Tarot de Marseille

Tarotkarten

Das Tarot de Marseille ist Vorbild für viele Tarotgenerationen geworden. Doch was macht es so besonders? Wir gehen der Frage auf den Grund.


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Das Tarot de Marseille


 

Das Kartenlegen hat mittlerweile eine lange Tradition, die möglichen Kartendecks sind zahlreich. Eines der ältesten ist das Tarot de Marseille. Doch was macht es so unsterblich?

Tarot de Marseille

Im 15. Jahrhundert war das in Südfrankreich gelegene Marseille eine Hochburg für die Kartenproduktion. Daher erhielt das Tarot de Marseille seinen Namen, welcher jedoch vielmehr zum Überbegriff für eine ganze Gattung von Tarotkarten wurde. Während es in anderen Ländern in die jeweilige Sprache übersetzt wurde, behielt man in Deutschland den französischen Titel bei. Neben dem Rider-Waite-Tarot und dem Tarotdeck von Aleister Crowley gehört das Tarot de Marseille auch heute noch zu den beliebtesten Karten zum Kartenlegen.

 

 

Das Kartendeck des Tarot de Marseille

 

Erste Marseiller Tarots entstanden bereits im 16. Jahrhundert. Das älteste komplett erhaltene Spiel stammt von 1760. Der Kartenmacher Nicolas Conver gestaltete zu jener Zeit die heute wohl berühmteste Ausgabe des Tarot de Marseille. Die Bilder empfand Conver alten italienischen Holzstichen nach. Farblich beschränkte er sich auf die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie auf Schwarz. Seine Tarotkarten wurden in Bezug auf Gestaltung, Reihenfolge der Bilder, Nummerierung und Bezeichnung richtungsweisend für zahlreiche folgende Kartendecks.

 

 

Aufbau des Kartendecks

 

Das Tarot de Marseille setzt sich insgesamt aus 78 Karten zusammen. Es besteht zum einen aus vier kleinen Sätzen in den vier Farben – Kelche, Schwerter, Münzen und Stäbe – mit je 14 Karten, die sogenannten kleinen Arkana (Arkanum [lateinisch] = das Geheimnis).

Zu jeder Farbe gibt es jeweils vier Hofkarten – König, Königin, Ritter und Bube – und zehn Zahlenkarten, wobei die Zahl 1 das As ist. Über den Ursprung der vier Farben existieren verschiedene Theorien: Zum einen könnten sich diese auf die vier mittelalterlichen Stände beziehen: Kelche – Klerus; Schwerter – Adel; Münzen – Kaufleute; Stäbe – Bauern. Zum anderen sind auch Parallelen zu den heiligen Insignien der Kelten zu sehen: Kelche – Kessel; Schwerter – Schwert; Münzen – Schale; Stäbe – Speer.


Neben diesen vier Kartensätzen besteht das Tarot de Marseille weiterhin aus 22 allegorischen Karten, auch Trümpfe oder große Arkana genannt. Auf jeder dieser Karten ist ein Bild zu sehen, das mit einer Nummer und dem Namen versehen ist. Eine Ausnahme bildet die Karte Nummer XIII – Der Tod –, die keine Bezeichnung trägt und daher auch Karte ohne Namen genannt wird.

 

 

Kartenlegen mit Tarot de Marseille

 

Steigt man mit dem Tarot de Marseille in das Kartenlegen ein, ist es wohl am besten, mit den aussagekräftigen Bildern der 22 Trumpfkarten zu beginnen und sich intensiv mit deren Symbolik auseinanderzusetzen. So findet man recht einfach in die Denkweise des Tarotlegens und es fällt anschließend leichter, die weniger bildreichen Zahlenkarten zu interpretieren. Das Tarot de Marseille eignet sich vor allem zur Selbstanalyse, und um Erkenntnisse über das eigene Tun und Handeln zu erlangen. Auf die Zukunft bezogen, sagt das Kartendeck weniger konkrete Ereignisse voraus, sondern deutet vielmehr auf den Entwicklungsweg des Fragenden hin.

