Hinduismus

Die älteste lebende Religion der Welt

Der Hinduismus besagt, dass Alles ein Ausdruck der kosmischen Kraft ist. Lesen Sie seine Herkunft und welche Lehren die Religion befolgt.

 


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Der Hinduismus und die Heilige Kuh


 

Hinduismus gilt als eine der komplexesten und tolerantesten Religion der Welt. Innerhalb des Hinduismus ist fast jede religiöse Form vertreten, die jemals von der Menschheit praktiziert wurde. Wo auch immer Hinduismus einer anderen Religion begegnete, absorbierte er meist friedlich ihre Glaubenssätze, Rituale und Traditionen.


Das Wissen um die Anfänge des Hinduismus ist begrenzt. Es ist bekannt, dass die nomadischen Viehtreiber, die sich selbst als Arier bezeichneten, von Persien aus in die Flussebenen des Indus und des Ganges im zweiten Jahrtausend v. Chr. vorgedrungen sind und ihre Kultur und Sprache, die später zu Sanskrit wurde, mitgebracht haben.

 

 

Das Kastensystem in der Religion

 
Hinduismus Göttin Kali

Der Grundsatz der Kastenordnung liegt darin, dass die Lebewesen von Geburt an nach Aufgaben, Rechten, Pflichten und Fähigkeiten streng voneinander getrennt sind. Die Gesellschaft der Arier hatte vier Klassen:

  • Brahmanen, die Priester und Gelehrten. Ihre Farbe war Weiß
  • Kshatriyas, die Krieger und Landbesitzer. Ihre Farbe war Rot
  • Vaishyas, die Händler und Handwerker. Ihre Farbe war Gelb
  • Shudras, die Diener und Knechte. Sie entstammten den von den Ariern eroberten Völkern und ihre Farbe war Schwarz

Unterhalb der vier Hauptkasten waren die Dalits, die „Unberührbaren“. Der einzige Weg in der Religion, in dem Kastensystem aufzusteigen, war durch Wiedergeburt. Heutzutage ist das System offiziell verboten, hat jedoch immer noch starke soziale Einflüsse.

 

 

Die Lehren des Hinduismus

 

Die heilige Schrift des Hinduismus sind die Veden, die aus vier Teilen bestehen: dem Rigveda, der Samaveda, der Yajurveda und der Atharvaveda. Jeder Teil ist in vier weitere gegliedert und mit Hymnen an die Götter (die sogenannten Mantren) versehen. Sie beinhalten Rituale, Anweisungen für Einsiedler und philosophische Abhandlungen, Upanishaden genannt.


Die 14 wichtigsten Upanischaden sind dabei das Herz des Hinduismus. Sie lehren, dass alle Dinge und Wesen unserer Realität ein Ausdruck der kosmischen Kraft Brahman ist. Brahman ist das unsichtbare, unhörbare, unveränderliche Göttliche, das allem Dasein zugrunde liegt.
Alles, was nicht Brahman ist, ist hingegen Maya, eine Illusion. Alle weltlichen Vergnügen, Erfolge, Reichtümer sind auch eine Illusion und entspringen der mangelnden Kenntnis der wirklichen Realität. Alle Menschen, die darauf bestehen, in dieser Illusion gefangen zu sein, sind durch das Gesetz des Karmas gebunden und ewig in dem Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt gefangen.


Um diesem Kreislauf, dem Samsara, zu entkommen, muss der Mensch die Einheit zwischen dem individuellen Selbst und dem Brahman erkennen. Er muss die wahre Realität unter dem Schleier der physischen Existenz sehen und die Illusion und das eigene Ego aufgeben. Dafür wird er mit unendlichem Sein, unendlichem Wahrnehmen und unendlicher Freude belohnt.


Der Weg dahin, so die heiligen Texte der Religion, liegt unter anderem in Askese, Meditation und Yoga. Die Bhagavad-Gita, der berühmteste Text des Hinduismus, erzählt von einer Begegnung des Ritters Arjuna mit dem Gott Vishnu. Sie lehrt, wie ein Mensch das Nirwana erlangen kann, nämlich durch Askese, Meditation, Hingabe und Verehrung der Götter, oder durch Gehorsam und Befolgung der Regeln der eigenen Kaste.

 

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Die Götter des Hinduismus

 

Während die intellektuellen Eliten in Indien die Upanishaden studieren, und die Erlösung durch Erlangen von Wissen und Erkenntnis anstreben, folgt der Großteil des Volkes dem rituellen Teil der Veden und widmet sich der Anbetung der Götter.


Es gibt Tausende größerer und kleinerer Götter in der Religion des Hinduismus, aber am meisten wird die Dreiheit Trimurti verehrt, die drei göttlichen Prinzipien des Kosmos: Brahma, der Schöpfer; Shiva, der Zerstörer und Vishnu, der Erhalter. Diese Drei, die jeweils den Elementen der Erde, des Wassers und des Feuers zugeordnet werden, bedingen und ergänzen sich gegenseitig.


Der Mythos besagt, dass Vishnu auf der Erde in neun Inkarnationen, den sogenannten Avataras, erschienen ist und in einer zehnten erscheinen wird, um das Ende der Welt einzuläutern. Der achte Avatar ist dabei Krishna, einer der berühmtesten und am meisten verehrten hinduistischen Götter. Auch Buddha und Jesus Christus werden im Hinduismus als Erscheinungen von Vishnu angesehen.

 

Hinduismus Gott Ganesha

 

Hinduismus und die Rolle der Frau

 

Der Hinduismus kennt eine Vielzahl weiblicher Götter, unter anderem eine weibliche Trimurti, Tridevi genannt. Sie besteht aus Saraswati der Schöpferin, Lakshmi der Erhalterin und Kali der Zerstörerin und wird von den Anhängern der weiblichen Form des Gottes Shakti verehrt.
Die Frau an sich hat jedoch nur eine sekundäre Rolle im Hinduismus. Laut den Veden wurde sie von Brahman erschaffen, um dem Mann behilflich zu sein und für die Erhaltung der Familientradition zu sorgen. Ihr Platz war im Haushalt und ihr Status war an ihre Rolle als Tochter, Ehefrau und Mutter gebunden. Noch heute sind in dieser Religion die Hauptaufgaben der Frau die Ehe und Mutterschaft, und das Bild der opferbereiten Gattin ist für viele immer noch das Modell der idealen Frau.

 

 

Die Heilige Kuh des Hinduismus

 

Dass die Kuh den Hindus heilig ist, ist allgemein bekannt. Die Wurzeln dafür liegen ebenfalls in den Veden, in denen Kühe als göttliche Wesen dargestellt werden. Krishna selbst soll ein Kuhhirte und Beschützer der Kühe sein. Zudem ist das Reittier Shivas ein Bulle. Es gibt in den Veden jedoch Hinweise darauf, dass früher Rindfleisch gegessen wurde, allerdings handelte es sich dabei stets um das Fleisch von Opfertieren. Auch heute ist Vegetarismus für die Hindus kein Dogma, die vegetarische Lebensweise jedoch, die kein Töten anderer Lebewesen erfordert, wird als die ethischere angesehen.

 
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