Lebensfreude

Das Leben bewusst genießen

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Mondmänner und die unerreichbare Liebe - Teil 1
 

Über die ewige Sehnsucht nach der unerreichbaren Liebe und die Männer, die uns nie ganz an sich heranlassen. Doch man kann dem Mann im Mond ein Schnippchen schlagen und den Schmerz über die unerfüllten Träume hinter sich lassen …

Es ist ein wunderbarer, warmer Sommertag, und Anita trifft sich mit Helene, ihrer besten Freundin in einem Straßencafé. In einem hellen Sommerkleid schwebt sie auf Helene zu, umarmt sie, lässt sich auf den Stuhl ihr gegenüber fallen und bestellt sich beim heraneilenden Kellner einen Cappuccino.
Sie lächelt selig, wirkt, als sei sie nicht ganz von dieser Welt, und Helene erfährt den Grund dafür sofort. »Ich habe ihn gefunden!«, strahlt Anita: »Den Mann meines Lebens.« Helene wirkt sichtlich verblüfft, denn sie weiß, dass Anita nach einer unglücklichen Liebesbeziehung eigentlich seit zwei Jahren überzeugter Single ist.
 


Anita erzählt, dass ihr Traummann Georg heißt und Tierarzt ist. Blond und groß ist er auch. Gut, zurzeit ist er arbeitslos und ein bisschen verschroben. Aber all diese kleinen Abers sind seit gestern Abend bedeutungslos, denn gestern Abend haben sie zum ersten Mal miteinander die Nacht verbracht. Sie spricht davon, wie liebevoll er war, wie unglaublich gut und intensiv es sich angefühlt hat, und ihre Augen haben dabei einen Ausdruck, als ob sie nicht glauben könnte, dass ihr das wirklich passiert ist. Noch nie zuvor hat sie solche Gefühle erlebt, wenn sie mit einem Mann zusammen war. Nach dem ersten Kuss wusste sie schon, das ist ihr Mann. Und er hat es genauso intensiv  empfunden.
Helene hört ihr lächelnd zu, denn ein bisschen klingt es, als würde Anita einen dieser Liebesromane zitieren, auf deren Covern schöne Frauen von männlich dreinblickenden Piraten oder Highlandern geküsst werden. Aber dies hier ist kein Roman. Dies ist Realität. Und die Realität ist meist komplexer und unvorhersehbarer als die Handlung eines Nackenbeißer-Buches.
 

Es dauert nur ein paar Tage, und in Anitas Euphorie schleicht sich bereits leise Verzweiflung. Es funktioniert nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt hat. Georg ist zwar nicht anderweitig gebunden, aber sehr zurückhaltend. Sagt ihr, dass ihm die Gefühle zu viel wären, dass er erst mal Abstand braucht. Der Abstand ist lang und wird nach jeder Begegnung länger.

Anita, temperamentvoll und ungeduldig, leidet aus tiefster Seele. Wochenlang analysiert sie jede seiner Handlungen bis ins kleinste Detail, versucht zu verstehen, warum er so zögernd ist, warum er sich entzieht, findet Entschuldigungen und fragt sich ständig, wie sie sich verhalten soll, um ihn wirklich für sich zu gewinnen. Sie wartet auf den Moment, wo es bei ihm Klick macht und er endlich, endlich, genauso klar wie sie sehen kann, dass diese Gefühle ein Geschenk sind, ein Geschenk, das es mit Haut und Haaren zu leben gilt. Aber der Klick kommt nicht. Und nach ein paar Wochen und nur vier Treffen kommt auch er nicht mehr. Er macht sich einfach davon, still und leise, reagiert nicht mehr auf ihre Anrufe, auf keine Mails. Anita ist untröstlich, und in gewissem Sinne ist sie das bis heute geblieben.
 

 

»Sich in den Falschen zu verlieben, kann jedem passieren.«

 

Denn dies alles ist bereits drei Jahre her, und sie denkt noch immer an ihn, den Beinahe-Mann ihres Lebens. Jedes Mal, wenn sie einen neuen, hoffnungsvollen Kandidaten kennenlernt, erinnert sie sich an Georg und daran, wie es sich angefühlt hat, mit ihm zusammen zu sein. Sie hat dieses Gefühl nie mehr wieder erlebt, nicht vor ihm und nicht nach ihm, denn bis auf ein paar kurze Affären hatte sie in diesen drei Jahren keinen Freund mehr. Und bis heute versteht sie nicht, warum es so hatte kommen müssen. Warum er diese Liebe nicht wollte, obwohl sie doch tief in ihre und seine Seele reichte, so, als würden sie sich schon Jahrhunderte lang kennen. Sie ist ein wenig bitter geworden gegen das Leben. Und vorsichtiger den Männern gegenüber. Sie hat begonnen, esoterische Literatur zu lesen. Sie weiß jetzt alles über Seelenpartner. Doch trotz der Jahre dazwischen ist ihre Verwirrung und ihr Schmerz immer noch da, wenn sie an Georg, den arbeitslosen Tierarzt, denkt. So viel Sehnsucht, entstanden aus einer kurzen Erfahrung und wenigen intimen Begegnungen mit einem Mann, der sich ihr entzogen hat. Er ist ihr Mondmann geworden. Und sie ist nicht alleine damit.
 

 
Mondmänner gibt es viele  

Vielleicht hat sogar jede Frau einen. Denn es sind die Männer, die wir Frauen in stillen Nächten herbeisehnen,so sehnsüchtig und klagend wie der Wolf den bleichen Mond anheult. Und so unerreichbar fern. Er ist der Mann, der unseren unerfüllten Liebestraum verkörpert! Und hinter jedem Mondmann verbergen sich Tränen und einsame Nächte. Bei der einen ist es der alte Jugendfreund, bei einer anderen ein berauschender One-Night-Stand. Die Nächste träumt sich mit ihrem sexy Arbeitskollegen aus ihrer langjährigen Ehe fort. Viele lassen sich auf eine Affäre mit einem verheirateten Mann ein, warten jahrelang als Zweitfrau darauf, dass er sie zur Nummer Eins macht, nur, um am Ende
festzustellen, dass ihr Mondmann mit einer Dritten auf und davon ist.

Die meisten Mondmänner finden sich aber unter den männlichen Berühmtheiten. Bei Popstars, Gurus, Sportlern oder Schauspielern.
Viele von uns ziehen irgendwann weiter, hören auf, sich nach dem Helden auf der Bühne zu sehnen. Und andere wiederum bleiben daran kleben, jahrelang. Wie Sabine. Sie ist heute 38. Mit 24 Jahren verliebte sie sich unsterblich in einen Rocksänger. Sie lernte ihn persönlich kennen, als er wieder ein Konzert in der Stadt gab, und verbrachte eine Nacht mit ihm.
Seitdem sah sie ihn jedes Jahr einmal, immer, wenn er in der Stadt war. Manchmal fuhr sie ihm auch nach, in andere Städte. Aber dort hatten andere Frauen ältere Rechte. Sie hat nie geheiratet, andere Männer kaum angeschaut. Sie liebt ihn noch immer. Obwohl sie weiß, dass er in jeder Stadt eine andere kennt, hat sie nie aufgehört, daran zu glauben, dass er eines Tages begreifen würde, wer sie wirklich ist: seine wahre, einzige Liebe. So ist es heute noch.

 

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