Lebensfreude

Frust - Hintergründe und Auswege

»Das toxische Dreieck« ist eine Zwickmühle aus Depression, ungesundem Essverhalten und Alkoholmissbrauch -  wie man daraus einen Ausweg findet...


Schluss mit frustig! - Teil 2
 

Wir grübeln nächtelang an scheinbar unlösbaren Problemen,
plündern anfallartig den Kühlschrank -
und schieben dann noch mehr Frust.
Wie Sie einen Ausweg finden…

 

1. Werden Sie sich Ihrer Probleme und damit
auch ihrer Umgehungsweise bewusst

 

Die Fähigkeit zum intensiven Nachdenken, die Sensibilität und das Mitgefühl für andere sind Eigenschaften, die positiv sind und sich auch so nutzen lassen. Anstatt zu grübeln, was andere über einen denken und quälendes Nachdenken mit Alkoholexzessen und Essattacken zu verdrängen, können Sie die Begabungen auch zu Ihrem Vorteil nutzen und Ihre Probleme analysieren. So funktioniert es: Bewusstwerdungstechniken, wie z.B. Meditation in ihren vielen Formen können bei Menschen, die von negativen Gedanken und Gefühlen sowie exzessivem Verhalten geplagt werden, helfen. Auch das Ablenken und Aufschreiben von Gedanken und Wünschen sind eine gute Methode, dem Teufelskreis des toxischen Dreiecks zu entfliehen.
 
Wenn Sie ein seelisch gesundes Leben führen wollen, dürfen Sie ihren negativen Gedanken nicht zuviel Raum schenken, denn sie üben einen schlechten Einfluss auf Ihre Gefühle und Ihr Verhalten aus.
Wenn die Grübeleien auftauchen, lenken Sie sich bewusst ab. Liegen Sie nachts länger als 20 Minuten wach, stehen Sie auf und bewegen sich.
Etwas Sport oder ein Spaziergang hilft auch tagsüber.

Abends sollten sie den vergangenen Tag noch einmal Revue passieren lassen. Was war gut? Was schlecht? Was wollen Sie ändern? Was muss geklärt werden? Schreiben Sie alles auf, machen Sie einen Plan für den nächsten Tag. Das befreit den Kopf, denn Ablenkungen, die Aktivität erfordern, lösen positive, biochemische Reaktionen im Gehirn aus, die Sie daran hindern, weiter zu grübeln. Machen Sie zusätzlich eine bestimmte Zeit mit sich selbst aus, die Sie sich zum Nachdenken nehmen.
Dann schaffen Sie es, die restliche Zeit des Tages ohne Grübeln mit anderen Dingen zu verbringen.
 

 

2. Machen Sie eine gründlichen »Hausputz«

 

Bei dieser Strategie geht es nicht darum, das Bad auf Hochglanz zu bringen oder den Kleiderschrank auszumisten. Es sollen Dinge beseitigt werden, die Essattacken oder Alkoholexzesse auslösen. Beginnt Ihr »Frustfraß « immer mit einer Familienpackung Nougat-Eis oder einer Monstertüte Paprika- Chips? Dann sollten sie diese Leckerlis aus dem Haushalt verbannen. Stattdessen – auch wenn’s schwer fällt – Karotten und Äpfel in die Schale auf dem Couchtisch. Muss ja nicht für immer sein. Wenn Sie dazu neigen, allein zur Flasche zu greifen, räumen Sie die Hausbar oder den Weinkeller aus.

Hat Ihr Partner etwas dagegen, keinen Alkohol im Haus zu haben, lagern Sie die Bestände dort, wo Sie sie nicht ständig sehen.
Trinken Sie eher zuviel, wenn Sie auf Partys sind, meiden Sie vorübergehend diese Situationen. Versuchen Sie danach, sich auch mal ohne Alkohol zu vergnügen. Gehen Sie aber nicht mit dem »Nie-wieder-Gedanken« auf die Piste, denn der wirkt meist wie eine Spaßbremse. Wenn Sie es trotzdem ohne Druck und ohne Drink schaffen, die Feste zu genießen, wunderbar!
 

 

3. Bauen Sie neue Beziehungen auf

 

Vorweg: Das ist keine Strategie, die Ihnen rät, sich von lieb gewonnen Menschen zu trennen. Aber: Manchmal sabotieren Familie und Freunde Veränderungsversuche, weil es für sie besser ist, wenn Sie so bleiben, wie Sie sind. Änderung der Ess- und Trinkgewohnheiten, Jobwechsel, neue Hobbys – all das kann auf den Partner, auf Angehörige und Freunde seltsam oder sogar bedrohlich wirken.
Abfällige Bemerkungen wie »Was ist mit Dir denn los?« oder höhnische Sprüche wie »Bist jetzt auf dem Gesundheitstrip?« und »Mit Dir macht auch nichts mehr Spaß« sind Gift für jeden ernsthaften Vorsatz, aus dem toxischen Dreieck zu entfliehen.

Oft helfen Gespräche mit den Lieben, ebenso häufig aber auch nicht.
Dann gilt es, wirklich konsequent zu sein. Schaffen Sie sich zusätzlich neue Beziehungen – z.B. im Fitnessclub oder in einer Selbsthilfegruppe. Diese sind wichtig, Ihre Ziele zu verfolgen.
Manchmal ist es sogar nötig, sich von vermeintlichen Freunden zu trennen. Wenn die »beste« Freundin immer wieder drängt, sich mal wieder richtig die Kante zu geben, obwohl Sie es nicht wollen und es ihr schon mehrfach erklärt haben, kann es gut tun, den Kontakt zu unterbrechen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: Es muss ja nicht für immer sein.
Ganz wichtig:  Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg aus dem toxischen Dreieck ist der (eiserne) Wille. Ohne den Ehrgeiz, wirklich der Frustfalle entfliehen zu wollen, ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.

Wenn die »beste« Freundin immer wieder drängt, sich mal wieder richtig die Kante zu geben, obwohl Sie es nicht wollen und  es ihr schon mehrfach erklärt haben, kann es gut tun, den Kontakt zu unterbrechen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: Es muss ja nicht für immer sein.
Ganz wichtig: Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg aus dem toxischen Dreieck ist der (eiserne) Wille. Ohne den Ehrgeiz, wirklich der Frustfalle entfliehen zu wollen, ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.
Und: Sprechen Sie mit jemandem über Ihren Willen, Ihre Pläne. Ist im Verwandten- und Bekanntenkreis niemand, dem Sie bedingungslos vertrauen können und der auch bei Rückfällen in »alte« Verhaltensmuster zu Ihnen steht, nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch. Wenden Sie sich zum Beispiel an Ihren Hausarzt oder rufen Sie die Telefonseelsorge an. Dort bekommen Sie Adressen von Psychologen und Selbsthilfegruppen.

Allerdings: Nicht jeder Mensch, der von Zeit zu Zeit durchhängt und über die Stränge schlägt, braucht Hilfe. Stimmungsschwankungen und Schwächen sind absolut menschlich. Erst wenn das toxische Dreieck das Leben dauerhaft  beeinträchtigt, sollte man eingreifen.

 

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Buchtipp
:


Wege aus der Frustfalle Susan Nolen-Hoeksema;  Eichborn-Verlag (14,95 €)
(ISBN
978-3821856544)

 
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