Ringelblume

Kräuter-Revue

Wir haben nützliche Kräutertipps und Rezepte rund um das Abnehmen und die Gelenke

Tausendsassa Ringelblume:

 

KENNZEICHEN: Einjährige, bis 60 cm hohe Pfl anzen. Stängel kantig, filzig, behaart, im oberen Teil verzweigt. Blätter länglich, fein behaart. Blüten gelborange, mit einem Durchmesser bis 5 cm; zahlreiche Zungenblüten. BLÜTEZEIT: Juni bis Oktober. STANDORT: Angebaut. Hat keine besondere Ansprüche an den Standort. INHALTSSTOFFE: Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide. ERNTE: Geerntet werden die voll aufgeblühten Blütenköpfe bei sonnigem, trockenen Wetter. Die Zungenblüten werden vorsichtig abgezupft und möglichst rasch an einem luftigen Ort getrocknet.

 

Die ersten sicheren schriftlichen Überlieferungen über die Verwendung der Ringelblume stammen aus dem 12. Jahrhundert. Als »Ringula « wird sie in der »Physica« der Hildegard von Bingen gegen Verdauungsstörungen und Ekzeme empfohlen. Avicenna, der arabische Arzt und Gelehrte, nimmt sie als Geruchsmittel gegen Ungeziefer. Im Mittelalter ist sie eine geschätzte Heilpfl anze. Sie wird bei Leberleiden, Milzbeschwerden, Herzklopfen, bei Gebärmutterleiden und zur Beschleunigung der Geburt verwendet. In der Volksmedizin ist besonders die äußerliche Anwendung gebräuchlich. Als Tinktur oder Salbe wurde sie bei schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Verbrennungen und Brustdrüsenentzündungen angewendet.

 

Dies sind auch heute noch die zu empfehlenden Anwendungsbereiche. Die Ringelblume wirkt zuverlässig wundheilungsfördernd und eignet sich von daher bei Wunden, Furunkeln, Nagelbettentzündungen, Unterschenkelgeschwüren und Verbrennungen. Als Tee ist sie Bestandteil eines Leber-Galle-Tees. Im Volksglauben spielt die Ringelblume in vielen Ländern als Liebesmittel und Liebesorakel eine Rolle. Dies hängt sicherlich damit zusammen, dass man sich von ihrem ungebändigten Blühen und Wachsen auch eine blühende und wachsende Liebe versprach. In lyrischer Form hat das Franz Schubert wie folgt ausgedrückt: »Der Ringelblume-Knospe schließt die goldnen Äuglein auf, mit allem, was da reizend ist, du süße Maid, steh’ auf!« Im bäuerlichen Brauchtum war sie ein Wetteranzeiger: Wenn sich die Blüten noch nicht bis 8:00 Uhr geöffnet haben, gibt es noch am gleichen Tag Regen. Deswegen wurde sie auch Regenblume genannt.

 

Als Tee gut gegen Blasenleiden:

 

KENNZEICHEN: Sommergrüner, bis 50 cm hoher Strauch, Stängel reich verzweigt, kantig bis schwach gefl ügelt. Blätter wechselständig, kurzgestielt, eiförmig, zugespitzt, am Rand fein gesägt. Blüten einzeln, blattachselständig, hängend bis nickend; Krone krugförmig, blaßrosa bis grünlich. Frucht eine kugelige, blauschwarze Beere. BLÜTEZEIT: Mai/Juni. FRUCHTTREIFE: August/September. STANDORT: Wächst in Laub- und Nadelwäldern, auf Heiden und Torfmooren; gern auf sauren, nährstoffarmen Böden. INHALTSSTOFFE: Gerbstoffe, der blaue Farbstoff Myrtilin, organische Säuren, Vitamine. In den Blättern sind Flavonoide, Gerbstoffe, Arbutin und Glykoside enthalten. ERNTE: Die Blätter zupft man in Mai/Juni von den Stängeln, breitet sie auf einem Leinentuch aus und trocknet sie an einem schattigen Ort. Die Früchte werden vollreif gesammelt und im Backofen bei ca. 50 Grad C getrocknet.

