Glück

Wer Glück hat, ist auch glücklich?

Lilly Patel aus Berlin zeigt: Für dauerhaftes Glück braucht es nicht nur Anstrengung und Zeit, sondern viel Mitgefühl.


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Wer Glück hat, ist auch glücklich?


 

Vom Irrtum des Glücks

 

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist so alt wie die Menschheit selbst. Und ebenso zahlreich wie die Versuche, darauf eine Antwort zu finden, sind die Menschen und Wissenschaften, die dies versucht haben: Philosophie, Soziologie, Theologie und diverse Disziplinen der Naturwissenschaft - sie alle haben ihre größten Denker dazu angehalten, dieses wohl größte Geheimnis menschlichen Lebens zu ergründen.

Schlüssel zum Glück

Die Fortpflanzung um ihrer selbst Willen wird von den Naturwissenschaftlern als Bedeutung des Lebens gesehen. Der Sinn des Lebens ist dort das Leben selbst. Viele Religionen hingegen sehen den Sinn allen irdischen Daseins darin, dem jeweiligen Gott zu dienen und ein Leben im Einklang mit den religiösen Grundsätzen zu führen. Nicht so aber der Buddhismus. Ihr höchster Trülku, der Dalai Lama, vertritt eine Ansicht, die wohl besonders den westlichen Menschen im ersten Moment ein eifriges Kopfnicken entlocken wird: "Ich denke, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein." Und tatsächlich ist die Frage nach dem Sinn des Lebens eng verknüpft mit der Frage nach Glück und Erfüllung.

 

Doch was ist Glück?

 

Etymologisch betrachtet findet das Wort Glück seinen Ursprung im mittelniederdeutschen Wort gelucke (Zufall) beziehungsweise dem mittelhochdeutschen gelücke (Schicksal) und bezieht sich auf den günstigen Ausgang oder das gute Ende eines Ereignisses. Hier knüpft auch der Duden an, wenn er Glück zum einen beschreibt als "etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist" und zum anderen als "günstige Fügung des Schicksals" betitelt, die Empfindung selbst als "angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat" beschrieben.



So unterschiedlich die Kulturen und Religionen, die sich auf die Suche nach Sinn und Glück machen, auch sein mögen, eines verbindet sie alle: Die Beschreibung des Glücks als einen angenehmen Gefühlszustand. Die Empfindung selbst ist dabei aber genauso ausdifferenziert und vielfältig, wie es der Mensch in seiner individuellen Wahrnehmung ist. Des einen Glück kann des anderen Leid sein. Und dennoch orientiert sich der Mensch der westlichen Kultur dabei an konformen Werten, übernimmt die Norm einer Masse und hechelt einem Gespenst hinterher, das verspricht zu bleiben - und immer nur geht. Wie lässt sich Glück also ausdifferenzieren?

 

Spirituelle Beratung

Grundsätzlich muss man zwei Arten von Glück unterscheiden: Glück haben und Glück empfinden. Wir haben Glück im Leben, Glück in der Liebe. Und im Spiel. Im Glücksspiel - oder im Spiel mit dem Glück. Denn die glückliche Fügung oder die Gunst der Umstände, trifft eben nicht jeden - so betrachtet scheint es sich hierbei um ein Zufallsprodukt zu handeln. Auf der anderen Seite sind wir glücklich, wenn unsere Wünsche in Erfüllung gehen, wir uns freuen oder amüsieren und unser Leben übereinstimmt mit unseren Wertvorstellungen. Die eine Form von Glück findet im Außen statt und ist kurzlebig: Ein gewonnenes Preisrätsel oder ein Lob vom Chef. Letzteres ist sicher nicht Zufall, aber nicht jeder, der Lob verdient hätte, bekommt es auch.



Die andere Form von Glück findet ihr Zentrum in einem gewissen langlebigen Inneren - und sei es nur in ihrem Echo. Das Glück des Außen - oder der Impuls eines im Außen stattfindenden Ereignisses - wird nach innen transferiert (geht sozusagen unter die Haut), wo es tief empfunden wird und lange andauert. In diesem Fall ist der Mensch eins mit sich und seiner Vorstellung vom Leben. Und es wäre wahrscheinlich treffender, hier von Zufriedenheit zu sprechen. Wie einfach scheint es da doch, nach dem Glück im Außen zu streben, getreu dem Motto: Wer Glück hat, ist auch glücklich. Nach einer Form des guten Gefühls zu greifen, die sich in äußeren, meist materiellen Werten auf eine Art manifestiert, die greifbarer erscheint als die Vagheit eines Gefühls im Inneren, das in unserer westlichen Welt inzwischen wie ein Mythos anmutet. Denn es ist das Glück der anderen, an dem wir das unsere messen.



Und vielleicht ist dies einer der größten Trugschlüsse der westlichen Kultur: Dass die meisten Menschen glauben, dass sie irgendwann - mit genügend Wohlstand, Kindern oder Anerkennung - das Glück zu einem Dauerzustand machen können. Und so taumeln sie von einem Glücksmoment zum nächsten - gebeutelt von der ewig wiederkehrenden Enttäuschung ihrer Annahme, der Moment müsse bleiben, um von einem tatsächlich glücklichen Leben sprechen zu können. Aber Glück ist nichts, das einmal erreicht, auf ewig hält.

