Geschichte des Karnevals

Helau! Die Geschichte des Karnevals

„Die Narren sind frei – es ist wieder Karneval! Aber warum feiern wir
die fünfte Jahreszeit? Die Geschichte des Karnevals – hier!“


Die Geschichte des Karnevals
 

Helau, Alaaf und andere Narrenrufe –
die Karnevalszeit steht vor der Tür. Aber warum feiern wir Karneval?
Und wo kommt er eigentlich her?


Der Ursprung des Karnevals, wie wir ihn heute kennen, geht bis in das Mittelalter zurück als alljährlich Narrenfeste rund um den 6. Januar, dem Dreikönigstag zelebriert wurden. Verkörpert wurden die Narrenfeste durch den Narr, der in der Zeit des Mittelalters für das Böse und der Einfältigkeit stand. Von kirchlicher Seite wurde diese Narrenzeit geduldet, obwohl der Karnevalskönig als ein Herrscher über ein Reich voller Narren die Existenz Gottes verneinte.
 

 

So nahm die Geschichte ihren Lauf

 

Der Papst duldete die Karnevalsfeste und einer von Ihnen, Papst Sixtus IV sorgte nicht nur für eine finanzielle Unterstützung der Veranstalter, sondern segnete zugleich alle Menschen, die an der Narretei teilnahmen. In Kirchen und Klöstern herrschte bis zum Aschermittwoch und dem Beginn der Fastenzeit die berühmte Narrenfreiheit. Der Höhepunkt des Karnevals ist der Rosenmontag, wo bunt geschmückte Wagen die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft humorvoll aufs Korn nehmen. Am Aschermittwoch wurde das Karnevalsfest feierlich beendet. Wer danach weiter feierte, musste mit einer harten Bestrafung durch die kirchliche Gerichtsbarkeit rechnen.
 

 

Vom Altertum bis Heute – Karneval im Lauf der Jahrhunderte

 

Im Altertum zur Römerzeit wurde in der Zeit vom 17. Dezember bis 19. Dezember die Saturnalien zu Ehren des Gottes Saturnus gefeiert. Zu Saturnalien war jeder Bürger eingeladen, Hinrichtungen wurden verschoben und Sklaven wie Herren übernahmen während der zwei Feiertage bisweilen die Rollen. Die Römer veranstalteten Umzüge mit bunt geschmückten Wagen und die Karnevalisten überschütteten sich mit Rosen, woraus eventuell der Brauch der Konfetti entstanden sein könnte.

Der Reformator Martin Luther sorgte mit seinen 95 Wittenberger Thesen zu Beginn des 16. Jahrhunderts für eine Spaltung der Kirche zwischen der katholischen und evangelischen Glaubensrichtung. In seinen Thesen kritisierte er die Ansichten der Kirche und führte zur Zweiteilung des Glaubens mit weitreichenden Folgen bis in unsere Zeit. Der Karneval wurde in Regionen mit evangelischer Prägung abgeschafft und die Fastenzeit als nichtig angesehen. Die Fastnacht wurde in den evangelischen Regionen Deutschlands erst sehr spät wieder entdeckt. Im 19.Jahrhundert wurde teilweise wieder die Narretei von den evangelischen Gläubigen zelebriert.
 

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Was bedeutet Karneval? Welche Bräuche gibt es?

 

Der Karneval wird als Fastnacht, fünfte Jahreszeit und Fasching bezeichnet. In der Karnevalszeit wird der sechswöchige Zeitraum vor der Fastenzeit kräftig mit unterschiedlichsten Bräuchen gefeiert. Das Verkleiden, Karnevalsumzüge, Masken und lustige Lieder sind von zentraler Bedeutung. Die Karnevals-Hochburgen Deutschlands liegen mit den Städten Köln und Düsseldorf im Rheinland. Weltweit ist besonders der Karneval in Rio de Janeiro (Brasilien), der Karneval im kanadischen Quebec und der Karneval von Santa Cruz de Tenerife in Spanien bekannt. Der berühmte Karnevalsumzug Mardi Gras in New Orleans wird alljährlich am Fastnachtsdienstag gefeiert.
 

 

Anfang und Ende der Karnevalszeit

 

Die Karnevalszeit beginnt in Deutschland jedes Jahr am 11. November um 11:11 Uhr mit der Eröffnung der offiziellen Karnevalssession. In der Zeit beginnend vom 12.November bis 5. Januar wird nur wenig gefeiert, vor allem mit Rücksicht darauf, dass es sich bei dem November um einen Trauermonat handelt und die Adventszeit als besinnlich gilt.
Der Höhepunkt des Karnevals fällt alljährlich auf einen Donnerstag und wird Weiberfastnacht genannt. Traditionell wird an diesem Tag ab Mittag in vielen Unternehmen vor allem im Rheinland der Feierabend eingeläutet.
Die Frauen dürfen Krawatte und Schnürsenkel bei den Herren abschneiden.
Die Krawatte gilt als Symbol der männlichen Macht und darf an Weiberfastnacht abgeschnitten werden aber als kleines Dankeschön bekommen sie ein Küsschen auf Mund oder Wange.
 

Die Karnevalsumzüge am Rosenmontag haben Tradition, sind in Mainz, Düsseldorf und Köln am größten. Die Wagen sind bunt geschmückt und kritisieren auf humorvolle Weise politische, gesellschaftliche, kulturelle oder wirtschaftliche Themen. Von den Wagen werden die verkleideten Karnevalsteilnehmer mit allerlei Süßigkeiten beworfen. In Köln wird der Karneval mit dem Spruch »Kölle alaaf« begrüßt und in Düsseldorf mit »Helau«. Je nach Stadt, Region und Dorf sind die Karnevalsgrüße individuell unterschiedlich.
 

Das Ende des Karnevals wird mit dem Aschermittwoch feierlich eingeleitet. In zahlreichen Orten wird in der Nacht zum Aschermittwoch eine Strohpuppe, Nubbel genannt, verbrannt, die als Symbol für die Laster der Karnevalszeit und dabei vor allem für die Geldverschwendung gilt. Einige kleine Orte zelebrieren am Aschermittwoch ein gemütliches Beisammensein mit Fischessen.
 

 

Verkleidung zum Karneval - Karnevalskostüme

 

Traditionell verkleiden sich die Menschen während der Karnevalszeit. In der Barockzeit trugen die Karnevalisten reich verzierte Masken, Kostüme und Perücken. Seinen Ursprung hat das Verkleiden mit Venedig in Italien.
Heute werden höchst unterschiedliche Kostüme getragen und so mancher erfüllt sich einen Traum, indem er sich zum Beispiel als Pilot oder Kapitän verkleidet.


Die Karnevalshochburgen in Deutschland:

• Köln
• Mainz
• Trier
• Düsseldorf
• Frankfurt am Main
• Fulda
• München


Das Kölner Dreigestirn

Das Kölner Dreigestirn existiert seit 1883 und besteht aus dem Prinzen, dem Bauer und der Jungfrau. Der Prinz wird im Kölner Karneval als „Seine Tollität“ genannt, während dem Bauern die Bezeichnung „Seine Deftigkeit“ zuteilwurde. Die Jungfrau wird allgemein auch als „Ihre Lieblichkeit“ genannt. Selbstverständlich wird auch hier die Tradition penibel gewahrt.
Dieser nach wird die Jungfrau von einem Mann dargestellt, der allerdings keine Gesichtsbehaarung aufweisen darf. So wird verhindert, dass die Jungfrau als Mann „enttarnt“ wird.

 
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