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Serie über Aleister Crowley: Teil 1

Wie alles begann: Aleister Crowleys Kindheit und der Beginn seines magischen Wirkens


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Aleister Crowley: Wie alles begann (Teil 1)

 
Freidenker oder Satanist?  
Aleister Crowley

Aleister Crowley

Als Winston Churchill 1945 den Sieg über Deutschland erklärte, streckte er den Zeige- und Mittelfinger in die Luft und verwendete damit ein Symbol, das noch heute ebenso bekannt wie beliebt auf der ganzen Welt ist: das Victory-Zeichen. Es war nicht das erste Mal, dass er es einsetzte. Während des ganzen Krieges benutzte er das Finger-V zur Motivation seiner Landsleute und der Truppen. Die Idee dazu kam jedoch nicht von ihm selbst – nein, Aleister Crowley höchstpersönlich hatte ihm den Tipp gegeben! So zumindest will es eines der vielen Gerüchte, die sich um Crowleys Person ranken und deren tatsächlicher Wahrheitsgehalt nur schwer zu bestimmen ist.
So schafft es Aleister Crowley auch heute noch, 63 Jahre nach seinem Ableben, die Gemüter in Aufregung zu setzen und die Gerüchteküche über seine Person, die er selber so gerne mit obskurem Material befeuerte, lebendig zu halten. Doch er hinterließ uns nicht nur Buhmann-Geschichten über sein faszinierendes und widersprüchliches Wesen, sondern auch ein vielfältiges magisches Vermächtnis, eine neue Glaubensform und eine einzigartige Enzyklopädie seines Wissens im Bereich Tarot: Das Buch Thoth, umgangssprachlich »Crowley-Tarot« genannt, das zwischen 1942 und 1945 entstand, aber erst viele Jahre später seinen Siegeszug als eines der populärsten Tarotdecks der heutigen Zeit antrat.
Keine Frage: Aleister Crowley war ein brillanter Geist mit einem miserablen Ruf. Hartnäckig kursieren auch heute noch – vornehmlich in esoterischen Kreisen – diverse Anekdoten, Histörchen und phantasievolle Vorstellungen über die Ruchlosigkeit, mit der er, Satan gleich, andere Menschen ins Verderben zog, Frauen verachtete und unablässig schwarze Magie zelebrierte. Lassen Sie den Meister selbst zu Wort kommen und lesen Sie ein paar Crowley Zitate.
Der Glaube an seine Schlechtigkeit geht so weit, dass sogar seine Tarotkarten und deren Deutung misstrauisch als »Tor zum Bösen« beäugt werden, als würde der Meister persönlich quasi posthum das unschuldige Opfer mittels Tarotkarten ins Verderben ziehen können.
Wer aber war Aleister Crowley wirklich? Er war versierter Schachspieler, Bergsteiger, er war Philosoph, Schriftsteller, Sexbesessener, Revoluzzer, Verführer, Drogenabhängiger, Freigeist, Magier und noch einiges mehr. 

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Crowleys Kindheit  

Allem voran aber war er das aufsässige Kind eines bigotten viktorianischen Zeitalters. Damit nicht genug, waren seine Eltern auch noch Anhänger einer erzkonservativen Christensekte, den »Plymouth Brethren«, die die Bibel wörtlich auslegten und beinahe täglich die nahe Ankunft Jesu erwarteten.
Und genau dort muss die Reise beginnen, in der Kindheit. Denn in ihr liegt unübersehbar die Wurzel für fast alles, was Crowley später durchlitt, genoss und in vielen Selbstbildern so meisterlich inszenierte, dass selbst eingefleischte Kenner bis heute nicht die ganze Wahrheit ermitteln können.
Die Kindheit des 1875 geborenen Crowley ist nicht glücklich. Er ist ein sensibles Kind, hochintelligent und außergewöhnlich begabt in vielem, dabei ein eigensinniger, aber innerlich einsamer und traumatisierter Junge, der von einem ungeheuren, religiösen Fanatismus umgeben ist und Bibelsprüche statt Verständnis erfährt. Tatsächlich ist die Bibel das einzige Lesebuch seiner Kindheit.
Sein Vater, ein reicher Bierbrauer, der als beredter Prediger für oben erwähnte Plymouth Brethren durch die Lande zieht, stirbt, als Crowley erst 11 Jahre ist. Seine Mutter, die mit dem kleinen, willensstarken Edward Alexander allein nicht zurechtkommt, gibt ihn in ein christlich-konservatives Internat, in dem Crowley für vergleichsweise geringe Vergehen insgesamt mit eineinhalb Semester Isolierhaft bestraft wird und darüber fast den Verstand verliert.
Ein Onkel errettet ihn aus dieser Folter, doch Edward Alexander oder »Alick«, wie er sich nennt, erholt sich nur langsam zu Hause bei einer Mutter, die er verachtet und in seiner Biografie später als »hirnlose Frömmlerin der engstirnigsten und unmenschlichsten Sorte« beschreiben wird.