 

 

Das Tarot de Marseille und seine Legemethoden

 

Über die Jahrhunderte haben sich unzählige Legesysteme herauskristallisiert, jedes geht auf andere Aspekte bzw. unterschiedliche Fragestellungen ein. Einige der gängigsten Legemethoden, die für das Tarot de Marseille verwendet werden, sind:

  • Tages-, Wochen- oder Monatskarte: Man zieht vorzugsweise am Morgen eine Karte vom Stapel, die eine Entwicklung an dem Tag/in der Woche/in dem Monat aufzeigt. Diese Methode ist besonders für Anfänger hilfreich, um einen eigenen, ganz persönlichen Zugang zur Bedeutung der Karten zu finden: Wo spiegelt sich die Aussage der gezogenen Karte im Alltag wider? Wie interpretiere ich die Karte für mich richtig?
  • Das Kreuz: Es handelt sich hierbei um eine sehr aussagekräftige Legung, die lediglich mit den 22 Trumpfkarten durchgeführt wird. Dabei wird keine konkrete Frage gestellt. Vier Karten geben Auskunft darüber, um welches Thema es sich handelt, was man nicht tun soll, welchen Weg man einschlagen sollte und wohin dieser führt.
  • Das Keltische Kreuz: Fragen nach einem Trend lassen sich mit diesem Legesystem wunderbar beantworten, es ist universell einsetzbar. Für die Legung werden zehn Karten gezogen.
  • Der Kreis: Um Auskünfte zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu erhalten, eignet sich der Kreis sehr gut. Es werden zwölf Karten gelegt: Wie ist die aktuelle Situation zu beurteilen? Was bringt das neue Jahr? Diese und andere komplexe Fragen sind mit diesem Legesystem kein Problem. Man sollte hierfür allerdings schon etwas geübter in der Deutung der Karten sein. Weitere Legesysteme mit Tarotkarten
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Deutungen des Tarots de Marseille

 

Ganz gleich, welches Tarotspiel man verwendet, es kommt bei der Deutung vor allem darauf an, dass man einen eigenen Zugang zu den Karten findet, um Sie entsprechend interpretieren zu können. Während die 22 Trumpfkarten schon durch Ihre Illustrationen bestimmte Aussagen suggerieren, ist die Interpretation der 56 Zahlen- bzw. Hofkarten weniger eindeutig. Eine Hilfestellung bieten die Farben bzw. Farbkombinationen, die bestimmte Gefühle oder Stimmungen hervorrufen.

 

Um tiefer in die Bedeutung der Karten des Tarot de Marseille einzudringen, ist auch dienlich, eine Querverbindung zu den vier Elementen herzustellen (Stäbe – Feuer – erhellen – Unternehmungslust, Erfolg, Kreativität; Schwerter – Luft – wehen – scharfer Intellekt, Wissen, Wahrheitssuche; Münzen – Erde – formen/halten – körperliche Welt, greifbare Werte; Kelche – Wasser – fließen – Liebe, Glück, Gefühlswelt).

 

Die Grundbedeutung der einzelnen Zahlen ergibt sich aus der Numerologie:

 
  1.  Impuls, Chance
  2.  Polarität, Zweifel
  3.  harmonische Zahl, solide Basis
  4.  Stabilität mit Tendenz zum Festfahren
  5.  Angst/Unsicherheit durch Verlassen der soliden Basis
  6.  Krisenzahl
  7.  harmonische Zahl
  8.  Unsicherheit, Bedrückung
  9.  Vollendung, Verwandlung

 

Eine besondere Stellung nimmt die Deutung von umgekehrten Karten ein – sprich von Karten, die beim Auslegen auf dem Kopf liegen. Hier gehen die Vorgehensweisen auseinander: Einige deuten diese Karten negativ, andere drehen die Karten einfach um.
Ob Einsteiger oder fortgeschrittener Kartenleger, das Tarot de Marseille bietet eine gute Ausgangsbasis, um Antworten auf zahlreiche Fragen zu erhalten.

 

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21.08.2017, 02:53 MESZ
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