Körper, Seele, Geist

Baldrian

Baldrian hilft bei Stress, wimmelt Hexen ab und weit mehr als ein Schlafmittel

 


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Baldrian - weit mehr als ein Schlafmittel

 

Ausdauernde, bis 1,50 cm hohe Pflanze, Stengel gefurcht, aufrecht. Blätter gegenständig; Grundblätter groß, fiederteilig. Stengelblätter nach oben kleiner werdend. Blütenstand eine schirmförmige Trugdolde. Blüten zahlreich, weiß bis rosa. Blütezeit: Mai bis August. Baldrian wächst an Gräben, Bachufern und auf feuchten Wiesen, aber auch an sonnigen Hängen und Böschungen und ist fast in ganz Europa verbreitet. Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Valeronsäuren, Valepotriate, Alkaloide. Man erntet die Wurzel im September / Oktober, befreit sie gründlich von Schmutz und Erde, zerschneidet sie und trocknet sie dann bei milder Wärme im Backofen. Der intensive Baldriangeruch entsteht erst während des Trocknens. Für ein Kräuterkissen kann man auch die Blüten sammeln, sie sind nicht so geruchsintensiv.

 

Die Hl. Hildegard empfahl Baldrian gegen Gicht und Seitenstechen

 

Dioskurides beschreibt eine Pflanze mit dem Namen »Phu«, die dem Baldrian ähnlich ist. Er empfiehlt ihn als harntreibendes, erwärmendes und menstruationsförderndes Heilmittel. Als Mittel gegen Seitenstechen und Gicht wird er von der heiligen Hildegard erwähnt. In den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird er gegen die verschiedensten Beschwerden und Krankheiten aufgeführt. Er soll bei Gelbsucht, Husten, Asthma, Blähungen, Kopfweh ebenso helfen, wie bei alten Wunden, Menstruationsbeschwerden, Würmern u.a.m.

 

Auffällig ist einerseits, daß er auch als großes Augenheilmittel galt, andererseits aber nur sehr selten als Nervenheilmittel erwähnt wird. Die mittelalterliche Verwendung des Baldrian bei Augenleiden hat eine recht eigentümliche Begründung durch die bekannten Kräuterbuchautoren gefunden. Aus der Vorliebe der Kartzen für den Baldrian und ihrer bekannten Sehschärfe leitet z.B. Bock folgende Absicht ab: »Baldrian ist eyn edele Augenwurzel / gantz nützlich zum blöden Gesicht / das mag man bey den Katzen warnemen die dann etlche erfahrnuß damit haben.«

 

Ein Kräuteramulett kann bei entzündeten Augen helfen

 

Die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten machten Baldrian quasi zum Allheilmittel. Im Englischen heißt er deshalb auch treffend »all heal« = Alles-heilen. In der Volksmedizin zählt er zu den bewährtesten Mitteln gegen Unruhe, Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, nervöses Herzklopfen und krampfartige Magen-Dam-Beschwerden. Auch in der Volksmedizin zählt er in manchen Gegenden zu den Augenpflanzen. Augenwurz wurde er genannt und als »Augenbündel« um den Hals getragen.

 

Dieses Kräuteramulett galt als Sympathiemittel bei entzündenden Augen. In Siebenbürgen kaute man gegen trübe Augen Baldrianwurzeln und hauchte den Atem dann über die Augen. Zwei verschiedene Wirkungsweisen des Baldrians konnten auch durch umfangreiche pharmakologische und medizinische Untersuchen nachgewiesen werden. Er wirkt ausgleichend, d.h. daß er zum Beispiel bei Konzentrationsschwäche eine anregende Wirkung hat, bei nervöser Unruhe aber eine beruhigendes. Die beruhigende, entkrampfende Wirkung beruhg auf dem Gehalt an ähterischen Ölen und Valeronsäuren. Ein Tee oder eine Tinktur eignet sich somit zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen, Angst- und Spannungszuständen mit Herzklopfen und Magendruck. Baldrian kann von daher auch gefahrlos von Autofahrern eingenommen werden.

 

Durch den entspannenden Effekt eignet er sich auch gut für »Prüfungskandidaten «. Untersuchungen bestätigen, daß sich die intellektuellen Fähigkeiten bei einer Dauerbelastung verbesserten. Baldrian ist also ein passenden Mittel für den Streß, die Hektik und Unruhe des täglichen Lebens. Als Schlafmittel muß er hochdosiert als Fertigpräperat mit mindestens 500mg Exkrakt eingenommen werden.

 

Auch ein aphrodisisches Mittel für »Weib und Mann«

 

Dadurch, daß es zu einer allgemeinen Entspannung kommt, wird z.B. bei einer Schlafstörung infolge einer Überreiztheit eine Schlafbereitschaft erzeugt. Die anregende Wirkung kommt eigenartigerweise vorwiegend bei niedriger Dosierung zum Tragen, z.B. 10–20 Tropfen Baldriantinktur auf ein Stück Würfelzucker. Der Baldrian zählt, wie so viele andere stark duftende Pfl anzen, zu den Hexen-, Teufel- und andere bösen Geister abwehrenden Kräutern.

 

In den Stall gestreut oder ins Zimmer gehängt, bewahrt er das Vieh vor Verzauberung oder läßt die Hexen erkennen. Es gibt zahlreiche Sprüche, die dies ausdrücken, z.B.: »Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex’ nicht, wie sie will!« Der Baldrian gilt seit Urzeiten auch als Mittel gegen Seuchen und Pest. Viele Sprüche und Sagen erzählen davon, wie die Menschen von dieser wunderbaren Kraft erfahren haben. So erschien eine Stimme oder ein Vogel rief: »Trinkt Baldrian, sonst müßt ihr alle dran.« Der Baldrian galt auch als ein aphrodisisches Mittel. »Wenn Mann und Weib Baldrian in Wein trinken, so macht das gute Freunschaft!«

 

Zur Autorin

Die bekannte Kräuterfrau Eva Aschenbrenner hat ihre über zwanzigjährige Erfahrung mit der Wirkung von Heilpflanzen nach Anwendungsgebieten zusammengefasst. Einige Auszüge ihrer Kräuterrezepte und nützliche Tipps, welche Pflanzen uns helfen, können Sie in unserem Artikel nachlesen.

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