Kartenlegen mit Kipperkarten

 

Kipperkarten sind ein Klassiker der Wahrsagekunst .
Wahrheit und Klarheit für Ihre Legung.


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Die Kipperkarten


 

Historisches und Aufbau der Kipperkarten

 

Kipperkarten sind eigentlich keine Tarotkarten im klassischen Sinne, sondern gelten ebenso wie das bekannte Lenormand-Deck als Wahrsagekarten. Das heißt, der Umgang mit den Karten, die Legesysteme selbst und die Ergebnisse, die man bei Legungen erzielt, unterscheiden sich sehr von denen im Tarot. Tarotkarten können durch ihre Fülle an Symbolik, ihren Aufbau und ihre Verbindung zu anderen esoterischen Disziplinen wie Kabbala oder Astrologie bei Legungen neben Zukunftsprognosen besonders gut dazu genutzt werden, Selbsterkenntnis zu fördern oder Problemlösungen aufzuzeigen. Bei Kipperkarten jedoch liegt der Fokus vor allem auf der direkten Vorhersage von Ereignissen.

Kipperkarten

Schon in der Struktur sind die Kipperkarten ganz anders geartet als ein Tarotdeck. Es gibt bei den Kipperkarten keine Unterteilung in Trümpfe, Hofkarten und kleine Arkana, keine mystischen Zeichen auf den Karten oder einen Einweihungsweg, den Magier und Gelehrte in den Karten entdeckt zu haben glauben. Kipperkarten sind volkstümlicher und auch einfacher gehalten. Die Bilder auf den Kipperkarten stellen allesamt Personen und beispielhafte Ereignisse aus dem täglichen Leben dar. Die einzelnen Szenen oder Situationen auf den Kipperkarten sind dabei sehr hübsch gezeichnet und strahlen ein leicht altmodisches und zugleich auch heimeliges Flair längst vergangener Zeiten aus. Aufgrund ihres Wahrsagecharakters werden Kipperkarten besonders gerne auf Zigeunerart gelegt: im so genannten "großen Kartenbild". Dabei wird das gesamte Deck nach Mischung einfach in vier Reihen à neun Kipperkarten ausgelegt.


Die zentrale Figur in einem solchen Kartenbild stellt die Karte "Hauptperson" dar, die sich direkt auf den Frager bezieht. Anhand ihrer Position und der sie umgebenden Kipperkarten kann der Deuter den derzeitigen Standpunkt des Fragers ziemlich genau einordnen und mit verschiedenen Lesetechniken einiges über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Fragers erkennen. So können Veränderungen beim Menschen oder in dessen Umfeld angezeigt werden, die teilweise bis zu 9 Monate in die Zukunft reichen. Über Kipperkarten gibt es nicht viel Literatur, nur drei schmale Bücher, die sich jedoch in ihren Aussagen über die Bedeutung der Kipperkarten teilweise widersprechen. Anne Biwer, eine der drei Autorinnen, die einiges über die Geschichte des Kipperkarten Decks recherchiert hat, sieht deren Ursprung im Tarot und in den "Losbüchern" der Renaissance. Ein "Losbuch" war ein Wahrsagemittel in Buchform, in dem aus Würfelspiel und Antwortsprüchen die Zukunft vorhergesagt werden konnte. Ihren eigentlichen Ursprung aber fanden die Kipperkarten im 19. Jahrhundert, während dem sich Wahrsagerei und Kartenlegen nach einer längeren Durststrecke wieder zunehmender Beliebtheit erfreuten. Als bekannteste Vertreterin der wahrsagenden Zunft galt die französische Madame Lenormand, die Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Kunst praktizierte.


