Dragoslav Stojanovic
Zeit zum Verlieben, Zeit zum Vergeben, Zeit für Herzensgeschenke und Beratung.
Im Jahre 469 ernannte der aus Algerien stammende Papst Gelasius I. den 14. Februar zum Gedenktag des Heiligen Valentin. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der Brauch, dieses kirchliche Fest mit der romantischen Liebe in Verbindung zu bringen: Unverheiratete wurden hier durchs Los als „Valentinspaare“ zusammengebracht. Von England aus gelangte dieser Brauch über die USA erst in der Nachkriegszeit nach Deutschland. „Schuld“ waren vermutlich die hier stationierten Soldaten der US-Armee.
Dass der Valentinstag schon seit 1969 kein offizieller Kirchenfeiertag mehr ist, dürfte die meisten Verliebten nicht wirklich stören. Denn längst hat sich die Tradition, den 14. Februar zu einem Fest der Liebe zu machen, auf der ganzen Welt durchgesetzt, auch in vorwiegend muslimischen oder buddhistischen Ländern.
Wie schon in der Antike zum Fest der Göttin Juno beschenkt man sich an diesem Tag auch heute noch mit Glückwünschen und Blumen. In Europa breitet sich zudem ein sehr romantischer Brauch aus: An Brückengeländern bringen frisch verliebte Paare gemeinsam ein Vorhängeschloss an, auf dem sie ihre Initialen, ihre Namen oder gar ein gemeinsames Foto angebracht haben. Anschließend werfen sie den Schlüssel von der Brücke ins Wasser, um mit diesem Ritual die Unauflöslichkeit ihrer Liebe zu beschwören.
Übrigens: Wer dieses Jahr keine Blumen bekommen hat, betrauert dies in Südkorea am 14. April – dem so genannten Black Day – mit einem schwarzen Nudelgericht. Mit etwas Glück is(s)t man dann im nächsten Jahr nicht mehr allein…
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