Familienstreit

Was tun bei Konflikten in der Familie?

Streit mit den Kindern, Ärger mit Schwiegerelternn. Was tun? Wir informieren über Familienkrisen und Konfliktmanagement.


Was tun bei Familienstreit?
 

Kinder, die den neuen Partner der Mutter verabscheuen. Verwandte, die nicht zur Familienfeier erscheinen. Geschwister, die sich ums Erbe streiten – dabei war es einmal so harmonisch! Was hilft bei Familienstreit?

Streit in der Familie

Streit ist nicht grundsätzlich etwas Negatives. Als Kinder lernen wir jede Menge beim Zoff mit den Geschwistern, als Erwachsene können wir so kritische Themen klären. Aber wenn es richtig kracht, sich die Fronten verhärten, kann aus Familienstreit ein echtes Drama werden. Entscheidend ist, wie wir mit Konflikten umgehen, um sie zu einem guten Ende zu führen.

 

 

Konflikte in der Familie belasten alle Beteiligten

 

Das Gute, wenn es innerhalb der Familie kracht: Wir können (und wollen) die Beziehung nicht einfach beenden. So überstehen Familienbande sogar handfeste Streits. Doch hier liegt auch die Tücke: Man kann sich nur schwer aus dem Weg gehen. Schließlich lässt das nächste Familienfest nicht lange auf sich warten, und spätestens dann wird es interessant. Damit es nicht zum Eklat kommt, ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, was hinter den Spannungen stecken kann. Ein paar Beispiele:

 

Streit mit den Schwiegereltern

Diese Beziehung ist problematisch, wenn eine Art Konkurrenzgefühl herrscht: Die Eltern wollen ihr „Kind“ nicht loslassen, mischen sich überall ein oder hegen einen Groll gegen den Partner des Sprösslings. Der wiederum will seinen Standpunkt untermauern, zugleich aber höflich auftreten. Klar, dass das schwierig ist. Spätestens, wenn solche Konflikte die Ehe in Mitleidenschaft ziehen, herrscht Handlungsbedarf. In erster Linie sind die (Schwieger-)Eltern gefragt: Sie dürfen zwar Berater sein, müssen aber akzeptieren, dass sie kein Mitspracherecht im Leben des jungen Paares mehr haben. Tun sie das nicht, liegt es am eigenen Kind, sie in die Schranken zu weisen. Dabei behutsam vorgehen, denn das kann verletzen – sorgt aber auf Dauer für einen besseren Umgang miteinander.

 

Streit mit den Kindern

Der Übergang von der Eltern-Kind-Beziehung zu einem Verhältnis auf Augenhöhe birgt Konfliktpotenzial. Oft bevormunden Eltern das erwachsene Kind oder akzeptieren nicht, dass der Nachwuchs eigene Vorstellungen vom Leben hat. Auch, dass Sohn oder Tochter weniger Zeit für die Eltern haben als früher, ist schwer zu verdauen. Manche Kinder fühlen sich eingeengt, wollen ausbrechen. Andere brauchen noch immer die Anerkennung der Eltern, konkurrieren mit den Geschwistern oder machen Vater und Mutter für eigene Misserfolge verantwortlich. Für viele sind die Eltern Vorbild und abschreckendes Beispiel zugleich – das macht die Situation nicht leichter. Stecken solche Themen hinter regelmäßigen Streitigkeiten, gilt es, eine neue, erwachsenere Beziehung aufzubauen. Das kann durchaus bedeuten, dass man sich vorerst seltener sieht. Loslassen ist in der Eltern-Kind-Beziehung ein wichtiger Prozess, um dann auf einer reiferen Ebene wieder zueinanderzufinden.