Die Kipperkarten hingegen entstanden in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts. Deutschland erlebte in jenen Jahren nach dem gewonnenen Krieg gegen die Franzosen 1871 und die Zusammenfassung aller kleinen Länder zu einem großen deutschen Staatenbund einen wirtschaftlichen Boom, der heute "Gründerzeit" genannt wird. Die von Susanne Kipper erschaffenen Kipperkarten sind in Stil und Weltanschauung typisch für die Gründerzeit. Orakelkarten erfreuten sich damals in Deutschland einiger Beliebtheit. Die Lenormandkarten hatten sich zwar nie richtig durchsetzen können, aber ein Wahrsagespiel namens "Sybille" war im Umlauf und wurde besonders gerne zu Weihnachten und Neujahr gekauft und befragt. Die Themen dieser Wahrsagekarten sind bis auf kleine Ausnahmen auch im Kipperspiel zu finden, was das "Sybille"-Deck zum direkten Vorläufer der Kipperkarten macht. Ca. 1890 erschienen zum ersten Mal die Kipperkarten von Susanne Kipper in Nürnberg. Hinzugefügt war auch ein von der Künstlerin verfasstes Begleitheftchen mit genauen Anleitungen zum Legen und Deuten der Kipperkarten.

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Die Deutung der Kipperkarten

 

Die Tatsache, dass die Kipperkarten aus der Gründerzeit stammen, ist beim Legen von nicht unerheblicher Bedeutung. Auch wenn die meisten Kipperkarten eine klassische Gültigkeit haben, sind konkrete Vorhersagen, die sich auf Errungenschaften oder ethische Werte des 21. Jahrhunderts beziehen, natürlich schwerer zu treffen. Sexualität zum Beispiel hat keine einzige Karte zum Thema. Stattdessen gilt zum Beispiel die Kipperkarte "kurze Krankheit" wegen der dargestellten Bettszene in der entsprechenden Kartenkombination als Hinweis für ein außereheliches, sexuelles Verhältnis. Das erleichtert es dem Deuter nicht gerade.


Zudem bieten die meisten Kipperkarten von sich aus schon vielfältige, teilweise weit auseinander liegende Deutungsmöglichkeiten, was dazu führt, dass sie beim Deuten oft recht schwierig einzuordnen sind. Dies gilt nicht nur für Ereignisse, sondern auch für die Vielzahl von Personenkarten, die im Kipperspiel vorhanden sind und – wenn gerade mal die Intuition versagt – auch zu heftigem Rätseln führen können, wer denn nun gerade gemeint sein soll. Die "Militärperson" zum Beispiel ist eine Kipperkarte, die für sehr verschiedene Erfahrungen stehen kann. Sie kann u. a. einen Liebhaber symbolisieren, jedoch auch anzeigen, dass man es mit der Staatsgewalt zu tun bekommt oder einen Menschen trifft, der Berufskleidung trägt. Diese Möglichkeiten lassen in der Deutung viel Spielraum, und eine genaue Festlegung, welche Bedeutung die Kipperkarte nun in diesem speziellen Fall hat, ist aus dem Kartenbild auch nicht immer zu ersehen.

 


So deuten Sie folgende Kipperkarten:

 

Kipperkarten: 1 - Männliche Hauptperson

 
Kipperkarten: 1 – Männliche Hauptperson

Diese Kipperkarte steht für den männlichen Frager, so wie die "Weibliche Hauptperson" auf Platz 2 als Stellvertreterin für eine weibliche Fragerin gilt. Wenn für eine Frau gelegt wird, dann stellt die männliche Hauptperson immer den Mann dar, der ihr zurzeit gefühlsmäßig am nächsten steht. Liegt die männliche Hauptperson jedoch in der Vergangenheit, so deutet das oft darauf hin, dass die Fragerin eine große Liebe erlebt hat, die in ihrem Leben nach wie vor die Hauptrolle spielt, weshalb in der näheren Zukunft erst mal nicht mit einer weiteren großen Liebe zu rechnen ist.
 

