Tarotkarten

Engelkarten - ganz ohne Kitsch

Von den Einen belächelt - von Anderen hoch geschätzt: Engelkarten verbinden uns ganz nach Oben.


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Engelkarten - ganz ohne Kitsch


 

Ein ganz besonderes Engelkarten-Deck

 
König der Kelche

Denkt man an Engelkarten fallen einem als Erstes wohl jene verzierten Orakelkarten ein, die uns mit oft sehr bunten Heiligen- und Puttenbildern Lebensweisheiten vermitteln möchten. Abgesehen von den zumeist eher religiösen Darstellungen und dem – zugegebenermaßen meist niedlich anzusehendem – Kitsch dieser Karten, bieten sie jedoch selten mehr als Sprichworte und Ratschläge, die man ohnehin schon kennt und die ebenso gut aus einer Tageszeitung stammen könnten.
Dennoch beschäftige ich mich viel mit Engeln, deren Energien und auch mit Engelkarten, denn auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Als mir eine Schachtel des 2007 im Königsfurt Verlag erschienenen „Engels-Tarot“ in die Hände fiel und ich den aufgedruckten Text las, der von „strahlender Energie“ und „Probleme mit Verstand und Liebe lösen“ sprach, dachte ich zunächst, es würde sich um ein ähnlich kitschiges Deck handeln, wie es sie schon massenhaft zu kaufen gibt.
Bei Durchsicht der Karten war ich jedoch überrascht. Da gab es nur wenige pummelige Putten oder strahlende Wesen mit Heiligenschein, vielmehr 78 starke Charaktere, die uns etwas vermitteln wollen. Und zwar nur anhand von Bildern, wie es eben in einem echten Tarotdeck üblich ist.

 

Engel können auch düster sein

 

Das Engels-Tarot braucht den sonst so modischen Engelkarten-Kitsch nicht, erscheint auf den ersten Blick sogar düster, wenn nicht gar unheimlich.
Es gibt nur wenige kräftige Farben und in den dargestellten Szenen scheint selten einmal die Sonne. Wolken, Unwetter, Stürme oder dunkle Innenräume beherrschen diese Karten. Der zart-türkise und meines Erachtens zu breite Rahmen, wie er oft bei Lo Scarabeo zu finden ist, bedingt durch die mehrsprachige Beschriftung, erhellt aber dennoch die Szenen. Erfreulich ist hier, dass die traditionellen Namen, sowohl bei den Trümpfen als auch bei den kleinen Arkana, beibehalten wurden. Dies, zusammen mit der klaren, eindeutigen Sprache der Darstellungen, macht dieses Tarot auch für Anfänger zu einem brauchbaren Deck.
Was auch positiv zu bewerten ist, wie bereits erwähnt, sind die erfreulicherweise einmal nicht religiösen Darstellungen. So ist das Engels-Tarot auch unabhängig von der Religionszugehörigkeit zu benutzen. Die Kartenbilder haben viele neue Ideen zu bieten, wobei einige dann doch nicht um die Anmutung eines Rider-Waite-Klons herumkommen.
Dabei werden die klassischen Rider-Waite-Szenen, auf denen die Personen oft mit ihrer Not allein sind, stets mit himmlischer, teils auch mit höllischer Hilfe zum Positiven hin aufgelöst. Oft sind es auch Engel und Teufel, die gleichzeitig im Bild auftauchen, denn jede Medaille hat zwei Seiten – das uralte Prinzip von Gut und Böse, Yin und Yang.

Tarotkarten

 

Aus der Nähe betrachtet

 
Der Narr

Betrachten wir einige Karten genauer, beginnend mit Trumpfkarte Null, dem Narren. Das traditionelle Bild vom jungen Mann im Gebirge, der, meist begleitet von einem Hund, bei jedem Schritt in den Abgrund zu stürzen droht, finden wir auch hier wieder.
Doch wie anders sieht der Narr aus? So gar nicht fröhlich und lebenslustig. Auch schaut er nicht wie der sonst übliche „Hans-guck-in-die-Luft“ in den Himmel, sondern hat die Augen geschlossen. Es ist ein Mischwesen aus Engel und Dämon, das wir hier sehen. Seine dämonische Seite ist der Flammen speienden Seite des Gebirges zugewandt. Seine engelsgleiche Körperhälfte einer tiefen Schlucht, die auch nicht einladender aussieht.
Die einzige Sicherheit scheint in der Mitte zu liegen, auf dem schmalen Grat, den er entlang balanciert. Der ebenfalls geflügelte, wolfsähnliche Hund hält Abstand zum Narren. Beobachtet er nur, passt er auf, ist er sogar zusätzliche Bedrohung oder vermag er nicht seinem Herrn zu folgen? Deuten Sie selbst!