 

Als mittel- und nordeuropäischer Zwergstrauch war die Heidelbeere den griechischen und römischen Ärzten unbekannt. In der »Physica« der Hildegard von Bingen wird sie als »Wattbeere« erwähnt. In den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird sie nur vereinzelt erwähnt. H. Bock nennt z.B. lediglich einen Sirup aus den Beeren für die Behandlung von Husten und Lungenschwindsucht. In der Volksmedizin war sie ein geschätztes Heilmittel, vor allem in den Gegenden, wo sie häufi g vorkommt. Die Blätter und getrockneten Beeren wurden bei Durchfall, Ruhr, Hämorrhoidenblutungen und Blasenleiden verwendet. Auch heutzutage eignen sich die getrockneten Beeren aufgrund ihres Gerbstoffgehaltes zur Behandlung von Durchfallerkrankungen. Eine Wirkungsverstärkung erfolgt noch durch den blauen Farbstoff (Myrtillin). Dieser kann in Bakterien eindringen und so ihr Wachstum hemmen. Man kann sich eine Abkochung aus den Beeren herstellen oder aber auch die getrockneten Beeren zerkauen. Verwenden kann man auch den Heidelbeer-Muttersaft (Reformhaus), der, mit Quark oder Grießbrei gemischt, sich auch gut für die Behandlung von Säuglingen und Kindern eignet. Ein Tee aus den Blättern ist wegen seines Arbutingehaltes zur Behandlung von leichten Blasenentzündungen gut geeignet. In der Küche lassen sich Beeren zu Mus, Marmelade und Wein verarbeiten oder beim Kuchenbacken verwenden.

 

Schwarzer Holunder:

 

KENNZEICHEN: Sommergrüner, bis 5 m hoher Strauch, gelegentlich auch bis 10 m hoher Baum. Breit ausladend; Zweige überhängend. Borke graubraun, tief längsrissig. Junge Zweige mit weißem Mark. Blätter gegenständig, gestielt, unpaarig gefi edert. BLÜTEZEIT: Juni/ Juli. FRUCHTREIFE: August/September. STANDORT: Wächst an Waldrändern, Gebüschen, Hecken und Wegrändern. Bevorzugt stickstoffreichen Boden und wächst deshalb gern in der Nähe menschlicher Siedlungen, z.B. an Zäunen, Scheunen, Schuppen. INHALTSSTOFFE: In den Blüten ätherisches Öl, Glykoside, Flavonoide. Gerbstoffe. In den Früchten organische Säuren, Vitamine, Mineralstoffe. ERNTE: Die Blüten erntet man kurz nach dem Aufblühen. Sie müssen rasch und schonend getrocknet werden. Die Beeren erntet man im September, wenn sie vollreif sind.

 

In den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird der Holunder als »Universalmedizin « gelobt. Er gilt als wassertreibendes, abführendes, fi eberwidriges, leber- und milzreinigendes und magenstärkendes Heilmittel. Auch äußerlich wurde er angewendet. In der Volksmedizin war und ist der Holunder eines der bekanntesten und beliebtesten Heilmittel. Ein Tee aus Blüten wird wegen seiner schweiß- und wassertreibenden Wirkung bei Rheuma, Gicht, Hautkrankheiten, Wassersucht und auch gern bei Erkältungskrankheiten getrunken. Durch Untersuchungen weiß man, dass gewisse Inhaltsstoffe die Wärmeregulationszentren im Gehirn beeinfl ussen. So genügt dann nach dem Trinken von Holunderblütentee bereits ein mittlerer Wärmereiz zum Schwitzen. Dies macht man sich vor allem bei beginnenden Erkältungskrankheiten zunutze. In der Küche fi nden die Beeren Verwendung zur Herstellung von Marmelade und Saft. Aus den Blütendolden lassen sich erfrischende Getränke, Likör und gar Sekt bereiten. Als Holunderküchlein können die Blüten in Pfannkuchenteig gebacken werden.

 

Zur Autorin

Die bekannte Kräuterfrau Eva Aschenbrenner hat ihre über zwanzigjährige Erfahrung mit der Wirkung von Heilpflanzen nach Anwendungsgebieten zusammengefasst. Einige Auszüge ihrer Kräuterrezepte und nützliche Tipps, welche Pflanzen uns helfen, können Sie in unserem Artikel nachlesen.

kostenlos registrieren
Wunschtermin

Wohlbefinden

Wohlbefinden
Gelassenheit im Alltag

Eine Questico-Beratung führt Sie auf Ihren Weg des Wohlbefindens.

Zu den Beratern
Zur mobilen Webseite /
18.12.2017, 19:33 MEZ
/
Top Links: Tarot & Kartenlegen / Hellsehen & Wahrsagen / Horoskope / Traumdeutung
© 2000 - 2017 Questico  314 / ac21 / 9

© für alle Kartenabbildungen Königsfurt Urania. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt Urania.
Registrierung für Neukunden / Login für KundenHilfe