 
Die Jugendjahre - Das magische Erwachen  
Aleister Crowley 1906

Aleister Crowley 1906

In diese Zeit fällt sein radikalster Entwicklungssprung: vom misshandelten Jungen zum jugendlichen Rebellen. Es ist nur logisch, dass er dabei gegen das am meisten rebelliert, was ihm bisher die meisten Qualen verursacht hat: die christlich-fundamentalistischen Werte und die sexuelle Unterdrückung seiner Zeit. Seine Mutter nennt den erst 13jährigen, aber sexuell bereits sehr experimentierfreudigen Alick »das Tier« in Anlehnung an das Tier aus der Johannes-Apokalypse, das ihr als Sinnbild für den Teufel gilt. Was für seine Mutter ein Bild des Schreckens ist, kommt Alick in seiner Ohnmacht gegen den Religionsterror seiner Familie gerade recht: die Verbündung mit eben jenem tierischen Satan. Diesen Titel, den ihm seine Mutter verleiht, pflegt er über Jahre hinweg – und wird ihn nie mehr los.
Im Laufe seines Lebens wird er zu einer Weltoffenheit gelangen, die Lichtjahre entfernt ist von dem engen, religiösen Korsett seiner Eltern. Und dennoch bleibt er Zeit seines Lebens seiner Herkunft verhaftet und durch »das Tier 666« eng der Vorstellungswelt und Mythologie der Christen verwurzelt.
1895: Dem Elternhaus glücklich entronnen studiert der 20 Jahre junge, reiche und charismatische Crowley in Cambridge Philosophie und Philologie. Er ist politisch aktiv, hat sich jüngst in »Aleister« umbenannt, um so den Namen des Vaters ablegen zu können, bringt erste Bücher im Eigenverlag heraus und frönt bisexuellen Gelüsten. In diese Zeit fallen auch seine ersten mystischen Erlebnisse, die ihn dazu animieren, sich intensiv mit Okkultismus zu befassen.

 
Reisejahre und die Offenbarung des Aiwass  

Nachdem  er sich gegen eine Profikarriere als Schachspieler entschieden hat, tut er, was jeder finanziell unabhängige Gentleman des wachsenden britischen Imperiums tat: die Welt bereisen. Während ausgedehnter Expeditionen besteigt er u.a. Berge in der Schweiz, New Mexiko und Indien. Bald macht er sich einen Namen als kundiger Bergsteiger. Nebenbei wird er in den magischen »Orden des Golden Dawn« eingeführt und klettert, gleich mehrere Grade der internen Hierarchie überspringend, in Windeseile in dessen obere Ränge, wo im Jahre 1900 seine bevorstehende Ernennung zum Adeptus Minor (höherer magischer Grad) die Gemüter der Mitglieder derart entzweit, dass sich der Orden kurze Zeit später auflöst.
Crowley praktiziert weiterhin Magie und führt unter anderem die aufwändigen Abramelin-Anrufungen durch, die die Evokation und Bändigung von Engeln und Dämonen zum Ziel hat und gewaltig daneben geht, als die angerufenen dämonischen Kräfte sich verselbständigen und die Terrasse seines schottischen Landsitzes Boleskin Hall von seltsamen Schatten belagert wird.
Ein neues, sehr wichtiges magisches Kapitel seines Lebens beginnt ein Jahr später, 1904, als er von Rose, seit 2 Jahren seine Frau, in Ägypten zu der Stelle der Offenbarung »Ankh-f-n-Khonsu« im Boulaq-Museum geführt wird und über Rose als Medium Botschaften des Geistwesen »Aiwass« erhält, der ihm das »Liber Al Legis« (Buch des Gesetzes) diktiert und ihn dazu auffordert, das neue Aeon des Horus zu verkünden.
Über das wahre Wesen von Aiwass wird bis heute spekuliert. Crowleys Biograf John Symonds z.B. meinte, in ihm ein Abbild des Leibhaftigen zu erkennen, wohingegen Crowley selbst ihn später als seinen Schutzengel identifiziert.
Die Initiation durch Aiwass und das Buch des Gesetzes, von dem wir später noch mehr hören werden, geraten jedoch erst mal in Vergessenheit. Nicht so die Schmach der verwehrten Ernennung zum Adeptus Minor. Und so initiiert sich Crowley, durch seinen regen Kontakt mit der geistigen Welt ermutigt, kurzerhand selbst in diesen Grad. Er wäre nicht Crowley, wenn er es nicht irgendwann bis zum Ipsissimus bringen würde. Aber das ist eine andere Geschichte.

 
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