgleiche, von anderen am nächstmöglichen Vollmond oder der Einfachheit halber doch wieder am 1. August gefeiert.


Mit Lagerfeuern, kleinen Strohpuppen und selbstgebackenem Brot zelebrieren Heiden dabei den Herbstbeginn und bedanken sich bei der Natur für die reichen Gaben, die sie beschert. Auch wenn die meisten Menschen mittlerweile in der Stadt leben und nicht viel mit Ackerbau zu tun haben, stimmen sie sich an Lughnasadh auf den Wechsel der Jahreszeiten ein und erinnern sich daran, dass um reich zu ernten, sie im nächsten Jahr auch reich säen müssen.
 

 
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