Tarotkarten

Erschaffung des ursprünglichen Tarots

Lesen Sie alles Wissenswerte über die Erschaffung und die Bedeutung des ursprünglichen Tarot.


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Das Siebenfache Mysterium des Tarots


 

Wie man magische Utensilien durch Karten ersetzt

 

Ich begann mit der Arbeit an meinem jüngsten Tarotdeck, dem »Tarot of the Sevenfold Mystery” (Tarot des Siebenfachen Mysteriums), weil ich die präraffaelitischen Bilder des Malers Sir Edward Burne-Jones so liebe. Die englischen Präraffaeliten des 19. Jahrhunderts glaubten, dass Kunst immer ein spirituelles oder magisches Werk sein müsse. Sie schlossen sich in einer Bruderschaft zusammen, die Aufrichtigkeit, Naturnähe und Ernsthaftigkeit der Kunst der frühen Renaissance (der Zeit, in der das Tarot entstand) wieder auferstehen lassen wollte.

 


Burne-Jones nutzte die naturnahe Malerei und romantische Erotik, um eine magisch veränderte Realität darzustellen, die die Legenden um Arthur oder die griechischen Mythen wieder zum Leben erwecken sollte. Da sich Burne-Jones von der Schönheit und Symbolik des 15. Jahrhunderts inspirieren ließ, malte er viele Themen, die wir auch im Tarot finden können, wie zum Beispiel die Mäßigkeit, Cupido (der römische Liebesgott) und die Göttin Fortuna. Es scheint fast, als hätte er ein Tarotdeck begonnen, es aber nie beendet. Ich begann mein Tarot mit dem Wunsch, sein Tarotdeck fertigzustellen. Gleichzeitig wollte ich das neuplatonische Weltbild, das ich im Tarot der Renaissance erkannt hatte, integrieren und darstellen. Die Karten sollten zu einer Brücke zwischen der Kunst und der okkulten Symbolik des 19. Jahrhunderts sowie der Bilddeutung und mystischen Philosophie des 15. Jahrhunderts (von der ich in Teil 2 berichtete) werden.

 
Der Name des Decks  

Der Name des Decks leitet sich von der Bedeutung der Zahlen im Neuplatonismus ab, besonders der herausragenden Bedeutung der Drei und Sieben. Nicht umsonst bestehen die großen Arkana des Tarots aus einem unnummerierten Narren sowie drei Mal sieben Trümpfen. Die Nummer drei symbolisiert die drei Teile der Seele aus Platons Seelenlehre: Die Begierde, der Wille und die Vernunft. Durch ein tugendhaftes Leben der Mäßigung, Tapferkeit (im Sinne von Stärke) und Gerechtigkeit konnten sich die Seelenanteile ausgleichen und weiterentwickeln. Diese drei Eigenschaften bildeten gemeinsam mit der Klugheit die vier Kardinaltugenden. Die Entsprechung im Tarot ist deutlich: Trumpf »Mäßigkeit« als Tugend der Begierde, die Karte »Kraft«, die im englischen Original »Stärke« heißt, als Tugend des Willens und die »Gerechtigkeit« als Tugend der Vernunft.

 

Wenn wir die Trümpfe in drei Gruppen zu je sieben Karten aufteilen, können wir feststellen, dass das Thema jeder Gruppe mit einem der drei Seelenteile und ihrer dazugehörigen Tugend korrespondiert. Die Philosophen der Renaissance glaubten, dass die drei Tugenden Mäßigkeit, Tapferkeit und Gerechtigkeit alle Teile der Klugheit waren, die in Platons Lehre göttliche Weisheit oder gar Erleuchtung symbolisierte. Vermutlich ist das der Grund, warum nur drei der Tugenden in den Trümpfen dargestellt werden: Die vierte Tugend wird von Trumpf 21, der Welt, repräsentiert, da sie die Erleuchtung symbolisiert. Ihr christliches Gegenstück ist »Sophia«, die Weisheit Gottes, die die drei christlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe hervorbringt. Mit diesen dreien sind wir bei insgesamt sieben Tugenden.

 
Wieso Nummer Sieben?  

Die Nummer sieben ist so wichtig, weil man im klassischen Altertum von einem geozentrischen Weltbild ausging, bei dem sieben Planeten die Erde umkreisten. Man sah diese Planeten als Stufen einer Leiter, die Himmel und Erde miteinander verbanden. Bei der Geburt, so glaubte man, stieg die Seele diese Leiter hinab und nahm mit jeder Sprosse eine Qualität des Gottes oder der Göttin, die den jeweiligen Planeten regierte, an. Mystiker visualisierten, wie sie diese Leiter hochstiegen, um so Wissen über die Himmlischen Sphären zu erlangen. Die Planeten selbst galten als Seelenzentren des Kosmos und korrespondierten mit Seelenzentren im menschlichen Körper, aufsteigend vom Kreuzbein bis zur Krone; den indischen Chakren ähnlich, die allerdings erst 600 Jahre nach Platon erste Erwähnung in historischen Quellen fanden.

 

Die vier Kardinaltugenden sorgten dafür, dass diese Seelenzentren gesund und ausgeglichen waren. Mit jedem ausbalancierten Seelenzentrum in seinem Körper erlebte der erfahrene Mystiker zugleich einen Aufstieg im System der Planeten. Und genau dies ist das Siebenfache Mysterium, das mich zu meinem bisher letzten Tarotdeck inspirierte.

 
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