Eine ungewohnt ernste, wenig mütterlich wirkende Herrscherin begegnet uns auf dem gleichnamigen Trumpf Nummer drei. Hier ist sie ganz als machtvoller Engel dargestellt. Ihr Haar, ihr Gewand und vor allem ihre Flügel wehen in einem aufkommenden Sturm. Doch noch ist der Himmel klar und blau.
Ihr Thron scheint Teil eines Gebäudes zu sein. Er wirkt wie eine unüberwindbare Mauer. „Pax“ - Frieden ist unter den Füßen der Herrscherin zu lesen, und auf dem Spruchband das sie hält, stehen Worte über den „Heiligen Geist“, „Spiritus Sanctum“. Eine letztendlich doch religiöse Karte ohne religiös zu wirken. Ein Thema, das man vielleicht eher der Karte der Hohepriesterin zuordnen würde. Doch ist hier vielleicht auch der mütterliche Aspekt der Karte versteckt. Mit ihrem Segen schützt und behütet die Herrscherin ihr Volk. Ganz ohne Waffengewalt, alleine durch die Macht der Worte.

 

Die Kummerkarte

 
Fünf der Kelche

Die allgemein als Kummerkarte bezeichnete Fünf der Kelche zeigt, wiederum Arthur Waite folgend, eine Person vor drei umgestürzten und zwei noch stehenden Kelchen als Zeichen für Verlust und dem, was noch geblieben ist.
Anders als bei Waite, wo die aufrechten Kelche im Rücken der Person stehen, also unerkannt bleiben, ist sich die Person auf der entsprechenden Karte im Engels-Tarot ihrer Lage voll bewusst. Sie sieht den Betrachter des Bildes an. „Auf wen soll ich hören?“, scheint sie uns zu fragen. An ihren Schultern sehen wir Engel und Teufel. Während der Engel auf die noch stehenden Kelche, gleichzusetzen mit Hoffnung, deutet, zeigt das Teufelchen auf den Verlust und somit die Hoffnungslosigkeit. Ein Bild, das den Kern einer jeden Tarotberatung widerspiegelt. Rat kann man sich holen, aber die Entscheidung, welchen Weg man wählt, liegt bei jedem selbst.

Vergleichen wir auch noch eine Hofkarte mit der Darstellung aus dem Rider-Waite-Deck. Dazu habe ich den König der Kelche gewählt.
Bei beiden Karten finden wir den Kelch haltenden Herrscher auf einem schwimmenden Thron. Er kann seine Macht nur passiv ausüben, denn worüber herrscht er? Über Wind und Wellen? Oder die Schiffe, die vereinzelt vorübersegeln? Der Kelchkönig des Engels-Tarot scheint Wesen gefunden zu haben, denen er befehlen kann. Wobei dieser König, mit seinem wässrigen, eher weichherzigen Gemüt, wohl eher nett gefragt hat.
Es sind Engel, die hier in ungewohntem Element, dem Meer, schwimmend seinen Thron anschieben, ihn vielleicht zu einem fernen Ufer geleiten. In Anbetracht der Tatsache, dass der mit dunklen Wolken verhangene Himmel hier deutlich auf ein Unwetter hinweist, könnten es die Schutzengel des Königs sein, die ihn noch rechtzeitig in Sicherheit bringen wollen. Vielleicht ist es auch so, dass der Regent nicht einmal bemerkt, dass ihm geholfen wird.

Anhand dieser kleinen Beispiele bemerkt man schon, dass man auch mit dem Engels-Tarot herrlich herumspekulieren, nach Herzenslust deuten und sich in den Bildern verlieren kann. Anfangs war ich, was diese Karten angeht, zwiespältig. Einerseits faszinieren die Bilder, die ungewöhnlichen Darstellungen sowohl lichter, himmlischer als auch dunkler, gefallener Engel. Andererseits ist das Engels-Tarot eben.

 
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Zum Autor

Torsten Houben wurde am 18.03.1974 Geldern/Niederrhein geboren und lebt heute in Tönisvorst. Neben seinem Beruf schreibt er Kurzgeschichten und auch Romane. Er beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Legen von Tarotkarten und mit Esoterik (Schutzengel, Heilsteine, Tarot).

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