Lebensfreude

Das Leben bewusst genießen

Die Magazin-Rubrik "Lebensfreude" umfasst alle Themen rund um Lifestyle, Wohlbefinden und Partnerschaft.
Gehen Sie auf Ihre Bedürfnisse und die Ihrer Liebsten bewusst ein.


* Preisinformation
Alle angegebenen Preise sind Endpreise inklusive der jeweils gültigen Umsatzsteuer.
Zusatzgebühren pro Minute zu den angegeben Preisen können anfallen bei:
Anrufer aus Deutschland: Mobil: +0,40 €
Anrufer aus dem Ausland: Festnetz: +0,20 € | Mobil: +0,60 €

Darf der Traumprinz einen Bierbauch haben? - Teil 2

 

Fatale Folgen "perfekter" Kindererziehung

 

Einen Platz in der besten Schule der Stadt, ein erstklassiges Studium, zahlreiche Auslandsreisen zum Erkunden der Welt, ein erfülltes »Erstes Mal«, einen tollen Partner, einen angesehenen Job und viel Geld – so sollte das Lebens des Kinds für viele Eltern aussehen. Perfektionismus macht eben auch vor der Erziehung nicht Halt. »Häufig werden die eigenen Wünsche, Träume oder Versäumnisse auf den Nachwuchs übertragen«, warnt Becker. Die Super-Muttis spielen dabei liebend gerne Chauffeur, Lehrer oder Putzfrau und neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken. Die gefährliche Folge: Sie opfern ihre Freizeit und sind frustriert, wenn das von den Kindern nicht entsprechend gewürdigt wird. Doch wenn sie den fußballbegeisterten Sohn nicht mehr zum Klavierunterricht zwingen und die Tochter nicht zum gefürchteten BWLStudium drängen, können sich die Talente und Eigenschaften der Sprösslinge viel besser entfalten. Sollten Sie jedoch weiterhin an der vermeintlich makellosen Kindererziehung festhalten, so wird sich der Nachwuchs laut Becker entweder genauso perfektionistisch entwickeln oder er schert in die andere Richtung aus, rebelliert und mutiert zum übertrieben »schlampigen« Menschen – beide Wege sind wohl keinesfalls erstrebenswert.
 

 

Wenn makellosigkeit zur Sucht wird

 

Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und zwanghaftem Perfektionismus ist oft schwer zu erkennen. »Sobald man nicht mehr Prioritäten setzen und wichtige nicht mehr von unwichtigen Informationen trennen kann, ist es bereits sehr bedenklich«, weiß Becker. Ein weiteres Warnsignal ist, wenn jemanden selbst Eines ist klar: Der Traumman den wir uns als Kind ausmalten, gibt es nicht.  ein kleiner Fehler sofort auf die Palme bringt, er sich daraufhin mit Selbstkritik überschüttet und sich auch nicht mehr beruhigen lässt. Mit so einem Verhalten hat nicht nur das Umfeld, sondern auch das Unbewusste des Betroffenen zu kämpfen. Sowohl Risikofreude als auch der Wagemut zu Neuem werden zurechtgestutzt und das führt letztlich dorthin, dass sich der Perfektionist gar nicht mehr an neue Herausforderungen herantraut. »Er bleibt ängstlich bei dem, was er schon mehr oder weniger perfekt kann«, führt die Expertin aus. Um so eine erdrückende Entwicklung zu verhindern müssen Freunde, Verwandte und Kollegen dem Geplagten aufzeigen, dass seine Ansprüche an sich und seine Leistung völlig überzogen sind. Besonders wenn der Betroffene einen Fehler gemacht hat und sich wieder einmal in Grund und Boden ärgert, muss das Umfeld ihm Anerkennung, Wertschätzung und Zuneigung vermitteln. Kritik sollte nur sehr sachlich und behutsam angebracht werden. »Ernsthaft gefährdet ist man, wenn der Perfektionismus bereits in eine Art Sucht ausartet«, schlägt Becker Alarm, »wenn man bis zur Erschöpfung arbeitet und sich alle Gedanken nur noch darum drehen, ob etwas auch gut genug war. Wenn man nicht mehr schlafen kann, weil etwas nicht ganz perfekt war und die Ängste über Ablehnung oder das Verlieren der Anerkennung Überhand nehmen.« Stellt man einige dieser Symptome bei sich selbst fest, sollte man sich dringend professionelle Hilfe bei einem Therapeuten holen. Dauerhafte Unzufriedenheit kann nämlich sogar in einer Depression enden!

