Interview
Hallo Dagmar! Sie arbeiten schon sehr lange als Kartenlegerin für Questico, fast von Anfang an. Wie sind denn Ihre Erfahrungen?
Sehr gut. Es ist doch ausgezeichnet, dass Menschen immer einen Ansprechpartner finden, um über die Dinge zu reden, die sie sonst vielleicht mit niemandem besprechen können. Im Grunde geht es doch darum, dass Menschen geholfen werden kann, mitunter auch sehr tief gehend und über längere Zeit. Außerdem können die Menschen anrufen, wann es ihnen gerade am besten passt. Jederzeit, ohne einen Termin machen zu müssen und es ist vollkommen anonym und vertraulich. Am besten ist es, man sucht sich einen Berater seines Vertrauens. Einen, bei dem alles stimmt, mit dem man gut und offen reden kann.
Sie arbeiten mit verschiedenen Kartendecks. Wie sind Sie denn ursprünglich zu den Karten gekommen?
Es ist schon etliche Jahre her da hatte ich ein Tarotdeck im Schrank liegen, einfach so. Ab und zu fiel es mir in die Hände und ich versuchte zaghaft und voller Respekt, damit umzugehen. Nur leider wollten die Karten nicht mit mir sprechen. Ich hatte damals noch nicht die freie Intuition und den Mut, mich fallen zu lassen. Der Tag X kam aber dann doch irgendwann und meine Prognosen verwirklichten sich. Heute benutze ich verschiedene Decks, je nachdem, welches sich am besten für die Fragestellung eignet.
Man muss sich also für die Karten öffnen, damit sie zu einem sprechen. Es geht also nicht nur darum, deren Bedeutung zu erlernen?
So einfach ist es nicht, man braucht schon eine Begabung dazu. Aber jeder Mensch ist spirituell und hat eine gewisse Intuition. Schon in meiner Teeniezeit gab es die ersten Anzeichen bei mir. Wenn eine Freundin fragte: „Kommt mein Freund wieder zu mir zurück?“ und sich dann meine Aussagen bewahrheiteten war es schon etwas unheimlich. Das Faszinierende am Kartenlegen ist, dass man einen tieferen Einblick in die Materie bekommt. Man braucht keine Vorinformationen, sondern lediglich ein Thema, zu dem man die Karten befragen will. Im Kartenbild tauchen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftstendenzen auf. Alles hat seine Bedeutung. Man muss es nur sehen.
Ihre Arbeit geht also über das reine Kartenlegen hinaus?
Natürlich, beratend tätig zu sein umfasst schon einiges mehr. Zum Beispiel sollte der Kunde sich bewusst sein, dass in einer Sitzung nicht nur über positive Dinge gesprochen wird. Wenn jemand eine illusionäre positive Erwartungshaltung an eine bestimmte Situation hat, kann diese durch das Kartenbild nicht „herbeigezaubert" werden. So etwas muss ich meinen Kunden vermitteln können. Schließlich hat man immer noch die Möglichkeit, das „Negative“ durch sein Handeln und Tun zu beeinflussen. Die Karten bestimmen nicht unser Leben, aber sie können eine sehr gute Lebenshilfe für Entscheidungen sein.
Gibt es bei Ihnen eine scharfe Trennung zwischen Privatleben und Beruf?
Menschen in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen und dabei die Karten als Hilfe einzusetzen, ist für mich ein erfüllender Beruf. Ich bin mit meinem Herzen dabei und stelle mich in den Gesprächen auf meine Kunden ein. Aber wenn das Gespräch vorbei ist, lebe ich den Alltag weiter. Man muss lernen, eine Trennlinie zwischen Alltag und Spiritualität zu ziehen.

Dagmar Biedermann freut sich auf das Gespräch mit Ihnen!
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