Körper, Seele, Geist

In der neuen Rubrik lesen Sie spannende Artikel und hilfreiche
Tipps, wie Sie Ihrem Körper, Ihrer Seele und auch Ihrem
Geist Gutes tun können.


* Preisinformation
Alle angegebenen Preise sind Endpreise inklusive der jeweils gültigen Umsatzsteuer.
Zusatzgebühren pro Minute zu den angegeben Preisen können anfallen bei:
Anrufer aus Deutschland: Mobil: +0,40 €
Anrufer aus dem Ausland: Festnetz: +0,20 € | Mobil: +0,60 €

Wege aus der Depression - Teil 2

 

Eines der letzten Bilder von Vincent van Gogh trägt den Titel »An der Schwelle zur Ewigkeit«. Ein alter Mann sitzt auf einem Stuhl. Zusammengekauert, schwach, von Gram gebeugt. Die Fäuste hält er fest in seine Augen gedrückt. Es scheint, als wolle er die Welt um sich herum nicht mehr sehen. Als solle ihn die Welt nicht mehr sehen. Es ist das Bild eines traurigen Menschen. Traurig oder depressiv? Das ist doch das Gleiche, denken die meisten Menschen. Doch da irren sie sich. Trauer ist keine schwache Form der Depression und Depression ist keine starke Trauer. Depression ist eine Krankheit, Traurigkeit ein Gefühlszustand.

 

Dabei mutet es durchaus paradox an, denn depressive Menschen fühlen sich traurig. Trotzdem sind sie aber nicht in der Lage zu trauern, also das Erlebte zu verarbeiten. Warum der alte Mann an der Schwelle zur Ewigkeit steht, lässt sich nur vermuten. Van Gogh litt viele Jahre an schweren Depressionen. Nur wenige Monate nachdem das Bild entstand, nahm er sich das Leben. Vielleicht ist das Bild Ausdruck seiner eigenen Seelenpein. Als außenstehender Betrachter lässt sich das nur schwer nachvollziehen. Fast genauso schwer, wie bei einem geliebten Menschen, Freund, Nachbarn oder sogar sich selbst eine Depression zu erkennen bzw. damit umzugehen. Denn Depressionen spielen sich im Verborgenen, im Dunkeln ab. Doch wie kommen sie an das Licht? Woran erkennt man eigentlich diese Krankheit?

 

 

Einfach nur traurig oder depressiv? – Symptome

 

Es gibt unzählige medizinische Fachbücher, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Zwei diagnostische »Standardwerke« sind dabei das sogenannte ICD-10, die Internationale Klassifikation der Krankheiten, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das DSM-IV, das Diagnostische und Statistische Manual psychischer Störungen der Vereinigung der Amerikanischen Psychiatrie. Nun werden die wenigsten Menschen, die sich aus privaten Gründen für diese Krankheit interessieren, einen Blick in die Fachliteratur werfen wollen. Die meisten bedienen sich sicherlich irgendwelcher Suchmaschinen im Internet. Und sie werden fündig. Allein mit dem Schlagwort »Depression« lassen sich über 200 Millionen Einträge »ergooglen«. Bluthochdruck schafft es nur auf 3,7 Millionen und die Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit 1,5 Millionen ganz weit abgeschlagen.

 

Ein interessantes Ergebnis, das viel über den Seelenzustand unserer Gesellschaft erahnen lässt. Und natürlich über den Umgang mit dieser Krankheit. Ganz anonym kann man im Internet unzählige Psycho-Tests durchlaufen, seriöser und natürlich auch weniger seriöser Natur. »Sind Sie öfter müde?«, »Haben Sie keine Freude mehr an Dingen, die Ihnen früher wichtig waren?«, »Schlafen Sie schlecht?« Nur ein paar Häkchen setzen und man weiß, was mit einem los ist. Oder nicht? Denn ganz so einfach ist es dann doch nicht. Eine depressive Episode, wie die Fachwelt es nennt, lässt sich an unterschiedlichen Anzeichen festmachen. Diese können bei jedem Menschen in abgewandelter Form und Stärke auftreten. Auch zwischen Frauen und Männern variieren die depressiven Symptome. Es gibt also keine eindeutige »wenn du das hat, hast du das«-Diagnose. Aber es gibt ähnliche Empfindungs- und Verhaltensmuster sowie vergleichbare körperliche Beschwerden, die Depressionen erkennbar machen.

