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Das Arthur Findlay College

Michelle Schopen besuchte Englands renommierte Geisterschule während einer "German Week".


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Das Arthur Findlay College - ein Erfahrungsbericht (Teil 2)


 
Dienstag, 11:00 Uhr  
Das Museum des Arthur Findlay College mit Ektoplasma-Fotografien

Das Museum des Arthur Findlay College mit Ektoplasma-Fotografien

"Es gibt keine bösen Geister oder Dämonen", erklärt Medium Angie, die meine Arbeitsgruppe leitet, aus tiefster Überzeugung und lächelt dabei ergeben, denn diese Frage hat sie schon so oft beantworten müssen, dass sie sie im Schlaf herunterbeten kann. "Weder ich noch die anderen Medien, die hier arbeiten, haben in der Geistigen Welt jemals etwas derartiges gesehen. Ich persönlich glaube, dass die meisten Phänomene, die hier auf Erden zu beobachten sind, der Psyche der Menschen entspringen.

Die geistige Welt hat keine böse Absicht. Es gibt da einfach nur sehr viele Geister, die sich freuen, wenn sie mit uns kommmunizieren können." Als ich nachbohre, setzt sie noch hinzu: "Du ziehst immer nur an, was du selbst aussendest und wofür du offen bist." Hmm, das ist nun eine komplett andere Aussage als zuvor, aber ich beschließe, es dabei zu belassen und mich an ihren ersten Sätzen zu orientieren, vor allem, weil es sich damit wesentlich entspannter leben und schlafen lässt, besonders an einem Ort wie dem Arthur Findlay College.

So sehen das wohl auch viele Teilnehmer der German Week. Und dennoch bleibt die Nacht hier für viele Angst einflößend, besonders, wenn man an der Galerie vorbei muss. Denn dort befindet sich in einem kleinen, gläsernen Anbau das Museum des Arthur Findlay College. Und an dessen Wänden wiederum kleben allerlei interessante bis unheimliche Ektoplasma-Fotografien, die zeigen, wem oder was man nicht begegnen will, wenn man mitten in der Nacht schlaftrunken einem dringenden Bedürfnis stattgeben muss. Es sei denn natürlich, man gehört zu einer anderen Fraktion der Teilnehmer, den "Ghostbusters", für die das nächtliche Jagen nach Geistern den wahren Thrill von Stansted Hall ausmacht.

 
Mittwoch, 13:00 Uhr  

Ich bin beruhigt. Nachdem ich vor zwei Tagen bei einer Übung zur Hellsichtigkeit völlig versagt hatte und schon dabei war, mir jegliche mediale Begabung abzusprechen, ist es heute ganz anders. Heute haben wir in unserer Gruppe geübt, wie man in der Aura liest, dann in die geistige Welt wechselt und wieder zurück. Es hat gut geklappt, meine Angaben über die Person, in deren Aura ich las, waren richtig und in der spirituellen Welt hatte ich zwei Kontakte und Botschaften, die von den Mitstudenten, für die ich gearbeitet habe, erkannt wurden.

Ich frage Angie, wie es kommt, dass es an einem Tag so schwer sein kann, einen sinnvollen Kontakt aufzubauen, und am nächsten Tag so leicht. Angie erklärt uns, dass man nicht nur zu den Menschen auf der Erde einen Draht hat, sondern auch zu denen in der geistigen Welt. Je besser der Draht, je stimmiger die Chemie, um so klarer oft die Botschaft.

 
23:00 Uhr  

Wenn die Nacht hereinbricht, dann gehen im College und auf dem angrenzenden Dorffriedhof nicht nur die Geister, sondern vor allem die Geisterjäger um, ihre nächtlichen Aktivitäten nehmen zu, je näher wir dem Ende der German Week kommen. Gejagt werden Geistererscheinungen, Spukphänomene und Orbs. Einige finden sich zusammen, um nachts mit der Kamera bewaffnet in den dunklen Räumen im Erdgeschoß des Colleges zu jagen, die hartgesottenen begeben sich auf den Friedhof.

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Währenddessen sitze ich mit drei Leuten in der Bar und bekomme haarsträubende Geschichten zu hören. Zwei erzählen, dass sie bei ihrem letzten Kurs hier einen Geist im Zimmer hatten, der jede Nacht durch die Wände kam und immer an der Bettdecke zupfte, bis sie ihn schließlich fragten, was er wollte, worauf sie Bilder von einer Grabinschrift und einem Blumenstrauß empfingen. Nachdem die beiden am nächsten Tag tatsächlich das Grab mit der Inschrift auf dem Friedhof fanden und einen Blumenstrauß niederlegten, war der Spuk vorbei. Ein anderer Teilnehmer wiederum erzählte mir, er hätte mit dem verblichenen Arthur Findlay höchstselbst Kontakt gehabt. Dieser habe ihn nachts auf den angrenzenden Friedhof geschickt, wo ihm mehrere Leute begegnet seien, die sich plötzlich in Luft aufgelöst hätten.

Ich behalte mir eine Portion Skepsis vor. Vielleicht ist was dran, vielleicht sind es aber auch nur gute Gruselstorys. Über all das ist die Geisterstunde angebrochen und einer meiner drei Gesprächspartner schlägt spontan vor, dass man doch genau das jetzt tun könnte: auf dem Friedhof inmitten seiner verwitterten Steine herumlungern und auf Geister warten. Ich lehne dankend ab, mein Bedarf an Geistern ist für heute gedeckt.

