12. August 2008
Im Abendland hat der Drache größtenteils eine negative Bedeutung.
Drachen sind böse und gefährlich, werden mit Aggression oder Angst in Verbindung gebracht, oft haben sie mehrere Köpfe und sobald einer abgeschlagen wird, wachsen mehrere nach. Hier gibt es auch immer Helden, die den Drachen bezwingen. Z.B. Siegfried in der Nibelungensage. König Artus und Tristan kämpften ebenfalls gegen einen Drachen. Im Christentum steht der Drache für den Teufel. Man denke dabei an die Apokalypse des Johannes. Der Erzengel Michael besiegt den Drachen ebenso wie der hl. Georg.
Im asiatischen Raum hingegen sind Drachen Glückssymbole, hier verkörpern sie Weisheit und Stärke. In China zählt der Drache zu den positiven Symbolen schlechthin, er ist Glücksbringer, eines der Tierkreiszeichen des chinesischen Horoskops und ein wichtiges Symbol im Feng-Shui. Für Buthan ist der Drache das Schutztier.
Der Atem des Drachen gilt in vielen unserer Märchen als giftig und Tod bringend. Man liest auch von Drachenbäumen, aus deren Harz Blut gewonnen wird, dieses Drachenblut wiederum gilt als Liebeszauber.
Auch in Träumen kann der Drache vorkommen. Kämpft man mit ihm, ist das für C.G. Jung die Auseinandersetzung mit dem Schatten. Der Drache hat auch in unseren Sprachgebrauch Eingang gefunden: Weibliche Personen werden als Drache oder Hausdrache bezeichnet, um auszudrücken, dass sie aggressiv sind.
In unseren Kinderbüchern kommt der Drache mittlerweile als nettes, hilfreiches Tier vor. Hier hat sich eine Wandlung vollzogen im Gegensatz zu früher.
Erstellt: 09:07 Uhr | Autor: Sabine Lechleuthner | Kategorie: Aktuelle Fragen | Kommentare [2]
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Kommentar von Jacqueline,Berlin am 13. August 2008, 08:44 Uhr
Der Drache in der Frühzeit und bis ins frühe Mittelalter kann auch als ein spirituelles Wesen mit magischen Fähigkeiten und großer Weisheit angesehen werden (vielleicht - außer der Äußerlichkeit natürlich - mit Magiern vergleichbar)
Im Mittelalter und insbesondere unter dem Einfluß der christlichen Kirchen wurden Drachen, Magier und andere weise, spirituelle Wesen früherer Epochen dann verteufelt, gefemt, im Glauben der Menschen zu Ungeheuern erniedrigt und ausgerottet.
Diejenigen, welche dazu beitrugen, wurden Helden genannt (Artus, Tristan, die Inquisition...)
Der Mensch war schon immer ein Meister darin, zu töten, was er nicht begreift.
Ich hoffe, niemandem zu sehr auf den Schlips getreten zu sein.
Licht und Liebe für ALLE Wesen,
Dahoma
Kommentar von Dahoma am 17. August 2008, 20:10 Uhr