 

Kipperkarten: 12 - Reiches Mädchen

 
Kipperkarten: 12 – Reiches Mädchen

Diese Kipperkarte meint nicht unbedingt auch ein vermögendes Mädchen. Als Personenkarte symbolisiert sie eher eine junge, lebensfrohe Frau oder Geliebte. Jedoch kann sie einfach auch für die Fähigkeit stehen, gerade das Leben besonders genießen zu können, Spaß mit Freunden zu haben, im Augenblick zu leben. Hin und wieder steht sie auch für eine Liebebeziehung, in der die Frau beträchtlich jünger ist als der Mann.

 

 

 

 

 

 

Kipperkarten: 25 - Zu hohen Ehren kommen

 
Kipperkarten: 25 – Zu hohen Ehren kommen

Eine gute Kipperkarte für beruflichen Erfolg! Sie zeigt immer die Verbesserung einer bestehenden Situation, neue Betätigungsfelder, einen beruflichen Aufstieg, eine Ehrung oder Anerkennung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kipperkarten: 26 - Großes Glück

 
Kipperkarten: 26 – Großes Glück

Die schönste Karte unter den Kipperkarten. Großes Glück schwächt alle ungünstigen Kipperkarten in der Umgebung ab. In welchem Themengebiet sie auch auftaucht, sie verheißt dort eine glückliche Wende. In der Liebe und in der Nähe einer männlichen Karten, die z. B. für einen Mann steht, in den die Fragerin sich verliebt hat, kann sie tatsächlich den Partner fürs Leben anzeigen, in jedem Fall aber eine besondere, sehr tiefgehende Beziehung.

 

 

 

 

 

 

Kipperkarten: 29 - Gefängnis

 
Kipperkarten: 29 – Gefängnis

Eine der eher ungünstigen Kipperkarten. Jedoch ist hier im seltensten Fall auch zu erwarten, dass wirklich ein Gefängnisaufenthalt ins Haus steht. Die Kipperkarte bedeutet zumeist Einsamkeit, Rückzug und Stillstand oder Blockaden, die verhindern, dass es in der speziellen Angelegenheit des Fragers weitergeht. Manchmal jedoch kann sie auch ganz einfach ein öffentliches Gebäude anzeigen.
 

 

Es ist also viel Intuition und auch eine Portion Hellsichtigkeit gefragt, wenn man mit den Kipperkarten arbeiten und hauptsächlich korrekte Zukunftsprognosen erzielen will. Zwischenstationen gibt es hier bei der Deutung kaum. Entweder es trifft zu, und das so exakt, dass es geradezu unheimlich ist, oder es liegt ebenso exakt daneben. Wie das Ergebnis ist, hängt stark von der Intuition und Erfahrung des Deuters ab und jeder Deuter entwickelt seine eigenen Methoden und Interpretationen. Deshalb gibt es in den drei Kipper-Büchern auch einige Unterschiede in der Deutung, was für den eifrigen Kipperkarten-Anfänger nicht gerade sehr hilfreich ist, es sei denn, er verfügt über eine überdurchschnittlich ausgeprägte Gabe der Hellsichtigkeit, die ihn sofort und zumeist das Richtige in den Karten und seinem Gegenüber sehen lässt. Der beste Weg, mit den Kipperkarten vertraut zu werden und sie erfolgreich zu deuten, ist und bleibt es wohl, immer wieder zu legen, lange mit den Kipperkarten zu arbeiten, und dabei aus Erfahrungswerten und geschulter Intuition sehen lernen, welche Kartenkombinationen welches Ereignis bedeuten.

 
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Zur Autorin

Michelle Schopen

MICHELLE SCHOPEN ist Gründungsmitglied des Tarot e.V. und leitet die Tarotschule Rhein-Erft bei Köln. Als Autorin schreibt sie seit vielen Jahren Artikel über Tarot, Okkultismus und Heidentum und hat intensiv an der Entstehung und Deutung des Akron-Tarots mitgewirkt. Nähere Infos über Ihre Arbeit finden Sie auf www.tarotschulung.de

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20.08.2017, 17:18 MESZ
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