 
Donnerstag, 17:00 Uhr  
Blick aus dem Garten des Arthur Findlay College

Blick aus dem Garten des Arthur Findlay College

Heute gab es kaum Unterricht, statt dessen einen Ausflug in die nahegelegene alterwürdige Universitätsstadt Cambridge. Eine willkommene Auszeit für unser Gehirn, denn die mediale Arbeit, die wir hier machen, ist doch recht anstrengend.

Zurück im Arthur Findlay College wird es doch noch ernst, denn in einem bewegenden Vortrag erklärt Margret Falconer, die Leiterin der German Week, was während des Sterbens mit uns Menschen passiert. Die wichtigste Information, die ich daraus mitnehme, ist die, dass der Geist den Körper immer schon verlässt, bevor der Körper stirbt, auch bei sehr abrupten Todesarten wie z.B. einem Unfalltod.

 
19:00 Uhr  

Wir sitzen beim Abendessen, das wie jeden Tag spektakulär gut schmeckt, vor allem, wenn man den Ruf der englischen Küche bedenkt. Jeden Tag erfahre ich mehr über die Menschen, die mit mir zusammen diese Woche hier verbringen. Es gibt nicht nur Geisterjäger, es gibt auch eine Menge Trauer hier in diesem Gemäuer.
Viele Menschen sind hier, weil sie mit dem Tod eines geliebten, nahestehenden Menschen nicht fertig werden, weil sie verzweifelt und verwirrt zurückgeblieben sind, nachdem der Mann, die Mutter oder der Bruder verstorben ist. Manche kommen auch her, weil sie seit dem Tod ihres Angehörigen ständig seltsame Erlebnisse und Zeichen bekommen, so, als würde er versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten.

Und ich habe inzwischen schon ein paar Mal erleben können, wie diese Kontakte stattgefunden haben, wie ein Ehemann oder ein Vater durchkommt und von Lebensweisheiten bis zu praktischen Tipps, wie die hinterbliebene Ehefrau mit der Heizung umgehen soll (Ja, auch das!), allerlei Botschaften durchgeben.

 
Freitag, 10:00 Uhr  
Eine Zeremonie im

Eine Zeremonie im "Sanctury" des Arthur Findlay College

Die Zeit im Arthur Findlay College nähert sich ihrem Ende zu. Heute gibt es nur Gruppenarbeit. Wir in der Gruppe von Angie werden heute der Reihe nach versuchen, vor dem Kurs einen Kontakt zur geistigen Welt herzustellen, der sich zweifelsfrei zuordnen lässt, und die meisten von uns haben jetzt schon Lampenfieber.
Doch es läuft alles wunderbar. Wir stellen Kontakte zur geistigen Welt her, beschreiben die Person, erbringen Beweise und übermitteln die Nachricht. Danach üben wir das schnelle Wechseln zwischen verschiedenen Sitters und der medialen sowie der übersinnlichen Ebene. Ich bin zufrieden mit meinen Ergebnissen und merke: den Kontakt effektiv herzustellen, das hat viel mit Übung, Konzentration und Selbstvertrauen zu tun.

Ich habe in den letzten Tagen hier viel Angst vor dem Unbekannten verloren und Wissen gewonnen, darüber hinaus unschätzbare Erfahrungen in der medialen Arbeit gemacht. Das macht sich bei der Kontaktaufnahme deutlich bemerkbar.

 
20:00 Uhr  

Der Tag voller intensiver Arbeit liegt hinter uns und zum Abschluß, nach einem besonders leckeren Abendessen, gibt es eine kleine Aufführung, in der sich die ganze Konzentration und Ernsthaftigkeit der letzten Tage in befreiendem Gelächter entlädt, als einige Studenten Parodien aufführen, die unsere Medien und deren Unterricht hier im College aufs Korn nehmen.
Die Medien sitzen in der ersten Reihe und lachen mit. Ein schöner, erfrischender Abschluss!

 
Samstag  

Flughafen: Es ist schwer zu beschreiben, was das Arthur Findlay College ausmacht und was einem das Gefühl gibt, es soviel reicher zu verlassen, als man es zuvor betreten hat. Es liegt wohl an der Mischung aus imposantem Herrensitz, medialem Unterricht und den vielen Kontakten, die man hier in der geistigen und der realen Welt knüpft.
Ich jedenfalls verstehe jetzt, warum so viele Studenten hier "Wiederholungstäter" sind. Denn das Arthur Findlay College ist einfach - a great place to be!

Nähere Infos zum Arthur Findlay College sowie eine Übersicht über die Kursangebote finden Sie auf:
www.arthurfindlaycollege.org

 
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Zur Autorin

Michelle Schopen

MICHELLE SCHOPEN ist Gründungsmitglied des Tarot e.V. und leitet die Tarotschule Rhein-Erft bei Köln. Als Autorin schreibt sie seit vielen Jahren Artikel über Tarot, Okkultismus und Heidentum und hat intensiv an der Entstehung und Deutung des Akron-Tarots mitgewirkt. Nähere Infos über Ihre Arbeit finden Sie auf www.tarotschulung.de

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