Interview
Helga, Sie haben Ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Wie kam es dazu?
Ich glaube nicht, dass ich mein Leben alleine so verändert habe. Es war das Leben, das mir gezeigt hat, dass ich auf dem falschen Weg bin. Ich hatte schon einige Warnschüsse erhalten, aber nicht auf sie reagiert. Und irgendwann war halt Schluss.
Was genau ist denn passiert und wie war Ihr Leben früher?
Ich war eine Karrierefrau. Und zwar genau so, wie man sich das vorstellt. Nach dem Abi habe ich konzentriert und schnell Jura und BWL studiert, danach eine weitere Ausbildung an einer Wirtschaftsakademie gemacht. Mit 27 war ich mit dem Studium und allen Ausbildungen fertig und bin sofort bei einer großen Unternehmensberatung eingestiegen. Nach weiteren zwei Jahren hatte ich eine gute Stelle im Management. Aber das ging natürlich alles zu Lasten der eigenen Freizeit. Soll ich mal erzählen, wie mein Tagesplan aussah?
Normalerweise bin ich um halb sechs aufgestanden. Dann habe ich eine Stunde Sport gemacht, geduscht und um acht Uhr war ich dann im Büro. Die Arbeit ging bis abends, dann folgte fast immer ein Abendessen mit einem Kunden oder Mitarbeitern. Zu Hause habe ich noch Restarbeit erledigt. Gegen Mitternacht war ich dann im Bett. Wir haben sieben Tage die Woche gearbeitet. Ich habe zwei Wochen im Jahr Urlaub gemacht. Freunde hatte ich keine und Beziehungen schon gar nicht.
Wie lange haben Sie das durchgehalten und wie kam die Änderung zustande?
Mittlerweile war ich die Karriereleiter nach oben gestiegen und mit der wachsenden Verantwortung hatte ich noch weniger Zeit. Doch dann hatte ich vor zwei Jahren einen Hörsturz, der so schlimm war, dass ich wochenlang im Krankenhaus lag. Dort stellten die Ärzte dann fest, dass mein Herz angegriffen war. 25 Jahre rauchen, 14 Jahre Dauerstress, keine Familie, keine Freunde, aber ein kaputtes Herz �das war das Ergebnis, vor dem ich stand. Da muss man nicht lange analysieren, um zu wissen, dass sich etwas ändern muss.
Es ist sicher nicht leicht, sein Leben auf den Kopf zu stellen.
Nein, man muss richtig lernen, nicht zu arbeiten. Womit füllt man seine Zeit? Was soll man machen? Mein Hausarzt schickte mich zu einem Psychologen, der mir auch nicht richtig helfen konnte, außer dabei, meine Kündigung zu schreiben. Und dann saß ich in meiner kleinen Wohnung. Alleine, gelangweilt, mit der Angst, mein Herz könne aufhören zu schlagen. Ich brauchte dringend Hilfe und habe deshalb Sibylle Ferahli angerufen.
Wie konnte eine Kartenlegerin Ihr Leben verändern?
Indem sie mir erklärt hat, was das Leben sein kann und was es für mich noch bereit hält. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber ich musste all die Dinge wieder lernen. Sie hat mir viele, viele Tipps gegeben. Zum Beispiel den, aus der Stadt zu ziehen und mir eine Wohnung auf dem Land zu suchen. Mir dort wieder vor Augen zu führen, was es heißt, mit der Natur zu leben. Ich habe das letztes Jahr gemacht und lebe nun in einem Mehrfamilienhaus direkt am Wald. Ich bin in zwei Minuten mitten in der Natur. Dann gab sie mir den Tipp, mich kreativ zu betätigen. Ich habe ein wenig herumprobiert und herausgefunden, dass ich gerne töpfere.

Sibylle Ferahli freut sich auf das Gespräch mit Ihnen!
1,99 €*