23. Dezember 2011
Das möchte Sigrid gerne wissen.
Liebe Sigrid,
Rau kommt vom mittelhochdeutschen „ruch", das „haarig" bedeutet
und aus der Kürschnerei stammt, Rauchware ist Pelzware. Raunacht hat
eventuell auch Bezug zu Räuchern mit Weihrauch, das zu den Bräuchen
zwischen Weihnachten und Neujahr gehört. Es gibt regionale Unterschiede
bei uns bezüglich der Anzahl der Raunächte. Man spricht von 3 bis 12
Nächten. Zu den wichtigsten allerdings zählen die Nächte der
Wintersonnwende (21./22. Dezember), Heiliger Abend (24./25.12.),
Silvester (31.12./1.1.) und Dreikönig, auch Epiphanie genannt (5./6.
Januar). Der Überlieferung nach sollen an diesen speziellen
Tagen/Nächten bzw. der Zeit zwischen der Wintersonnwende und Epiphanie
die Grenzen zur Welt der Geister offen sein, sodass man es mit allerlei
Gespenstern, Dämonen und Untoten zu tun hat, die ihr Unwesen treiben.
„Die wilde Jagd" gehört dazu, die aus wilden Gestalten aus der
Anderswelt bestehen soll, welche Angst und Schrecken verbreiten. Viele
Bräuche und Rituale sollen die Geister vertreiben. Das
Silvester-Feuerwerk begrüßt demnach nicht nur das neue Jahr, sondern
verschreckt durch seinen Lärm auch die Geister. Es lohnt sich, Bücher
zu lesen mit diesen Geschichten. Dabei handelt es sich um tief
verwurzelten Volksglauben, der sehr vielfältig und spannend ist.
Ein
weiterer Brauch betrifft die letzten 12 Nächte im alten Jahr. Man zieht
hierzu jeweils 1 Tarotkarte, deren Aussage dann entsprechend für das
Thema eines jeden Monats im neuen Jahr steht.
Erstellt: 07:48 Uhr | Autor: Sabine Lechleuthner | Kategorie: Aktuelle Fragen | Kommentare [0]
23. Dezember 2011
Erstellt: 07:04 Uhr | Autor: Sabine Lechleuthner | Kategorie: Astrologie | Kommentare [0]
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