 

Ein depressiver Mensch erlebt die Welt anders

 

Er empfindet sein Leben als hoffnungslos und leer. Er hat Angst, ist verzweifelt, niedergeschlagen, müde und antriebslos. Meistens ist er unfähig, Gefühle zu empfinden. Sein Umfeld, ob Partner, Kinder, Familie, lässt ihn vollkommen kalt. Er weiß, dass er diese Menschen eigentlich lieben müsste. Doch er empfindet diese Liebe nicht mehr. Und er kann sich nicht einmal mehr richtig an dieses Gefühl erinnern. Depressive sehen das Leben wie durch eine dunkle Brille. Es erscheint ihnen grau. Sie entwickeln einen alles überbordenden Pessimismus gegenüber sich selbst, dem eigenen Können, dem Aussehen und der Zukunft. Und in ihrem Kopf laufen die ewig gleichen Denkschleifen ab. Quälende, zermürbende Grübeleien über vergangene Erlebnisse, die sie nicht mehr ändern, aber auch nicht verarbeiten können. Die meisten Kranken beschreiben dies als »den Zwang zum Denken, ohne denken zu können«. Das Gefühl zu haben, der eigene Verstand verlässt einen, die geistigen Fähigkeiten nehmen ab. Sich auch mit aller Kraft nicht konzentrieren zu können, weder auf Alltägliches noch auf Besonderes sowie eine verminderte Aufmerksamkeit begünstigt dieses Gefühl.

 

Doch das Geschilderte passiert im Inneren eines Menschen. Außenstehende können die Seelenqualen meistens nur schwer erkennen. Was der aufmerksame Beobachter aber relativ leicht merken kann, ist das veränderte Verhalten seines Gegenübers. Depressive Menschen ziehen sich in aller Regel zurück. Fast wirkt es, als verstecken sie sich vor der Welt und dem Leben. Sie meiden soziale Kontakte, verabscheuen ein klingelndes Telefon, haben keinerlei Interesse an ehemals geliebten Hobbys und können ihre Arbeit nicht mehr bewältigen, ob im privaten oder beruflichen Alltag. Am liebsten bleiben sie im Bett, die Decke weit über den Kopf gezogen. Und auch ihr Äußeres verändert sich. Ihr Lächeln, wenn sie eines hervorbringen, wirkt künstlich. Mimik und Gestik sind bei Vielen wie erstarrt. Depressive schauen häufig nach unten, weichen den Blicken anderer Menschen aus. Ihre Stimme ist leise und monoton. Ihre Bewegungen und Reaktionen verlangsamen sich. Wieder andere laufen rastlos, wie Getriebene hin und her und das ohne ersichtlichen Grund.

Spirituelle Beratung

 

Das innere und äußere Depressivsein

 

Das geschilderte innere und äußere Depressivsein geht oftmals auch mit körperlichen Beschwerden einher. Viele depressive Menschen leiden unter Schlafstörrungen, haben einen verminderten Appetit, die Lust auf Sex nimmt ab bzw. geht ganz verloren. Darüber hinaus sind die physischen Begleiterscheinungen vielfältig, von Kopfschmerzen über Druck auf der Brust bis zu Magen-Darm-Beschwerden. Zu diesem Strudel aus Dunkelheit, Nebel, Stumpfsinn, Müdigkeit, Angst, Hoffnungslosigkeit, Überforderung, Blindheit, Taubheit, Kälte, Schwäche, Schmerzen, Einsamkeit, Freudlosigkeit, Schwere ... kommen in schwerwiegenden Fällen die Gedanken an den eigenen Tod. Für schwer depressive Menschen erscheint er als einziger Ausweg aus diesem Leiden. Das Interessante: Jedes Jahr scheiden in Deutschland über 9.000 Menschen freiwillig aus dem Leben. Die Wissenschaft schätzt, dass rund 80 Prozent dieser Selbstmorde auf eine depressive Erkrankung zurückzuführen sind. Doch darüber spricht kaum jemand. Einmal mehr ein Indiz dafür, wie wir mit dieser Krankheit umgehen.


Wenn Sie sich in all dem Geschilderten wiedererkennen, dann gehen Sie diesen Schritt. Haben Sie Mut! Depressionen brauchen Licht, um gesehen zu werden. Depressiv zu sein, ist weder eine Schande, noch hat es etwas mit persönlichem Versagen zu tun. Für Depressionen gibt es handfeste Ursachen wie für jeden Schnupfen auch. Doch warum wird ein Mensch eigentlich depressiv? Lesen Sie dazu mehr in der nächsten Folge. Und bis dahin: Bleiben Sie achtsam, mit sich selbst und Ihren Mitmenschen!

 
Gratis Questico Kennenlerngespräch sichern
kostenlos registrieren
Wunschtermin
Zur mobilen Webseite /
20.08.2017, 09:48 MESZ
/
Top Links: Tarot & Kartenlegen / Hellsehen & Wahrsagen / Horoskope / Traumdeutung
© 2000 - 2016 Questico  537 / ac21 / 9

© für alle Kartenabbildungen Königsfurt Urania. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt Urania.
Registrierung für Neukunden / Login für KundenHilfe