 

Wege aus der Stressfalle

 

Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, können Sie der Jagd nach der Makellosigkeit den Kampf ansagen. Mit dieser Gebrauchsanleitung klappt’s bestimmt:

  • Glaubenssätze knacken: Den Spruch »Ich darf nie einen Fehler machen« umwandeln, etwa in »bei wichtigen Dingen gebe ich mein Bestes, um es möglichst fehlerfrei hinzukriegen.«
  • Erwartungen hinterfragen: Entscheiden Sie bewusst selbst, wie viel Einsatz Sie für welches Projekt aufbringen möchten.
  • Prioritäten setzen: Auf die wichtigen Dinge konzentrieren und die unbedeutenden Angelegenheiten auf der Liste nach hinten reihen.
  • Maßstäbe relativieren: Wo reicht wie viel Einsatz? Scheuen Sie sich nicht davor, Freunde und Kollegen zu fragen, wenn Sie unsicher sind. Und freuen Sie sich bewusst auch über 70 Prozent Leistung und jammern nicht wegen den fehlenden 30 Prozent.
  • Emotionale Selbstbeherrschung: Stoppen Sie negative Gefühle wie Wut oder Neid. Sollte Ihnen etwa nach einer halben Stunde Parkplatzsuche ein anderer Autofahrer den eben frei gewordenen Stellplatz wegschnappen, dann bleiben Sie bitte ruhig, blenden das Katastrophenszenario aus und denken an etwas Angenehmes.
 

Willkommen am perfekten Mittelweg

 

Wenn Sie es geschafft haben, in allen Lebensbereichen einen gesunden Maßstab anzulegen, Prioritäten zu setzen und übertriebenen Idealen keine Chance mehr geben, werden Sie sich schönen Momenten mehr hingeben und Glücksgefühle zur Gänze auskosten können. »Man hat automatisch mehr Erfolgserlebnisse, wenn man sich bereits über das erforderliche Mindestmaß an Leistung freut«, weiß Becker. Doch damit nicht genug: Der Chef wird Ihre Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Eigenmotivation, Selbstständigkeit und Disziplin sowie Ihr scharfes Auge für Verbesserungspotential zu schätzen wissen – alles Stärken, die ein moderater Perfektionismus mit sich bringen kann, wenn er nicht übertrieben wird. Dann werden Sie den ersten heißen Sommertag vergnüglich im Freibad verbringen können, ohne ständig an den »Bikinifigur-tötenden« Bauchspeck, den verstaubten Dachboden, die schiefe Nase oder den peinlichen Versprecher bei der Präsentation zu denken. Also: Legen Sie die Latte ruhig hoch, aber gehen Sie hie und da auch lächelnd drunter durch!
 

 

Was jedem Perfektionisten einmal über die Lippen huscht

 
  • »Eine perfekte Figur ist machbar und nur eine Frage der Disziplin.«
  • »Wer nicht gut aussieht, ist selber schuld.«
  • »Nur wenn man immer perfekte Leistung bringt, kommt man im Beruf weiter.«
  • »Nur fehlerlose Leistung wird anerkannt.«
  • »Einen Partner finden nur perfekte Frauen.«
  • »Weniger als 100 Prozent bedeutet völliges Versagen.«
  • »Wenn ich es möglicherweise nicht perfekt hinkriege, fange ich es gar nicht erst an.«
  • »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.«


 

>> Zum 1. Teil

 

 
« zurück
kostenlos registrieren
Wunschtermin
Zur mobilen Webseite /
18.10.2017, 07:22 MESZ
/
Top Links: Tarot & Kartenlegen / Hellsehen & Wahrsagen / Horoskope / Traumdeutung
© 2000 - 2017 Questico  649 / ac31 / 9

© für alle Kartenabbildungen Königsfurt Urania. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt Urania.
Registrierung für Neukunden / Login für KundenHilfe