 

Streit in der Familie beilegen

 

Ein Familienstreit macht niemandem Spaß. Aber erst, wenn beide Parteien an einer Einigung interessiert sind, kann er beigelegt werden. Es macht keinen Sinn, jemanden immer wieder anzurufen, der den Anruf jedes Mal wegdrückt. Dann lässt man lieber etwas Zeit vergehen. Auch eine Möglichkeit: einen Brief schreiben. Hier muss der Empfänger nicht sofort reagieren, sondern kann sich Zeit lassen. Die sollte man ihm dann aber auch geben. Gut ist es, beim ersten Schritt zu betonen, worum es geht. Soll eine Angelegenheit geklärt werden oder geht es um die Versöhnung selbst? Das Argument „wir sind doch eine Familie“ baut Druck auf. Besser: „Du bist mir wichtig“ oder „unsere Beziehung liegt mir am Herzen“. Außerdem ist es gut, wenn man bereits signalisiert, dass man bereit ist, auf den anderen zuzugehen. Anbiedern muss und sollte man sich aber nicht. Ist der erste Schritt gemacht und beide Parteien sind bereit zu einer Aussprache, folgt das Versöhnungsgespräch.

 

Das Versöhnungsgespräch. So klappt’s.

 
  1. Zuhören: Lassen Sie ihr Gegenüber seine Sicht der Dinge schildern, ohne ihm ins Wort zu fallen. Punkte, die Sie später aufgreifen wollen, können Sie sich notieren. Fassen Sie die Aussagen des anderen danach in eigenen Worten zusammen. Sie zeigen so, dass Sie sie verstanden haben.
     
  2. Die eigene Sicht schildern: Vermeiden Sie Vorwürfe oder Unterstellungen, die gegen den anderen gerichtet sind. Beschreiben Sie stattdessen, wie es Ihnen selbst geht. Wie fühlen Sie sich? Was ist der Grund für diese Gefühle? Was würden Sie sich stattdessen wünschen? Häufig wird dem Gesprächspartner dann erst bewusst, was er mit seinem Verhalten in Ihnen ausgelöst hat.
     
  3. Sich hineinversetzen: Bewerten Sie die Situation aus Sicht des anderen. Oft fällt Ihnen dann auf, worum es ihm wirklich geht. Denken Sie auch daran, dass Sie es meistens mit menschlichen Schwächen zu tun haben, nicht mit Bosheit oder Missgunst. Dann fällt es leichter, einander zu verstehen und zu verzeihen.
     
  4. Sich entschuldigen: Eine aufrichtige Entschuldigung kann Wunder wirken. Und selbst wenn Sie sich weiterhin im Recht sehen, tut es Ihnen vielleicht leid, den anderen gekränkt zu haben. Sagen Sie das!
     
  5. Eine Lösung finden: In welchen Punkten sind Sie sich einig, in welchen nicht? Was soll in Zukunft verbessert werden und wie können Sie beide dazu beitragen? Machen Sie Vorschläge und seien Sie offen für Kompromisse. 

 

 

Familienstreit beilegen

 

Wie kann ich Streit schlichten?

 

Oft ist es hilfreich, wenn ein Unbeteiligter sich als Vermittler betätigt. Er kann nicht nur helfen, den ersten Kontakt wiederherzustellen, sondern kann auch in einem Gespräch moderieren. Es gibt aber ein paar Dinge zu beachten. Der erste Schritt besteht darin, die Zerstrittenen an einen Tisch zu bringen. Sie sollten nicht hin- und herlaufen und Nachrichten überbringen, dabei entstehen nur Missverständnisse. Sind beide zusammengekommen, gilt es, die Chance zu nutzen. Als Vermittler achten Sie darauf, dass die oben genannten Punkte (ausreden lassen, Aussagen wiederholen usw.) eingehalten werden. Sie können zusätzlich selbst die Aussagen der Streitenden zusammenfassen und bestätigen lassen. Wichtig: Ergreifen Sie nicht Partei und lassen sie sich nicht auf eine Seite ziehen.

 

Wenn alles nichts hilft

Schlägt die Versöhnung fehl, gibt es auch die Möglichkeit, einen professionellen Mediator einzuschalten oder eine Familientherapie zu besuchen. Wenn eine Situation so verfahren ist, dass jeder Kontakt nur wieder Streit bringt, ist es besser, sich zumindest für eine Weile aus dem Weg zu gehen (zum Beispiel erst einmal ein paar Monate oder ein Jahr). Eine Beziehung, die nur belastet und emotional auslaugt, sollte nicht um jeden Preis aufrechterhalten werden. Hier ist es sinnvoller, getrennte Wege zu gehen – auch in der Familie.

 

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