 

 

Glück ist nie von Dauer

 

Stellen wir uns einmal vor, dass das Glück tatsächlich bliebe. Das Gefühl von Erfüllung und Adrenalin anhielte und nicht mehr abebbte. Was würde passieren? Würde das Glück, das wir empfinden ewig gleichbedeutend sein, gleich intensiv und von uns im selben Maße wertgeschätzt? Oder würde sich dieses so sehr herbei Gewünschte abschleifen, wie das Profil zu oft befahrener Reifen? Braucht nicht alles in diesem Leben seinen Gegenspieler, so, wie ein Reifen einen Widerstand braucht, an dem sein Profil zur Geltung kommen kann?



Natürlich ist die Welt eins, die universelle Energie durchdringt alles und das eine ist sowohl das andere. Aber unsere Weltlichkeit hat uns in polare Lager gespalten, die uns erst über ihren Gegensatz wieder zum Ganzen bringen werden. Und so schätzen wir das Licht erst nach tiefer Dunkelheit und das Wasser nach langer Durststrecke. In der Mitte dieser Kontraste zentriert sich der Wert unseres Empfindens. Nehmen wir also an, das Glück wäre tatsächlich ein Zustand von Dauer, es wäre ziemlich sicher, dass wir ihn nach einiger Zeit nicht mehr wahrnehmen würden und uns für unglücklich hielten, obwohl wir es eigentlich nicht sind - sondern nur unsere Zufriedenheit nicht mehr fühlen, die weder vom Licht ihres Gegenübers bestrahlt noch von seinem Schatten verdeckt wird. Sie ist einfach nicht mehr spürbar. Und so kann auch Glück kein Zustand sein, sondern nur ein Prozess oder ein Weg.

 

Wege zum Glück

 

Wege zum Glück

 

Der Dalai Lama sieht diesen Weg zum Glück - oder die "Ursache", wie er es bezeichnet - vornehmlich in einer geistigen Entwicklung. Er betont die Minimierung von Ärger und die Kultivierung von Güte und Warmherzigkeit. In der oben angesprochenen Bipolarität können wir uns schulen, können versuchen, unser eigenes, negatives Verhalten zu schwächen und das positive zu stärken. Dort, wo die Gesellschaft die Ellenbogen ausfährt, gilt es sich zurückzunehmen und das eigene Handeln und Reagieren abzuwägen. Situationen, die konfliktreich sind, sind ein wahrer Nährboden für die "Neuausrichtung von körperlichen und sprachlichen Handlungen, um anderen nicht zu schaden", aber auch der Alltag sonst bietet Möglichkeiten genug, sein Mitgefühl und die Liebe zum Menschen an sich zu kultivieren.

Es ist nicht wesentlich, einen Status anzustreben oder ein gestecktes Ziel zu erreichen. Dort, wo sich die Abwesenheit von Leid findet, findet sich das Glück. Und dabei geht es nicht um Wahrhaftigkeit und nicht um Konfliktvermeidung. Es geht um Konzentration, Meditation und Stille. Ein Prüfen des eigenen Seins im Verhältnis zum Sein der anderen. "Die eigentlichen Geheimnisse auf dem Weg zum Glück sind Entschlossenheit, Anstrengung und Zeit." Und das erfordert Arbeit - lebenslange Arbeit, nicht nur an sich, sondern dadurch eben letztlich auch für sich und für das Wohl der anderen. Der Umkehrschluss von Leid ist nicht eine Welt voller Heil und Segen in der Glückseligkeit herrscht. Glück ist nur wie ein Muskel, der trainiert werden will. Ein wohlgeformter Bizeps ist auch kein Zustand, sondern das Ergebnis harten Trainings - ein Ergebnis, das sich verflüchtigt, sobald das Training eingestellt wird. Doch lässt sich tibetische Weisheit in einem westlichen Kontext überhaupt leben? In einem Werte-Rahmen, der Erfolg verlangt und manchmal auch Selbstaufgabe und in dem ein egoistischer Ansatz eher Verständnis findet als ein humaner?

Laut Wort-Ursprung war Glück sinngemäß "das gute Ende von etwas". Kehren wir dorthin zurück zu diesen Worten, lässt dies nur einen Schluss zu: Erst am Ende können wir sehen, ob unser Leben glücklich war. Erst das Ende unseres Lebens erlaubt uns einen Blick auf das Ganze. Dort, wo keine Zukunft mehr ist, ist das irdische Bild komplett - und Glück als Wertung möglich. Man kann nicht glücklich werden - man kann nur glücklich sein!

 

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Kennen Sie dieses Gefühl? Glück haben immer die anderen.
Egal, ob Sie ein Liebespaar beobachten oder jemand vor Ihnen den letzten Parkplatz der Straße ergattert hat - das Gefühl, selbst nicht zu den Beschenkten zu gehören, gräbt sich zuweilen tief ins eigene Bewusstsein.
Dass es erstrebenswert ist, glücklich zu sein, ist selbstverständlich. Doch Glück ist sicher nicht der Sinn des Lebens, auch wenn uns das so mancher falsche Prophet gerne weismachen will.

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