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Traumdeutung: Was bedeutet die unheimliche Zeitreise?

18. Juni 2007

Ich machte eine unheimliche Zeitreise
Sabine J. aus Hückeswagen

Ich habe einen Traum, der mich seit meinem achten Lebensjahr verfolgt. Wir sind im Mittelalter, ich lebe in einer Burgfestung, wo man noch Häuser eingebaut hat. Ich trage ein der Zeit entsprechendes weißes Spitzenkleid. Außerdem bin ich hochschwanger, aber das Kind ist nicht von meinem Ehemann. In einer Scheune am Haus bekomme ich das Kind heimlich. Eine schwarz gekleidete Frau hilft bei der Geburt. Es handelt sich dabei um die Freundin meines Seelen-Bruders, den ich vor einem Jahr gefunden habe. Diese Frau hatte damals viel Leid über uns gebracht hat und hasst mich im wirklichen Leben sehr. Sie gibt den Jungen einem älteren Mann, der den Jungen untersucht. Fünf Jahre lang lebt er bei uns, dann kommt der ältere Mann plötzlich in Begleitung von weiß gekleideten Frauen und nimmt meinen Sohn mit. Mein Mann kann die Trennung nicht überwinden. Nach vielen Jahren sehen wir ihn wieder, als jungen Mann in Rüstung. Er reitet einem Heer voran in eine Schlacht. Wir stehen am Straßenrand und winken. Als alle weg sind stehen wir immer noch da. Als wir an uns herunter schauen, haben wir Sachen aus dem 18. Jahrhundert an. Wir gehen nach Hause. Es ist ein großes Haus mit Dienstpersonal. Wir haben vier Kinder und eines davon hat dunkle Hautfarbe. Man meidet uns deswegen. Als wir abends ins Bett gehen, steht über Nacht das Haus in Flammen. Ich wache am Morgen auf, vollkommen angezogen in meinem Bett liegend. Ich trage mehrere Kleidungsstücke übereinander und bin zehn Jahre alt. Ein Mädchen gleichen Alters teilt mit mir das Bett. Es ist im 19. Jahrhundert, in der Kriegszeit. Wir leben in einem dunklen Raum mit mehreren Leuten (könnte ein Bunker oder Luftschutzraum sein). Viele Koffer stehen herum. Das Mädchen versucht immer aus dem Bunker zu fliehen. Ich habe Mühe, es im Bett zu halten. Sie sucht etwas. Nach langem Hin und Her entwischt sie mir. Ich laufe hinterher und renne zur Straße, die vor dem Haus entlang läuft. Das Mädchen liegt auf der Straße, ein Auto steht daneben. Männer, die mich entdecken, schleppen mich weg von ihr, dabei wollte ich ihr nur die Kette geben, die sie gesucht hatte. Plötzlich befinde ich mich in einem Park wieder ein paar Jahre später - und bin etwa 20 Jahre alt. Vor mir liegt eine vierspurige Straße, dazwischen ein U-Bahnschacht. Ich will zur U-Bahn aber es geht nicht, es sind überall Krokodile.  Aus dem Nichts kommt ein Mann und führt mich zur U-Bahn. Er setzt mich in die Bahn und verschwindet ohne ein Wort. Was bedeutet das? Eine Zeitreise durch mein Leben?

Regine Douval:
Bei Ihrem Traum gehe ich in der Tat davon aus, dass es sich um eine unbewusst herbeigeführte Rückführung handelt. Alle unsere vergangenen Leben sind in unserem Unterbewusstsein gespeichert, wie in einem Computer. Diese Informationen sind uns jedoch im Wachbewusstsein nicht zugänglich, was uns auch schützen soll, da das, was wir Gewissen nennen, damit nicht umgehen könnte. Bei Ihnen scheint es so zu sein, dass wiederholt Bruchteile von Informationen durchkommen. Eine professionell durchgeführte Rückführung ist hier empfehlenswert, mit einem Therapeuten, dem Sie bedenkenlos vertrauen können. Eine Rückführung sollte grundsätzlich nur im direkten persönlichen Kontakt stattfinden. Was nicht in Ihre Zeitreise passt, sind die Krokodile, diese symbolisieren den Kampf mit sich selbst. Krokodile sind dem Drachen ähnlich, wirken übermächtig, der Kampf mit dem Drachen wird oft als aussichtslos angesehen. Es geht dabei um Probleme des Träumenden, die so groß scheinen, dass sie nicht bewältigt werden können, häufig in Frauenträumen auch unterdrückte animalische Gefühle. Der Mann, der sie in die Bahn (Zug des Lebens) setzt, könnte ein zukünftiger Therapeut sein, der sie bis zu einem Punkt bringt, wo Sie sich sicher fühlen können.

Erstellt: 08:53 Uhr | Autor: Questico Redaktion | Kategorie: Hellsehen  |  Kommentare [0]

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